Das Aachen-Blog

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Roger Hodgson verzaubert Aachen

Es gibt solche Abende, an denen einfach alles stimmt: der feine Ort unter freiem Himmel, das dazu passende Sommerwetter, bestens aufgelegte Musiker auf der Bühne und der gut gelaunte Star im Rampenlicht.

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Großer Abend im Aachener Kurpark bei den Classix: Ex-Supertramp-Komponist und Sänger Roger Hodgson ist zu Gast. Großartige Bildergalerie mit Fotos von Andreas Herrmann bei AZ und AN.

Einen solchen Abend haben am Samstag tausende Supertramp- und Klassikfans im Aachener Kurpark erlebt: Roger Hodgson, Komponist und legendäre Stimme von Supertramp, verzauberte sein Publikum und entführte es in das Reich der wohltemperierten Erinnerungen. Überglückliches Dauergrinsen und rhythmisches Klatschen, treffsicheres Pfeifen und enthusiastische Jubelschreie begleiteten den Multiinstrumentalisten mit der Gänsehaut-Stimme durch sein Werk.

Am Ende wollten die restlos begeisterten Zuhörer den Weltstar gar nicht mehr gehen lassen. Was die Aachener zusätzlich beeindruckte: Da singt einer vom Regen („It’s raining again“) – und es bleibt trocken…

Alles, was recht ist: Veranstalter Christian Mourad und dem Sinfonieorchester Aachen unter GMD Marcus Bosch ist im Laufe kürzester Zeit mit den Kurpark Classix eine tiptop Veranstaltungsreihe gelungen, die immer größere Kreise zieht und eine prima Visitenkarte für Aachen ist.

Schon Freitagabend ging es klassisch mit einem Topprogramm los, auch die beiden Konzerte am Sonntag (für Familien am Morgen und die Last Night bezeichnenderweis’am Abend) versprechen allerfeinste Unterhaltung.
Aber der Superhit: all die Superhits von Roger Hodgson am Samstagabend. „Dreamer“, „School“, „Give a little bit“, „The logical song“, „Take the long way home“ – die Ohrwürmer längst vergangener Tage waren mit einem Mal wieder da. Perfekt harmonierten Hodgsons Band und das Orchester unter der Leitung von Daniel Jakobi – oder wie der Meister mehrfach sagte: Dänjel Djäkowbi.

Spaß hatten in dieser Nacht alle: die Fans auf der Tribüne und die daneben im Park, die Musiker, der sympathische Star, die Veranstalter. Es war ein perfekter Abend. Ein Abend, der nach mehr verlangt. Ein Abend, der ein dickes Kompliment an die Macher der Kurpark Classix ist.
Und ein Abend, der wohl etliche Besucher anschließend in Keller und auf Speicher führte, um den alten Plattenspieler und die Supertramp-LPs hervorzukramen.

Die anderen – da schau‘ ich gern mal rein!

Es gibt ja wirklich außerordentlich gut gemachte Blogs und Websites. Ich habe hier einfach mal – ungeordnet – ein paar aufgelistet, die mich immer wieder anziehen:

Fußball: Das Klügste, was der deutsche Fußball zu bieten hat. Das ist Fußballberichterstattung, wie ich sie liebe. Das Heft ist klasse und natürlich abonniert, aber der Online-Auftritt steht dem nicht nach. Schräg von der Seite, mal gegrätscht, mal elegant und diagonal gepasst, immer auf hohem Niveau: 11freunde

Alemannia: Die Homepage des Vereins. Herzensangelegenheit. Leidenschaft, die Leiden schafft – aber auch viel Freude. Kommt man nicht drumrum: Alemannia Aachen.

Aachen: Die Homepage der Stadt: informativ. Und seit neuestem eine Imageseite für Studenten und Wissenschaftler, die Aachen toll finden sollen: Aachen Emotion.

Düren: Wunderschönes Stadt-Blog, das gerade gestartet ist und viel verspricht: Mein Kollege Info Latotzki (Dürener Nachrichten) hat ein Düren-Blog mit dem schönen Titel „Düren spüren“ auf die Bahn gebracht. Sehr schöne Bilder, clevere und witzige Texte. Kompliment, Kollege!

