Das Aachen-Blog

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Geht raus und spielt Fußball!

Das treibt dem Alemannia-Fan die Tränen in die Augen. So ein ehrliches Wort: „Ich bin verwundert, dass wir jetzt schon wieder reden müssen über das, was auf dem Platz gezeigt werden muss, über das, was der Fan sehen will.“ Oder: „Man muss den Fans langsam zurückgeben, was sie 14 Spiele ertragen mussten!“

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Wer das gesagt hat? Tatsächlich ein Spieler der Alemannia. Ist tatsächlich noch so viel Ehrlichkeit, so viel Erkenntnis, so viel Einsicht in diesem Team? Die Recherche kommt schnell an den Punkt: Den Satz hat zwar ein Alemannia-Spieler gesagt, aber keiner der derzeit aktiven. Ex-Kapitän Reiner Plaßhenrich, der wieder nach langer Pause um den Anschluss an die Mannschaft, hat im AZ/AN-Interview richtig auf den Putz gehauen, seine Kollegen bei der Ehre gepackt.

Einer wie Heini, ja, nur einer wie er – das wär’s. Einer, der rackert, grätscht, schreit und schimpft, einer, der will, einer, der sich mit dem Verein und mit den Fans identifiziert.

Da läuft vieles schief bei Alemannia in den letzten Jahren, klar. Kungelei, Stümperei, Pöstchengeschacher, gekränkte Eitelkeiten, Nichtzuständigkeit, Allmachtsphantasien, all das spielt außerhalb des Rasens eine Rolle.

Aber da gibt es auch das Potenzial: die gute Planung rund um ein prächtiges, vorzeigbares Stadion, das gute Fundament für großen Sport sein könnte. Dann die Fans, erstligareif seit Jahren.

Doch letztlich ist immer noch entscheidend, was auf dem Platz passiert. Und das ist viel zu wenig, viel zu pomadig, erschreckend leb- und lustlos, fast schon gleichgültig. Das wirkt satt, abgestanden, schal. Ohne Witz, Esprit, Spaß, Emotion.

Es ist leicht, in Aachen die Massen zu begeistern. Das Publikum ist viel feinfühliger als manch gehätschelter Zweitligakicker vermutet.

Also, Leute: Heinis Worte gehören in großen Lettern an die Kabinenwand! Und dann geht raus und spielt Fußball!

Hoppla, der Thouet-Preis!

Ich bin sehr bewegt, ich bekomme am 6. Januar im Rathaus den Thouet-Preis der Stadt Aachen! Hoppla, dat maaht mich baschtisch jlöcklich!

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Thouetpreis 2010: Am 6. Januar wird es im Rathaus das große Fest geben. Foto: Andreas Herrmann

Mit diesem Preis, der nun schon 25 Mal verliehen worden ist, und in der Tat im Range eines Aachener Kulturpreises steht, werden Leute ausgezeichnet, die die Sprache der Stadt, das so heißgeliebte Öcher Platt, pflegen. Heute Abend habe ich von der Auszeichnung – sehr zu meiner Überraschung und Freude – im Weißen Saal des Rathauses bei einer sehr schönen und herzlichen Feierstunde erfahren. Feine Sache! Merssi!

Tatsächlich liegt mir die Sprache meiner Großeltern und Eltern, mit der ich groß geworden bin, am Herzen. Mein Bruder und ich sind zweisprachig erzogen worden. Geschadet hat das wahrlich nicht.

Ich denke oft in dieser wunderbaren Sprache, die man nicht nur im Karneval und im Volkstheater (wo sie fraglos auch hingehört) finden sollte, sondern im Alltag. Diese Sprache hat alle Möglichkeiten, man kann das ganze Leben darin ausdrücken.

Ich spreche diese Sprache, ich finde oft die viel passenderen Worte in ihr. Platt es Oche, es Heämet.

Der Preis ist eine große Ehre, über die ich mich freue. Und am 6. Januar weäd en Stadthues jefiert, dat et waggelt.

Mehr lesen: In der AZ schreibt Jutta Katsaitis-Schmitz.
In den AN schreibt Jan Mönch.

