Das Aachen-Blog

Schlagwort: Aachen (Seite 36 von 51)

Die Vier Amigos haben auch Paul Pooetz heute Abend für den CHIO nominiert

Die Augen der Welt richten sich heute wieder auf die Aachener Soers. Der Fußball hat Pause, gut so, man kann auch mal zwei, drei Tage ohne Tore und böse Fouls leben.

Menschen aller Herren Länder blicken also gebannt auf das Weltfest des Pferdesports – und alles, was damit einhergeht.

rene
Ja, auch er ist heute Abend in der Soers am Start: der in Aachen weltbekannte Sänger Paul Pooetz. Jedes dreigestrichene C erreicht er mit seiner Mordsstimme spielend leicht, aber den sonstigen Gepflogenheiten des Show-Business scheint er eher nicht gewachsen.

Ja, die Aachener Soers. Dort geht es ab heute um den gestreckten Galopp, um (Bier-)Oxer, es geht um Tempo, Rasse, Klasse, Zeit, clear in the first round, es geht um die wahre Freundschaft zwischen Tier und Mensch. Und – wie könnte es anders sein – um die Verbindung der Menschen untereinander.

Und so gelangen wir nach der etwas langwierigen und umständlichen Einleitung zum Kern dieses Beitrags: Verbundenheit, Wärme, Nähe, gute Laune – das ist in Aachen eine Angelegenheit für die Vier Amigos. Und dieses – den meisten wohl eher aus dem Karneval bekannte – Quartett (die Herren Brandt, Brandt, Beuel und Ritterbecks) werden am heutigen Dienstagabend ein Konzert geben.

Aufschreiben, merken, hinkommen, mitfeiern: 19.30 Uhr, Soerser Winkel auf dem Turniergelände bei den Aachener Nachrichten. Eintritt frei.

Und die Amigos haben sich Freunde eingeladen: Jupp „the Voice“ Ebert, Ägid Lennartz, den designierten Prinz Karneval Alwin Fiebus – und als Moderator darf ich durch dieses Bühnenprogramm des Frohsinns führen.

Schön wird das.

:DD Zur Einstimmung und zum Mitsingen ein Stück Hausmusik, das bestgeklickte Audio-Podcast auf 7uhr15.ac ever!

amigoauf
Die Amigos (ganz rechts der Technik-Amigo Jürgen Vreydal)

1D-Analyse: Und in der 96. Minute fragt ARD-Lufen besonders feinfühlig nach

Da hast du das Spiel verloren. Der Schweini liegt noch ein paar Meter vorm Mittelkreis auf den Knien, Mertesacker und Bierhoff sitzen schweigend auf der Bank, das Tornetz ist verbeult, weil Puyols Kopfball wirklich ein Knaller war – da holt sich der Kapitän mit Tränen in den Augen die Höchststrafe ab.

96. Minute, die ARD schlägt zu. Dazu heute die 1D-Analyse:

spanien3

Philipp Lahm lässt sich von Claus Lufen interviewen! Und der will am Ende eines wirklich erhellenden Feldinterviews, das schon mit der unfassbar blöden Frage „Ist das ein Riesentraum für Sie, der da geplatzt ist?“ begonnen hat, auf feinfühlige Art wissen, was sich nach einem verlorenen Halbfinale ja auch aufdrängt: „Und wieviel Lust haben Sie jetzt auf das Spiel um Platz 3?“

Respekt vor dem WM-Kapitän, dass er da die Ruhe bewahrt: „Überhaupt keine!“, sagt er und geht mit einem betrübten Nicken ab. Auch eine solche kontrollierte Reaktion spricht für diese Mannschaft.

Ich sag’s mal so: Jogis Jungs, diese sympathischen, jungen Botschafter unseres Landes, haben einen Megajob gemacht – und haben heute gegen die beste Mannschaft der Welt (was sich am Sonntag beweisen wird) verloren. Punkt.

Merssi Männer, für die schönen Stunden, die ihr uns mit eurem klasse Fußball und euren frischen Auftritten beschert habt!

Und jetzt freuen wir uns auf Samstag, auf das Spiel um Platz 3. Lahm wird das heute auch so sehen.