Gut für Herz und Bauch: Herr Büttgens legt auch schon mal gerne ein Päuschen ein. Oder anders formuliert: Herr Büttgens isst auch gerne.
Zwei Häuser in Aachen und Umgebung möchte ich besonders herausheben, weil ich finde, dass sowohl Katja und Jim Deserno im Solchbachtal wie auch Holger Minks in der Brasserie Aix an der Burg Frankenberg nicht nur klasse Gastronomen, sondern auch bewundernswerte mutige und erfolgreiche Unternehmer sind.
Also: landhaussolchbachtal und Brasserie Aix

Theater: Wer hat schon zwei Freunde, die Intendanten sind? Ich habe sie und bin stolz auf die Männer.
Tom Hirtz und das DAS DA Theater, das er seit über 20 Jahren erfolgreich führt – und wo wir so manche Schlacht gemeinsam geschlagen haben.
Und Uwe Brandt, der in seiner ersten Saison das Grenzlandtheater führt und dessen couragierte und frische Ideen dem Haus spürbar gut tun. Also wenn Sie in Aachen ins Theater wollen, schauen Sie hier rein:
www.dasda.de und www.grenzlandtheater.de

Und hier ist meine Basis. Es gibt einfach keine schnelleren regionalen Nachrichtenkanäle, die dann auch noch so seriös und kompetent berichten. Aachener Zeitung mit az-web.de und die Aachener Nachrichten mit an-online.de

Andere Aachen-Blogger: derfriedri.ch, bürgerlich Friedrich Jeschke, macht’s auch. Durch und durch Alemanne, immer an den Aachener Themen, die ihn interessieren dran.

Kultiviert und geistreich: Was für die Rübe, kommunikativ, intellektuell, intelligent, interessante Meinung, starke Medienthemen, klasse aufbereitet von Miriam Meckel

Medienthemen: Ein Medienblogger, der seine eigenen Wege geht: Thomas Knüwer und sein Blog indiskretionehrensache
Wer noch mehr kritische Auseinandersetzung mit Medienthemen liebt, kommt an ihm nicht vorbei: Stefan Niggemeier

Irokese: Der populärste deutsche Blogger, der Mann mit dem roten Hahnenkamm und vielen Projekten, Twitterkönig und Topblogger: saschalobo

Aktuelles aus der Branche: Wer sich über Medienthemen kompetent informieren möchte, dem empfehle ich einfach zwei Seiten:
turi2 und www.meedia.de

Warum 7uhr15.ac?

Das ist doch wirklich eine gute und gerne gestellte Frage. Und die Antwort ist eigentlich ganz banal.

Also, es fing an, lass mal nachdenken: im September 2008. Ich war auf Dienstreise, früh unterwegs im Zug. Wir stoppten in Düsseldorf zwischen, es regnete, ich schaute noch etwas verschlafen und vor allem tief in Gedanken aus dem Fenster auf den Bahnsteig.

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Boh! Düsseldorf!

Links das Schild: Düsseldorf; rechts die Bahnhofsuhr: 7uhr15! Unfassbar ungemütlich. Und da habe ich gedacht: Eigentlich egal, wieviel Uhr es ist, in Düsseldorf möchteste nich‘ abgemalt sein…

Um wie vieles schöner und anders ist es da in Aachen!

Ich habe dann in der Tat ein paar Tage später einen sehr fies frühen Frühstückstermin in der Stadt gehabt, kreuzte den Markt, und er machte an diesem Tag seinem Namen alle Ehre: es war nämlich Markttag. Anders als in Düsseldorf – welch Wunder! – schien die Sonne, ich guckte auf die Rathausuhr, Sie ahnen es: 7uhr15.

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Jawoll, Aachen! (Foto: Andreas Herrmann)

Und als ich dann wiederum ein paar Wochen später endlich den Entschluss fasste, mein Aachener Heimatblog zu starten und über einen Namen nachdachte, fielen mir diese beiden 7uhr15-Geschichten ein. Und dass dann noch die Domainkennung ac hinzukam, machte die Sache richtig rund.

Das Leben kann so einfach sein!