Der Abschied von Jürgen Linden

Ich weiß nicht, wie oft ich an solchen Tagen in den Himmel starre und hoffe, dass es nicht regnen möge. Open-air ist eben so, alles ist vorbereitet, über Wochen, mit viel Liebe, und das Gefühl für das Fest ist gut. Das könnte klappen, dürfte ein schöner Abend werden. Doch dann das Öcher Wetter…

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Jürgen Linden wird am 21. Oktober nach 20 Jahren sein Amt als Oberbürgermeister an seinen Nachfolger Marcel Philipp übergeben.
Am Samstag verabschiedeten sich die Öcher Bürger bei einer großen Show auf dem Markt von ihrem OB. Siehe die Bildergalerie bei AZ-Web von Andreas Steindl.

Es hat wieder geklappt, es ist angerichtet, der Himmel hält dicht. Gut, es ist stürmisch and diesem Oktoberabend, aber das entspricht doch auch irgendwie der Stimmung. Und der Marktplatz ist voll, das sind dann immer so geschätzte 2500 bis 3000 Zuschauer. Das macht auch erfahrene Bühnenhasen richtig nervös. Uwe (Brandt) und ich, wir beide kennen das von all den gemeinsamen Moderationen bei der Reit-WM, bei den Karlspreis-Open-Airs.

Wir hatten, um es kurz zu machen, einen wunderschönen Abschiedsabend für und mit Jürgen Linden. Zum Schluss der alte Beatles-Klassiker „Let it be“, von René Brandt geschickt umgetextet auf ein „Dat deäht wieh“, vorgetragen von Uwe Brandt, Jupp Ebert, René, Ägid Lennartz und diesen fantastischen Wheels – puh, das ging unter die Haut. Der OB stand zwischen uns auf der Bühne und schluckte. Das ging ihm sichtlich nahe. Gänsehaut.

Herman van Veen in Aachen

Mal wieder ein wunderbarer Abend mit diesem wundersamen Mann. Altes Kurhaus, Ballsaal, ja, da stimmt das Ambiente mit dem Bühnengeschehen überein. Über 300 Gäste, es wollten noch viel mehr rein, doch Herman van Veen und Edith Leerkes, die begnadete Gitarristin, mögen es an diesem Abend kuschelig.

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Kurz vor der großen Deutschland-Tour mit dem neuen Album „Im Augenblick“ spielen sich die beiden ein. Van Veen liest noch viele der deutschen Texte vom Blatt, bislang hat er sie in der Heimatsprache gesungen. In Flandern, in den Niederlanden, 40 Mal ensuite im Theater Carré in Amsterdam.

Der Mann ist und bleibt Bühnen-Anarchist. Er wirft mit hunderten Tischtennisbällen um sich, knöpft sein Hemd auf und zieht seinen Slip bis unter die Achselhöhlen hoch. Er kämmt das Haar, das ihm noch blieb, auf Sturm. Er tanzt, springt, schwitzt, schuftet, er frohlockt, jauchzt, johlt – ein Clown, der auch ein mahnt. Ein Mann, der seinen Weg gefunden hat und ihn geht.

Ein paar schöne Sprüche noch zum Schluss von einem, der sich stets aus dem reichen Fundus des Erlebten bedient:
„So schön, wie es früher war, ist es früher nie gewesen!“

Und zum deutsch-niederländischen Verhältnis:
„Deutsch ist merkwürdig ausgesprochenes Holländisch!“

In Erinnerung an die Sponti-Zeit Anfang der 70er, an die Zeit der freien Liebe und der subtonalen Kompositionen:
„Afghanistan hieß damals noch Vietnam, und ich konnte es damals noch nicht auf meinem Kopf schneien hören.“

Eins noch, Thema freie Liebe:
„Da sagte Rudolf zu Heinz: Du, ich glaube, deine Frau betrügt uns!“

***Mehr lesen:
Die Kritik in AZ und AN (Druckausgabe 26. September 2009)

Die gut gemachte Homepage von Herman van Veen

Prinz Ben und Tina Rosina

Am Ende saßen die drei Stars in der Leseecke, Kinderbuchabteilung 1. Etage Mayersche Buchhandlung, und gaben Autogramme. Eine lange Schlange hatte sich gebildet, für Patricia Rabs, Jens Eisenbeiser und Karen Lauenstein war das sicherlich der schönste Lohn für eine wunderbare Theaterarbeit.