Claus Lufen, der später am Abend tatsächlich noch Oliver Bierhoff gefragt hat, wie es denn tief drinnen aussehe, wird nachhaken. Garantiert.

*** Mehr zu den 1D-Analysen auf 7uhr15 in dieser Geschichte des Tagesspiegels

Ein kleiner Dialog zu den anhaltenden Feierlichkeiten und zum 74er-Gefühl

bernd :p 7uhr15: Was macht die Stimme, Chefreporter?
oli :yes: 7uhr15: Benötige endlich meine Spesen, um Salbeibonbons (Großpackung) zu erwerben. Zu häufiger Torjubel!!!

bernd :p 7uhr15: Bin auch heiser, stell dich nicht so an! Merkt man beim Schreiben eh nicht. Was stimmt: Wäre heute auch nicht dazu in der Lage, das kurzzeitig geplante Audio-Podcast „Magisches Zweieck – die Sonderausgabe vor dem Halbfinale“ mit dir aufzunehmen.
oli :yes: 7uhr15: Das wäre eh zu gefährlich. Wegen Aberglauben und so. Das nächste Ding können wir erst nach dem Finale machen. Aber dann richtig, mein lieber Cheffe!

lange
Endlich mal ein Dialog über die deutsche Fußball-Nationalelf. Doch die Quintessenz ist entscheidend: Oli hat so ein 74er-Gefühl…

bernd :p 7uhr15: Okay. Zwei Worte zum Spiel gegen die Gauchos: Maradona tat mir am Ende sogar leid.
oli :yes: 7uhr15: Das sind erstens sieben Worte und zweitens doch wohl nicht dein Ernst!? Ich konnte seine Tränen sooo gut sehen. Ich frage mich aber immer noch: Wenn Diego Gott ist – immerhin ist dessen Hand ja mit dem unförmigen Körper des einstigen Weltklassefußballers hinreichend fest verbunden, also muss der Rest ja auch Gott sein -, warum bekreuzigt er sich ständig und hält einen Rosenkranz in der Hand? Er könnte doch ganz einfach mit sich selber reden, oder?

bernd :p 7uhr15: Ach, der Diego. Wir sagen in Aachen gerne och härrm! Hat ja jetzt Zeit, sich göttliche Gedanken zu machen. Seinem Land täte er einen Gefallen, wenn er sich nun endgültig von der Fußballbühne verabschieden würde. Aber was juckt uns der kleine Mann mit dem Bart, wir haben ganz andere Themen: Schweini, dieser Riese! What a man!
oli :yes: 7uhr15: Einfach genial, das alte Lachsgesicht. Und der kleine Philipp, und der große Merte – und unsere Tormaschine: der einzigartige Miro! Er will übrigens nicht in das Rubelparadies Russische „Gazprom“-League wechseln wie der große Wunderstürmer aus Buer…

bernd :p 7uhr15: Gut so. Ich liebe diese Mannschaft, volle Identifikation! Da braucht’s keine Stinkstiefel. Vermutlich ist das ja ein entscheidender Faktor in diesem Gesamtkunstwerk. Wie geht das jetzt weiter, Chefreporter? Die 11FREUNDE schreiben: „Nehmt jetzt bitte die DVD raus und zeigt uns die wahre WM!“
oli :yes: 7uhr15: Geschichte wiederholt sich, lieber Freund. Also entweder k.o. im Halbfinale gegen die Iberer oder ein Sieg im Finale gegen die Elftal. Ich persönlich habe ja das gute 74er-Gefühl. Das bedeutet Sieg durch ein Müllertor…

bernd :p 7uhr15: Schrittchen für Schrittchen, mär heusch! Aber ganz ehrlich, boh, ich würde so gerne Weltmeister!!!
oli :yes: 7uhr15: Ich hab ja schon alles erreicht in dem Sport (Doppelweltmeister 74 und 90 ), dreifacher Europameister (72, 80 und 96) und Herbstmeister in der Kreisliga B in der Saison 84/85 mit Eintracht Kornelimünster. Aber für die jungen Leute würd´ich mich schon freuen…

*** Und auf Seite 2: Die Momentaufnahme mit Chefreporter Oli!

Der Ritual-Check zum Viertelfinale

Okay, Samstag, 16 Uhr, Deutschland-Argentinien. Eigentlich kann nichts schiefgehen, wenn… – und hier wird es spannend. Wenn…

1)…
ich das Fritz-Walter-Gedächtnistrikot trage, ungewaschen seit dem Australien-Spiel!