In der Tat schreibe ich nun heute viele Blogstorys in der Frühe. Ich mag das sehr, in meinem Büro zu sitzen, über die Felder zu schauen, rüber zur Benediktinerabtei Kornelimünster (siehe auch Eintrag Heimatdichter) – und den Tag mit ein paar ermunternden, klaren Gedanken über meine Stadt und ihre Menschen zu beginnen.

Aachen ist eine unfassbare Fundgrube für schreibende, redende, fotografierende, filmende Leute – naja, wenn Sie das Blog kennen oder kennenlernen oder wenn Sie meine Zeitungsarbeit schon etwas länger verfolgen, werden Sie wissen, was ich meine.

Blog-Weisheiten

In der Rubrik „Weisheiten“ auf 7uhr15.ac stelle ich Sprüche ein, die mir besonders gut gefallen.

Bisher fand ich es dann immer schade, dass sie im Nirgendwo verschwinden, wenn ich sie austausche. Jetzt aber gibt es die Weisheiten-Seite. Und hier erscheinen auch wirklich nur die, die schon mal auf der Seite waren.

„Ihr fünf spielt jetzt mal vier gegen drei!“
(Fritz Langner, Trainer von Werder Bremen, 1967 bis 1969)

»Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.«
(Franz Kafka)

„Wenn du so gerne das Fähnchen schwenkst, dann such dir doch ’nen Job am Flughafen.“
(Erik Meijer in aktiven Zeiten zu einem Linienrichter.)

„Kampf, Begeisterung, Identität.“
(Die Forderung des neuen Sportchefs am Tivoli, Erik Meijer, für die Rückrunde.)

„Ich sag et dich, wenn ich en Arsenal wohnet, dann häu ich wahl en Dauerkaat.“
(Ich weiß, wer es gesagt hat)

„Jonge, do speälet et Trio, die Zweij, die macheten en Musik, dat wor einmalisch.“
(Weiß ich auch)

„Ich habe viel von meinem Geld für Alkohol, Weiber und schnelle Autos ausgegeben… Den Rest habe ich einfach verprasst.“
(George Best)

„Mein Problem ist, daß ich immer sehr selbstkritisch bin, auch mir selbst gegenüber.“
(Andreas Möller)

„Wenn wir hier schon nicht gewinnen können, dann treten wir ihnen wenigstens den Rasen kaputt.“
(Rolf Rüssmann)

„Schiri, siehste dat nich‘!? Deä is mich ständig am Trikot am Ziehen und am Profitieren!“
(„Deä“ war ich – und es ist schon lange her)

„Wenn du in der ersten Minute das 1:0 machst und in der letzten Minute das 2:0, dann kann dir nix mehr passieren.“
(Rudi Assauer)

„Ich muss das nochmal alles paroli laufen lassen.“
(Horst Hrubesch)

„Entscheidend is‘ auf’m Platz.“
(Sag ich auch immer.)

Entweder oder…

Das sind Fragen, auf die der Öcher klare Antworten findet:

Eiffelturm oder Weißes Haus?
Der Dom!

Gladbach oder Bayern?
Os Alemannia!

Stollen oder Lebkuchen?
Printen!

San Siro oder Nou Camp?
Der Tivoli!

Alpen oder Nordsee?
Lasst mich auf den Lousberg!
Und zwar schnell…

Lasst uns zwitschern!

Man kann sich der Magie dieses blitzschnellen Mediums kaum entziehen. „Was machst Du gerade?“ Das war vor drei Jahren die Frage, mit der der Internet-Infokanal twitter.com startete.
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Ein öffentlich einsehbares Tagebuch war entstanden, ein sogenanntes Mikro-Blog. Denn in maximal 140 Zeichen
erzählten die Pioniere dieses sozialen Netzwerkes wie bei einer SMS davon, dass die Wurst auf dem Grill liegt, das Wochenende sonnig werden soll oder ein Schalke-Aufkleber am Autoheck eine herbe Belastung sein kann.