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Erst spielen, dann Autogramme schreiben: Theater für die Kleinsten bietet das DAS DA Theater mit der Uraufführung von „Prinz Ben und Tina Rosina“. Fotos: Wilfried Schumacher, Bernd Büttgens

„Prinz Ben und Tina Rosina“ war kurz zuvor im Forum M als mobile Premiere, nein Uraufführung, des DAS DA Theaters über die Bühne gegangen. Das neue Stück der Aachener Kinderbuchautorin Sigrid Zeevaert ist ein Schmunzelstück, das Appetit macht auf mehr. Ein Stück rund ums Essen, es dreht sich um fehlende Bewegung und um eine Begegnung, die alles auf den Kopf stellt.

Jens Eisenbeisers rollmopsiger Prinz Ben ist köstlich komisch, zu jeder Mahlzeit tischt Diener Frederick, den Karen Lauenstein unterwürfigst witzig spielt, prächtige Mengen feinster Spezialitäten auf. Der Rest ist futtern und warten – auf die nächste Mahlzeit. Das ist schon eine traurige und drollige Type, dieser Prinz.

Als die quirlige Tina, die Patricia Rabs so frisch und frech spielt, in Bens Leben wirbelt, ändert sich alles. Ben bemerkt mit einem Mal nicht nur, dass er kitzelig ist, er lernt auch den Spaß an der Bewegung in frischer Luft kennt. Und wenn er dann – fit for fun – aus seinem Speisesaal ein Fitnessstudio macht, schmeißen sich nicht nur die Kinder vor Freude weg. Tom Hirtz hat Regie geführt, Christoph Eisenburger sorgt für die musikalische Untermalung.

Alles in allem ein feiner Einstieg in die neue Saison des DAS DA Theaters. Bonbon obendrauf: Das Stück von Sigrid Zeevaert gibt es auch als knatschbuntes Bilderbuch. DAS DA-Ausstatter Frank Rommerskirchen hat es prächtig illustriert.

***Mehr lesen, mehr erfahren: Auf der DAS DA-Homepage.
Die Kritik in den Aachener Nachrichten.
Und die Kritik in der Aachener Zeitung.

Aachen, der Tag danach

Der Tag danach. So fangen die Geschichten gerne an, die am Tag danach (daher also die Formulierung!) geschrieben werden. Kommunalwahl in Aachen, ein neuer Oberbürgermeister ist gewählt, es ist Marcel Philipp von der CDU, und der ist glücklich. Klar. Dann die wackeligen Zustände im Rat – wer mit wem? Genau so etwas wird am Tag danach gerne thematisiert.

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Klenkes hoch! Das gilt natürlich auch für den neuen Oberbürgermeister Marcel Philipp. Sollte er noch Aachen-Nachhilfe für Einsteiger brauchen – was eher nicht der Fall sein wird, aber man weiß ja nie – so könnte er auf www.ioecher.de nachschauen. Übrigens ein Angebot für Neu-Öcher, aufgelegt von seiner Stadtverwaltung.

Das wirklich Erfreuliche ist das doch große Interesse an den Ergebnissen und Nachwirkungen dieser Wahl (trotz schmaler Wahlbeteiligung). Als am Wahlabend tausende User gleichzeitig den Liveticker von AZ und AN von der Wahlparty daueraktualisieren wollten, ging der Server in die Knie. Vorübergehend. Das Ergebnis des Online-Dienstes der Zeitungen am Morgen danach: Rekordzugriffe in der Wahlnacht.

Was heute zählt: Die Geschichten am Tag danach. Die AZ-Kollegen haben sich in den politischen Lagern umgetan, natürlich den neuen OB getroffen, der seine Zukunftspläne offenbart, vorab schon ein paar Auszüge auf az-web.de.