2)… ich die grüne Cargo-Cordhose trage, die – zugegeben – ein bisschen warm ist in diesen Tagen, aber Hauptsache, wir gewinnen!

3)… wir zu Hause gucken, weil Nationalmannschaftsspiele Heimspiele sind.

4)… Gummibärchen auf dem Tisch stehen und ich alle roten bekomme.

5)… meine Schwiegermutter auf dem Sofa sitzt. Das klingt jetzt komisch, ist aber wichtig. Weil sie war ja auch bei den anderen Siegen dabei. Und auch wenn sie Fußball eigentlich nur periphär mag – da muss sie jetzt durch.

6)… ich morgens zwei Körnerbrötchen mit Frischkäse und selbstgemachter Erdbeermarmelade esse.

7)… 

*** Stopp! Wieso soll ich jetzt alle meine Rituale verraten! Vielleicht habt ihr ja auch welche?! Würde mich brennend interessieren – denn irgendwie müssen wir die Zeit bis Samstag doch totschlagen… Es sei denn, es gehört zu euren Ritualen, eure Rituale nicht zu verraten. Dafür hätte ich Verständnis.

Also, wie auch immer: Im Kommentarfeld ist reichlich Platz!

Abhängigkeitserkrankung

„Bei vielen Fans sind während dieser vier Wochen die sonstigen Lebensaktivitäten sehr eingeschränkt. Das stellt ein Grundmerkmal einer Abhängigkeitserkrankung dar.“

Suchtexperte Michael Klein, Professor für Sozialpsychologie, Köln, zur Fußball-Abhängigkeit, ausgelöst durch die WM. (AZ, 30.6.10)

Ich denke, dass ich da nicht gefährdet bin. Gestern, den ersten spielfreien Tag bei der WM, habe ich an der frischen Luft verbracht. Frei in den Gedanken, keinesfalls vom Trieb gesteuert. Das Foto auf Seite 2 dient als Beweis für eine entspannt gestaltete Mittagspause, nach der auch der Professor gesagt hätte: Nein, Herr Büttgens, Sie haben alles im Griff!

SEITE 2

Mit dem Fahrrad über die Marterstrecke

Mir ging gerade eine so schöne Geschichte fürs Blog durch den Kopf.

Jetzt ist sie weg.

Und die Schuld daran trägt der Volltrottel, der in Aachen solche Straßen baut:

viktoriastraße

Viktoriaallee, einmal mit dem Fahrrad von Herz Jesu runtergebrettert – und in deinem Kopf ist Wüste. Nix mehr drin. Nun mag da im einen oder anderen Fall kein großer Schaden entstehen, aber bei mir jetzt, wie gesagt, bei mir ging da gerade von rechts nach links, von oben nach unten so eine schöne Geschichte durch die Windungen. Rumms!

„Hatte ja eh wieder mit Fußball zu tun“, sagte meine Frau, als ich ihr davon erzählte, und es klang kein bisschen bedauernd, ja schmerzlindernd, ich meine sogar, eine Spur Erleichterung in den tieferliegenden Tönen gehört zu haben. Ejal.

Aber jetzt mal unter uns: Wer ist für solche Straßen im angeblich so fahrradfreundlichen Aachen, genauer im ach so fahrradfahreraffinen Frankenberger Viertel zuständig?

*** Was ist das? Das Ergebnis eines Praktikantenausflugs des städtischen Bauhofs? Eine Musterkollektion vom Hagebaumarkt, mach dein Ding oder genauer: Guck mal, was für unterschiedliche Straßenbeläge wir im Angebot haben? Schotter, Kies, Splitt, Teer, Beton, am besten von allem ein bisschen…

Ist es am Ende ein Überbleibsel des TV-Knallers „Aachen nach dem Krieg“? Das Resultat der Projektwoche in der Pfarre Herz Jesu, wo sich die Ü60-Frühschichtgruppe das Thema „Töpfern mit Teer“ ausgesucht hat?