Derartig gestaltete Tweets (so heißen die „gezwitscherten“ Nachrichten) gibt es auch heute noch. Grundsätzlich hat sich die Qualität der gezwitscherten Nachricht jedoch deutlich geändert. Heute kommt man bei Twitter – wenn man das Angebot entsprechend auf die eigenen Bedürfnisse fokussiert – einerseits verblüffend schnell an aktuelle Neuigkeiten,
andererseits im extrem meinungsfreudigen Dialog in Kontakt mit interessanten Leuten vor Ort, bundes- oder weltweit.

In 140 Zeichen kann man erstaunlich präzise Gedanken, Urteile oder Infos formulieren und auf manch Lesens- und Staunenswertes über den entsprechenden Link hinweisen.

So wagen wir die These: Twitter ist eine Erfolgsgeschichte, die sich durchsetzen wird. Es ist eine neue Spielart der modernen Kommunikation, ein Paradebeispiel für die Wirksamkeit des Web 2.0.

Und gleichzeitig ist Twitter aber auch ein Synonym für den Zustand der Medien, die sich im Zeitalter der Digitalisierung neu positionieren und neu erfinden – und doch noch keine Antwort auf die Frage haben: Wie kommunizieren wir in der Zukunft? Welche Idee setzt sich durch? Welches Konzept ist auch wirtschaftlich interessant?

Auch wir Zeitungsleute diskutieren diese Themen mit Vehemenz. Für uns ist Twitter eine gute Möglichkeit, die Wege der modernen Informationsbeschaffung – und ihrer Kommentierung – zu erforschen. Und zu staunen, was da abgeht. Lassen Sie uns zwitschern: www.twitter.com/buettgens – ganz einfach.

***Mehr lesen: Informatives und Wertendes über Twitter von René Martens im Rheinischen Merkur und von Holger Schmidt im Faz.net

***Twitter-Empfehlungen: Aachen journalistisch: Mullefluppet – eher literarisch: Jo Silberstein – nah an der Alemannia: news5_alemannia – medienpolitisch analytisch: holgerschmidt – der Kulttwitterer: saschalobo

Die Rabentalwiese lädt zum Träumen ein

Wer es an Abenden wie diesem oder Morgen wie dem morgigen einsam und idyllisch liebt, dem sei die Rabentalwiese von Herzen empfohlen. Im Schatten des Klinikums gelegen, hat der Botanische Garten e.V. Aachen dieses Stück Landschaftsschutzgebiet wunderbar aufbereitet. Trampelpfade sind mit dem Rasenmäher in die wilde Wiese geschnitten worden, an den Wegesrändern gedeihen die Apfelbäumchen, die die Bürgerstiftung Lebensraum Aachen Öcher Kids spendiert hat – auf dass es ihnen in dieser Stadt gutgehen möge.
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Ein idyllisches Fleckchen Aachen im Schatten des Klinikums: die Rabentalwiese.

Eine kleine Attraktion ist der Weiher am Ende der Wiese. Wer auf den Grassofas dort Platz nimmt und ein wenig still verweilt, dem führen die Schwalben vor, was ein richtiger Bauchplatscher ist. Mit tollkühnem Schwung und gespannten Flügeln stürzen sie aus luftigen Höhen ins Wasser, touchieren die Oberfläche und jagen dann wieder nach oben. Ob sie juchzen oder jauchzen war nicht genau zu hören.
In der Tat ein schönes Fleckchen Erde diese Rabentalwiese, in der Tat ein bisschen versteckt hinter Gut Melaten und Kaiser Karls Gärtchen.
Nicht dass jetzt alle gleich losrennen, dann ist es mit der Idylle vorbei. Fällt mir am Ende dieses Beitrags gerade ein…

DAS DA Theater mit Rekordjahr

Aus gegebenem Anlass ein Interview mit dem Leiter des DAS DA Theaters, Tom Hirtz, zum Ende der Spielzeit 08/09. Er blickt auf ein Rekordjahr für das freie Ensemble zurück.

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Hat Grund zur Freude: DAS DA-Chef Tom Hirtz

Bis zum 26. Juli läuft noch “Der tollste Tag” auf der Burg Frankenberg, dann geht die DAS DA-Saison zu Ende. Wie fällt dein Fazit für 08/09 aus?
Hirtz: Wir sind sehr zufrieden. Gestern haben wir mal bilanziert und sind auf Rekordzahlen gekommen, die uns selbst erstaunt haben: Über 300 Vorstellungen haben wir in dieser Spielzeit angeboten. Mike Kühne hat allein sein Solostück “Escape” 90 Mal gespielt, davon 50 Mal mobil in Schulen.