Auch die AN-Kollegen lassen den Malermeister Philipp die mögliche Farbenlehre erklären – auf an-online.de. Dass SPD-Kontrahent Karl Schultheis nicht glücklich ist, versteht sich. Und dass die Koalitionsverhandlungen nun Zeit in Anspruch nehmen, ist in den Geschichten, die vom Tag danach erzählen, gehobener Standard.

***Mehr lesen:

Bei der AZ: SPD bekennt sich zur Ampel

Überhangmandate lösen enorme Probleme aus

Locker und gelöst: Philipp startet in OB-Alltag

CDU mischt in Siegerlaune Kritik an Linden

Bei den AN: CDU und SPD melden Führungsansprüche an

Piraten kapern auf Anhieb den Stadtrat

Philipp: Rot-Grün birgt zu viel Konfliktpotenzial

Die Wahl in Aachen

Wir berichten bei az-web.de und an-online.de live von der Aachener Kommunalwahl. Live ab 18 Uhr bis die letzte Stimme ausgezählt ist. Freue mich über jeden, der mal reinklickt.
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Denn aktueller geht es nicht!

***Und nicht vergessen: Die Analysen und Ergebnisse morgen in den Druckausgaben.

ES WIRD SPANNEND.

Das Aachener OB-Duell: spannend

Dieser Kommunalwahlkampf hat doch auf der Zielgeraden richtig Fahrt aufgenommen. Ausgelöst natürlich durch die Infratest-Umfrage, die Karl Schultheis (SPD) und Marcel Philipp (CDU) in einem engen Kopf-an-Kopf-Rennen sieht. Da hatten schon viele gedacht, Philipp sei uneinholbar. Auf und davon.

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Wer wird Aachens neuer Oberbürgermeister? Im Alten Kurhaus gab es -moderiert von den AZ-Redakteuren Robert Esser (links) und Albrecht Peltzer (rechts) – am Donnerstagabend das letzte große Duell zwischen Marcel Philipp (2. v. links, CDU) und Karl Schultheis (SPD). Foto: az-web/Andreas Herrmann

Dass es spannend ist, und dass Kommunalpolitik eine Bedeutung hat, und dass es sich lohnt, den Parteien und ihren Kandidaten auf den Zahn zu fühlen, zeigte die AZ-Podiumsdiskussion am Abend im restlos gefüllten Ballsaal des Alten Kurhauses. Da war auf einmal Musik im Spiel, fair blieben die Kontrahenten dennoch. (Siehe Bericht über diese lebhafte Debatte im az-web oder in der Freitagausgabe in aller Ausführlichkeit.)

Spannend sind mit Blick auf Sonntag viele Fragen: Natürlich die spannendste: Philipp oder Schultheis? Wer wird Nachfolger von Jürgen Linden? In diesem Zusammenhang: Wie verhalten sich die grünen Wähler? Stimmen sie für Hilde Scheidt – was Schultheis als verschenkte Stimmen im rot-grünen Sinne wertete und damit für Zündstoff in der Debatte sorgte?

Wie hoch ist die Wahlbeteiligung? Dazu nur der Appell: Leute, gebt eure Stimme ab! Aachen kann euch nicht egal sein!

Wie könnten die Koalitionen im Stadtrat aussehen? Da war mit einem Mal viel Farbe im Spiel? Rot-rot-grün: Schultheis sagt nein. Rot-gelb-grün, die Ampel: FDP-Spitzenmann Wilhelm Helg ist da erstaunlich offen, obwohl ihm schwarz-gelb natürlich am sympathischsten wäre. Große Koalition, Jamaika – ach, warten wir es ab!

Bei allem wird es sich lohnen, am Sonntagabend die Wahlnacht in Aachen zu verfolgen. Das geht natürlich am besten über az-web.de oder über an-online.de – wir sind mit einem großen Team live am Start und freuen uns auf diese neue Herausforderung.

AKV-Ritter Rüttgers: Wer motzt?

Ist das eigentlich eine typische Öcher Eigenschaft? Gibt es das nur hier? Achtung, fertig: motzen!? Wahrscheinlich gibt es das überall, aber wir hier in des Kaisers Stadt sind schon ein bisschen Branchenführer, denke ich oft.

