Das Aachen-Blog

Schlagwort: Oche (Seite 22 von 24)

Hoppla, da sind wir wieder

Heute Morgen mache ich also die Tür vom Wohnmobil auf und bin gespannt – wie eigentlich an all den anderen Morgen der zurückliegenden Wochen –, wohin uns denn die Urlaubslust, der freie Wind, der freie Wille gestern verschlagen hat.

Ja, manchmal ist die Erinnerung an die so sachte verstrichenen Tage im Urlaub nicht ganz so einfach. Und wenn man sich treiben lässt durch diese freie Zeit – heute hier, morgen da, übermorgen Gott weiß wo – kann man auch mal die Orientierung verlieren.

Auf jeden Fall: Tür auf – än wat es dat? Et Mönster!?

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Saukäs! Kommt emal kucken, Kinder! Oes noch! Oche!

Also, was ich nur sagen wollte: Wir sind wieder da. Der Urlaub,dieser hurtige Geselle, hatte es diesmal – wie ich finde – sehr eilig.

Ävver iehrlich, ich fröi mich nu van Hazze op Oche än ming Öcher!

***P.S. Haben wir was verpasst? Hörte von grandios gut aufgelegten Alemannen! Das würde mir den Wiedereinstieg sehr erleichtern…

Ballack-Trostgedichte – für die Ohren!

EXTRA +++ MAGISCHES ZWEIECK +++ EXTRA +++ MAGISCHES ZWEIECK

Da ist das Ding! Feinste Lyrik, in den Hobbykellern der Stadt geschmiedet und gedrechselt, heute mit einer Verneigung vor dem an Leib und Seele verletzten Kapitän unserer Nationalelf als Audio-Podcast veröffentlicht:

Die Trostgedichte für Michael Ballack, wunderbare Werke, die nach einem Aufruf hier auf 7uhr15 entstanden sind, kennen nur eine Botschaft: Nein, du musst nicht weinen, Capitano !

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EXTRA +++ MAGISCHES ZWEIECK +++ EXTRA +++ MAGISCHES ZWEIECK

Das „Magische Zweieck“, ansonsten für den scharf geschlagenen verbalen Doppelpass in Sachen Alemannia Aachen gefürchtet und geliebt, hat sich spontan im Tonstudio des Medienkonzerns 7uhr15.ac eingefunden, um die gesammelten Gedichte der User und Ballack-Freunde zu vertonen.

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Mit dabei: Die Dichter Stefan Hansen (links) und René Brandt (Mitte). Und der Capitano (rechts. Klar).

Bei einigen Gläschen frischgeschlagenem Eierlikör entstand dieses Tondokument, das Michael Ballack über das Schlimmste hinwegtrösten mag.

Und hier geht es zur Autorenlesung „Wir dichten Trostpflaster für unseren verletzten Kapitän“

EXTRA +++ MAGISCHES ZWEIECK +++ EXTRA +++ MAGISCHES ZWEIECK

Und tiefes Heimweh packte mein Herz

Als ich dieser Tage mal wieder mit dem Zug durch Düsseldorf rollte und schlagartig merkte, wie weit ich nun schon von der Heimat entfernt war, da packte ein erster Anflug von Heimweh mein Herz.

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Düsseldorf – siehe auch „Warum 7uhr15.ac?“

Als diese Fahrt dann noch weiterging, durch das Vizemeisterruhrgebiet Richtung Hauptstadt, hinter der ja bekanntlich die russische Tiefebene beginnt, kurzum als ich so weit weg von zu Hause war, da schoss mir reflexartig und dankenswerterweis‘ dieses Lied durch den Kopf, das mich an einen schönen Winterabend in Burtscheid mit den Kameraden erinnerte – vor allem aber an die geliebte Heimat.

Und ich muss es jetzt noch mal hören – und wer mithören möchte, dem sei dies ausdrücklich vergönnt:

:DD Ein schönes Stückchen über die Heimatstadt – aus’m jut sortierten Archiv nach vorne jekramt.