Die Mobilität entwickelt sich immer stärker zu einer Stärke des DAS DA Theaters.
Hirtz:
Ja, absolut. Das trifft vor allem den Kinder- und Jugendtheaterbereich. Wir wollen diesen Sektor künftig gesondert ausweisen. Denn feststeht natürlich: Die Nachfrage ist groß, der Umsatz in diesem Bereich aber natürlich entsprechend gering, weil wir schließlich nicht den Kindern und Eltern das Geld aus der Tasche ziehen wollen und können. Dieses Thema ist folglich ein kulturpolitisches, da pochen wir auf eine Entscheidung.

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Mike Kühne: Geheimnisumwittert auf der Burg im „Tollsten Tag“, viel beschäftigt in seinem Solostück „escape“, das er 90 Mal spielte.

Noch zwei Wochen “Der tollste Tag” – wie fällt deine Bilanz aus?
Hirtz:
Das Stück kommt sehr gut an, wir selbst sind aber auch sehr glücklich damit. Es ist schön, wenn man das Gefühl hat, ein künstlerisches Highlight gesetzt zu haben. Die Mannschaft ist hochmotiviert, die Resonanz der Zuschauer entsprechend. Großartig ist aber vor allem, dass wir uns schon jetzt auf die neue Spielzeit vorbereiten und freuen.

Gutes Stichwort, was reizt dich im Programm der neuen Spielzeit?
Hirtz:
Eigentlich alles. Ich freue mich sehr auf all die Ur- oder Erstaufführungen. Das sind schon besondere Herausforderungen, weil es keine Inszenierungsmodelle für solche Stücke gibt. Die entstehen im Austausch mit den Autoren, mit den Darstellern, mit Bühnen- und Kostümbildner, man tastet sich heran.

Du hast eine Reihe neuer Leute im Ensemble.
Hirtz:
Ja, das ist auch ein sehr positiver Effekt. Die Mischung zwischen alt und neu stimmt, wir bieten den Zuschauern neue Gesichter und wir selbst profitieren auch von der Erfahrung und der Spielweise der Neuen. Bei allem soll DAS DA Theater seinen Stil bewahren und doch nicht voraussehbar sein.

***Mehr lesen und Karten – etwa die Resttickets für die Burg – buchen: www.dasda.de

Aktuelle Aachen-Lesetipps

Unfassbares Wetter in des Kaisers Stadt. Was bleibt? Nicht das Schlechteste: lesen!
Wer in drei richtig gute Zeitungsstorys aus Aachen surfen möchte, dem sei das Folgende empfohlen.

Zum Schmunzeln:
Öcher Platt bei der Roten Flotte verpönt ist ein wunderbares Lesestück, in dem Werner Breuer aus der AN-Lokalredaktion Aachen-Stadt die Überlegungen thematisiert, künftig in den Bussen der Aseag die Haltestellen in Öcher Platt ansagen zu lassen. Was in Köln und München wohl funktioniert, wird in Aachen eher kritisch gesehen, zumindest bei den Chefstrategen im Reich der großen roten Diesel. Schade: Niekste Stopp, Keijserpläij – also mir hätte das gefallen.

Zum Staunen
Acht, vier oder zwei Millionen? Dieser Frage geht unser Sportchef Christoph Pauli in AZ und AN nach und kommt zu dem verblüffenden Ergebnis, dass eigentlich gar nichts klar ist. Ob das Riesentalent Lewis Holtby jetzt tatsächlich zu Schalke oder sonstwohin wechselt, steht noch in den Sternen. Oder bleibt er am Ende gar am Tivoli? Pauli fragt nach – und Sportdirektor Bornemann würde sich über mehr Bewegung in der Angelegenheit freuen.