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Wenn Männer wie Honigkuchenpferde strahlen, ist was los in Aachen: AKV-Präsident Horst Wollgarten stellte am Abend NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (rechts) als neuen Ordensritter vor. az-web-Foto: Harald Krömer

Nun wurde also vor gut einer Stunde eröffnet, dass NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) den AKV-Orden „Wider den tierischen Ernst“ im kommenden Jahr (30. Januar) erhalten wird (siehe az-web.de oder an-online.de), und schon geht’s los. In Foren und auf öffentlichen Plätzen wird gemault, gefeixt, verurteilt, auch die ersten Beleidigung wurden schon gedroschen.

Darf man sich Gelassenheit wünschen? Darf man den Tipp geben: Erst reinschauen, dann urteilen! Abwarten und Tee trinken.

Man kann sich darauf verständigen, dass die Auswahl des AKV keine faustdicke Überraschung ist. Und wirklich originell ist sie auch nicht. Aber dem ursprünglichen Gedanken, Humor im Amt auszuzeichnen, kommt der Mann doch durchaus nahe. Ein Querdenker ist er in seiner Partei auf alle Fälle, was nicht zuletzt die jüngsten Auftritte im Wahlkampf (auch der am Abend in Aachen) beweisen. Und Spaß hat er am Karneval, schlagfertig ist er, und eine bekannte Nase obendrein.

Was man sich fragen darf, ist, ob es wirklich clever vom AKV ist, kurz vor der heißen Phase des NRW-Wahlkampfes den amtierenden Ministerpräsidenten zur besten TV-Sendezeit auszuzeichnen. Ganz egal, so kommentiert es AZ-Kollege Robert Esser in der Druckausgabe (Mittwoch Aachener Zeitung), schließlich gehe Rüttgers auch ein Risiko ein, weil sich schon mancher Politiker im AKV-Käfig kräftig blamierte. „Tut man nicht“ urteilt AN-Kollege Alfred Stoffels (Mittwochausgabe Aachener Nachrichten), er hält dem AKV Taktlosigkeit vor.

Ich freue mich immer über das Motto meines Blogs, weil es so oft Bestätigung findet: Entscheidend ist auf’m Platz. Das Urteil sollte danach fallen. Entspannt, gelassen, mit ein bisschen Spaß an der Freud‘.

Give a little bit oder so…

So, das haben wir jetzt davon: Supertramp ist nach all den Jahren wieder in unser Wohnzimmer heimgekehrt. Ein Abend mit Roger Hodgson im Aachener Kurpark – und die alten Sachen klingen wieder in den Ohren – und wollen nicht mehr raus.

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Roger Hodgson kam, spielte und trieb mich sehenden Auges in die Arme von iTunes… Foto: Andreas Herrmann (siehe auch seine Bildergalerie bei AZ und AN)

Aber was tun? Alle Supertramp-Hits stehen auf dem Speicher. Weil dort nämlich die Platten geparkt sind, wie auch der Plattenspieler, der aber nie ein wirklich guter war. Die Idee, das restlos verstaubte Ensemble wieder auf Vordermann zu bringen, habe ich ruckzuck verworfen.

Moderne Menschen schmeißen iTunes an und landen im Paradies: 150 Supertramp-Hits schlagen dem Kaufwilligen auf Anhieb entgegen, man hätte das Werk des Meisters und seiner Mitstreiter auch komplett herunterladen können. Fool’s Overture übrigens nur mit dem gesamten Album…

Hier die Playlist der Songs, die aktuell bei uns nun von morgens bis abends laufen. Bis wir sie nicht mehr hören können. So endete das damals übrigens auch…

Also: Babaji, Even in the Quietest Moments, Lord is it Mine, Crime of the Century, Hide in your Shell (das war tiptop im Park, Gänsehaut!), Goodbye Stranger, Take the Long Way Home, Breakfast in America, Dreamer, Give a little Bit (im Park galt auch kiff a little bit), It’s raining again, School und The Logical Song (das Highlight vor der Pause!).

Also, bis auf weiteres gefällt mir das so.