*** P.S.: Die Männer von eventac, Veranstaltungstechnik aus Aachen, die die Songs unseres Volksmusik-Projekts bearbeitet und in handliche mp3-Dateien gepackt hatten, haben mir gestern eine CD mit allen Liedern aus der Reihe überreicht.

Und als ich besagtes „Wenn övver Oche“ im Autoradio anspielte, leuchtete auf dem Display der Titel „Männer va Oche“ auf. Wunderbar! Männer va Oche.

Dabei nun wiederum musste ich an Agathe Bauer denken. Kennen Sie nicht?

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Der Lousberg, himmlisches Teufelswerk

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Da unten liegt er, ein (Tal-)Kessel buntes Aachener Leben. Schön anzusehen ist sie von hier oben: die alte, die ewig junge Stadt. Eine Herzensangelegenheit.

Dass der Berg Teufelswerk sei, sagt die Legende. Ein paar Säcke Sand hat demnach der alte Krippekratz, von einer Marktfrau tapfer gelinkt, an dieser Stelle frustriert und ausjesprochen wöss hingekippt.

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Es sollte seine Rache an den luesen Öchern werden, weil sie ihm beim Dombau für seinen Baukredit eine Wolfsseele untergejubelt hatten, wir kennen das…

Teufelswerk hin, Landschaftspark, besser noch Bürgerpark her – die Öcher lieben ihren Lousberg, und das schon seit ewigen Zeiten. Die Lousberg Gesellschaft kümmert sich um die Geschichte und auch um die Zukunft des Berglands im Öcher Norden.

Sonderlob für den, der weiß, dass ein napoleonischer Präfekt 1807 hier für das heutige Gesicht des Parks Maßgebliches in die Wege leitete. Der weiß, dass das erste Ausflugsrestaurant dort oben 1810 eingeweiht wurde. Und dass der heutige Drehturm seit 1956 in den Aachener Himmel ragt.

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„Krippekratz, in dat Turmcafé, doe weäd et dich schleäht va de Drienereij.“ Das ist eine Liedzeile der 3 Atömchen, die mir immer durch den Kopf schießt, wenn ich im rasant rotierenden Restaurant den Ausblick genieße. Und die Erinnerungen wach werden an „mit-de-Omma-Aachen-in-der-Drehturm-Fahren“, an den Plüsch der frühen 70er und an Schwarzwälder Kirsch.

Übrigens, dieser Tage gecheckt: 174 Stufen sind es bis oben, ein feines Stückchen gedeckter Apfel und einen „Kappuschino“ gibt’s für sechs Euro – sie sind gut angelegt. Und keine Panik: Der Aufzug funktioniert noch.

Der Lousberg, 264 Meter hoch. Er verstellt den Holländern den freien Blick auf Dom und Rathaus. Markant war er immer. Beliebt. Teufelswerk und himmlischer Ort zugleich.

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*** DIASHOW: 🙄 Bildergalerie als Diashow, hier klicken

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UND NOCH EIN PAAR BILDER SEITE 2

„Et tröckt mich noh heäm“ oder: Das Öcher Volksmusik-Projekt ist rund

Ostern ist’s, bunte Eier überall, frohgesinnte Menschen, was fehlt dem Öcher? Ein bisschen Volksmusik!?

Voilà, hier kommt der letzte Song unseres Wohnzimmer-Projekts. Und was für ein schönes Lied haben wir uns aufbewahrt für das Finale!

Et tröckt mich noh heäm! Die Ode an die Heimat von Friedel Schwartz, interpretiert von Ägid Lennartz, René Brandt, Uwe Brandt und Bernd Büttgens.

***Hier klicken: :DD Et tröckt mich noh heäm

Und diese Herren singen für Sie:

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Uwe Brandt, Bernd Büttgens, René Brandt und Ägid Lennartz (von links).


Alle Songs auf einen Blick:

:DD Vür sönd allemoele Öcher Jonge

:DD De Trin und de Tant Liss

:DD Mathilde, die zerknüllte Bluse und ein fahrendes Vertiko.