Zum Diskutieren
Viel zu wenig Gesamtschulplätze! Das beklagen tausende Eltern in NRW! Verhindert die Landesregierung mit aller Macht die Gründung neuer Gesamtschulen? Ist das sinnvoll? Beugt die Politik den Elternwillen? Rund 250 Kinder haben in Aachen nun schon im zweiten Jahr in Folge keinen Gesamtschulplatz gefunden. Und in Sankt Augustin, stellen unsere Redakteure Marlon Gego und Thorsten Karbach heraus, haben in einer Umfrage 64 Prozent aller Eltern angegeben, dass sie ihre Kinder an der Gesamtschule anmelden würden – wenn denn die Plätze zur Verfügung stünden. In der Weiterdrehe auf der Regionseite der Tageszeitungen prallen die unterschiedlichen Haltungen aufeinander. Ein aufschlussreiches Stück.

Die Frage: Welche Tonne wann?

Niemals, niemals werde ich damit klar kommen. Und mit keinem anderen Thema kann ich mich selbst und die Nachbarn derart auf Trab bringen wie mit diesem: mit der falschen Mülltonne! Ist das nun eine Aachener Spezialität? Oder gibt es das überall im Land des sorgsam getrennten Abfalls?
Ich habe es mir mehrfach durch den Kopf gehen lassen, aber nichts verwirrt den Eigenheimbesitzer so sehr wie die Frage: Welche Tonne wann?

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Wollen Sie herausfinden, ob es Ihren Nachbarn ähnlich geht, dann sollten Sie, Beispiel jetzt, die blaue Tonne an einem frei bestimmten Abend aus Spaß an der Freud‘ an den Straßenrand bugsieren. Danach sollten Sie sich in der ersten Etage ans Fenster setzen und vorsichtig Ausschau halten: Jede Wette, es dauert keine fünf Minuten, und der Nachbar zur Linken zieht nach. Gegenüber sieht sich der Nächste am Zug, schließlich schiebt auch der Hausbesitzer zur Rechten das blaue Gefäß an die Fahrbahn. Das ist der, der sich ohnedies blind – und das seit Jahren – auf Ihre Entsorgungsbehältnisentleerungskompetenz verlässt.
Ich hab’s mir überlegt, ich plane nun den großen Coup: nämlich an einem Freitag, der eigentlich unser angestammter Mülltag ist, die blaue (monatlich, Papier), rote (14-täglich, Restmüll) und grüne (wöchentlich, Öko) Tonne nebeneinander auf den Straßenbegleitstreifen (Bürgersteig gibt es bei uns nicht!) zu wuchten. Und dieses Ensemble werde ich dann noch mit gelben Säcken (14-täglich, Plastik) gestalterisch ansprechend drappieren. Ich muss ergänzen, dass es 1. diese Tonnenkombination bei uns daheim überhaupt nicht gibt und 2. in besagter Woche ein Feiertag sein wird, so dass die Müllabfuhr erst samstags kommt.

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Das Ergebnis stelle ich mir so vor: Im ganzen Viertel macht sich sehr schnell eine Form von hektischer Betriebsamkeit breit, mit dem Resultat, dass doch eine beachtliche Menge von Tonnen aus dem Hinterhalt ins Licht gezogen wird – und vereinzelt soll dann auch das volle Sortiment, ganz meinem Beispiel folgend, zu bewundern sein…
Ja, so kommt Bewegung ins Dorf.
So viel zu den Zukunftsplänen. Die Realität ist härter: Am Samstag hat es mich selbst erwischt – und deshalb komme ich wohl auch auf die Idee, das hier aufzuschreiben. Ich wurde geweckt von der Müllabfuhr, die in einem Höllentempo mit heißen Reifen durchs Viertel brauste, um die nur vereinzelt platzierten Tönnchen zu leeren. Die meisten roten und grünen Eimer standen – vergessen und voll – in den Garagen. Die Feiertagsregelung gehört auf den Müll!
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Ich habe mir die rote Tonne ins Auto gepackt und bin hinterher gefahren. Drei Straßen weiter habe ich die Jungs mit der orangenen Müllkutsche gestellt. Sie haben zugegeben, dass die berühmte Frage – welche Tonne wann? – bisweilen erheblichen Einfluss auf ihren Feierabend haben kann…

****Mehr lesen: Der Abfallkalender der Stadt Aachen ist wirklich gut gemacht!