Und guck mal, Viktoriaallee ein Stückchen weiter runter:

viktoriaallee

Hier schließt sich der Flickenteppich zu einer dann doch eher einheitlichen Buckelpiste. Der Teststreifen des Instituts für Kraftfahrwesens der RWTH? Die „Marterstrecke“, von der früher i-hi-hi-mm-mm-er samstags im WDR 2-Fahrtest gerüttelt und geschüttelt gesprochen wurde? Fahren Sie bitte vorsichtig. Immer!

Vielleicht ist das Ganze ein Gemeinschaftsprojekt des Frankenberger Viertels, das man sich – grundsätzlich und gruppendynamisch jetzt – beim Kunstrasenkauf in Kornelimünster abgeschaut hat. Wenn die Stadt schon nichts mehr zahlt, kaufen sich die Bürger für eine kleine Spende ein Stückchen Teerdecke – und irgendwann wird ne richtige Straße daraus.

Aber das wollte ich ja eigentlich alles gar nicht schreiben. Mensch, wie ging noch mal die Geschichte, die mir durch den Kopf ging, als ich…

Yes, we can!

Yes, we can! So hallt es durchs Land. Und hoppla, they can! durch die Fußball-Welt.

Zauberfußball, Tempofußball, kombinationsstark, ballsicher, aggressiv, präzise, ein Fest fürs Auge.

DSC_0001

Nehmen wir in der beliebten 1D-Spezialanalyse hier auf 7uhr15.ac als ein grandioses Beispiel deutscher Fußballkunst den Konter zum 3:1 in der 67. Minute:

Was mit einem phantastischen Seitenwechsel von Müller auf Schweinsteiger beginnt, von Schweinsteiger aufrecht, robust und zielstrebig nach einem Solo mit einem Zuckerpass fortgesetzt wird, vollendet Müller selbst mit einem beherzten Knaller ins kurze Eck.

Mehr davon, Jungs! Wir freuen uns auf Samstag. Maradona? Kommen lassen, sagt mein lieber Kollege Tom, der sich als FC-Fan wie Hulle über ein Prinz-Poldi-Tor freut. Auch an solchen Tagen können Bayern-Fans gönnen…

*** P.S., Achtung Schmunzelecke: Ich liebe die großen Geschichten, die nur der Fußball schreibt. Dieser Lattenknaller von Lampard! Also aus meiner Perspektive war der nicht drin. Genau so wie das Ding von Wembley ’66 nicht drin war…

*** Das Ding wird noch ein Hit! Singt mit mir ein kleines Lied:
:DD Hier der offizielle 7uhr15-WM-Song „Lass Schweini ran!“

Die 1D-Analyse: Mesut Erlözil!

Nicht mit fremden Federn schmücken! Diese wunderbare Überschrift „Mesut Erlözil“ gehört voll und ganz dem Liveticker der 11Freunde, der eben so krank wie wunderbar das Spiel gegen Ghana nacherzählt.

Dazu passt natürlich – und das wiederum ist Eigentum dieses Medienhauses – die dritte Ausgabe des neuen 7uhr15-Analysetools. In der heutigen exklusiven 1D-Grafik wird das Tor von Mesut Özil in der 60. Minute messerscharf seziert. Inklusive: die Reaktionen der Kollegen und des Trainers:

DSC_0003

Hyballa. Der neue Trainer im Video.

So, das gucken wir uns jetzt mal ganz in Ruhe an. Das ist Peter Hyballa, der neue Alemannia-Trainer:

http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/14957308001?isVid=1

Und dann komme ich zu dem Schluss, dass wir auf diesen Trainer gespannt sein dürfen…

Video auf www.az-web.de und auf www.an-online.de – produziert von www.centertv.de

*** Noch mehr über Peter Hyballa (Bilder, Texte, Fotos, Videos) auf www.az-web.de und www.an-online.de

*** Und sehr lesenswert: Die Berichterstattung in der Dienstag-Druckausgabe von AZ und AN.