:DD Ne Mensch – än dr Reän en Oche

:DD Wenn övver Oche de Sonn ongerjeäht

:DD Dat woer de jölde Öcher Kengerzitt!

:DD Zweij ärm Öcher Jonge

:DD Et tröckt mich noh heäm

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*** Wissens-, lesens-, hörenswert zu diesem Projekt:

:DD Das Special – ein Gespräch zum Projekt „Vür maache Öcher Musik“

🙄 ***Mehr gucken:
Und hier geht es zur kleinen Bildergalerie, die ein bisschen von diesem ausgesprochen kreativen Abend im Hause Lennartz erzählt.

***Die Ursprungsgeschichte im Blog: Darum geht es beim Volksmusikprojekt.

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Öcher im ICE – et erste und et letzte Mal!

„Siehste, wären wir mit der Wagel jefahren!“ Sagt er zu ihr, und sie nickt kurz. „Aber et Monika hat et doch nur jut jemeint.“ – „Jut jemeint is‘ et Jejenteil von jut jemacht“, sagt er. Rosetig.

Kleine Begebenheit im ICE, Aachen-Frankfurt. Die älteren Herrschaften, die mit mir in Aachen eingestiegen sind, haben „jetz‘ dr Bettel“. Dass er überhaupt nicht weiß, was „der Schaffner“ will, hat er, Öcher von stolzem Holz, nun schon dreimal gesagt. „Verjebene Liebesmüh“, sagt er.

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Der „Schaffner“, in dessen Arbeitsvertrag der Beruf Zugbegleiter steht und der später im Wortgefecht darauf auch einmal kurz hinweist, bleibt hart. „Mit der Sitzplatzreservierung alleine kommen Sie nicht weit, mein Herr! Ich möchte den Fahrschein sehen.“

„Ich hab et Ihnen schon viermal jesagt: Ich hab nix anderes, nur dat Ding hier!“ Jetzt wird der Öcher energisch und schlägt zur Untermauerung seiner Worte noch zweimal auf den Ausdruck. „Et Monika hat uns die Fahrt jebucht. Unsere Tochter, die wohnt in Frankfurt. Und se hat uns nur deä eine Zettel jeschickt.“ – „Aus et Internetz“, schaltet sich die Frau Gemahlin ein: „Wissen Se, Herr Schaffner, wir fahren sons‘ immer mit der Wagel.“

Diesmal also mit der Bahn. Was heißt diesmal? Erstmals. „Und auch et letzte Mal“, schiebt er nach. Lauter: „Et allerletzte Mal! Da können Se Jift drauf nehmen!“

Öcher Nölde: Sie stechen, bis es wehtut

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Nölde – welch wunderbarer Öcher Begriff für die Nadeln. Scharf, spitz, autsch, das tut weh, wenn sie zustechen. Än se steiche jeär, bes et wieh deät!

De „Öcher Nölde“ sind das Aachener Kabarett, das mit feinem Humor und zielgenauen Nadelstichen das Öcher Leben seziert. Gerade erst feierte das Ensemble mit dem aktuellen Programm „Da kommste mit am Liejen“ in der fünfmal hintereinander ausverkauften Aula des Pius-Gymnasiums einen großen Erfolg. Und schon richten sich alle Blicke auf ein „Best-of-Nölde“-Programm im Herbst!

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Mittendrin im Nadelkissen: die Familie Savelsberg. Jan, der Junior, (von links) der wortgewandte Conférencier der Nölde, Marlene, die Autorin vieler Nölde-Beiträge – und dabei stets im Hintergrund – und Manfred, der Gründer, das Bühnenurgestein. Tropi-Garde, Alt-Aachener Bühne, Nölde – die Savelsbergs sind von den Brettern, die auch in Aachen die Welt bedeuten, nicht wegzudenken.

Viele Gründe also, mit Jan, Marlene und Manfred hier auf 7uhr15 ein paar, das Wesen des Öcher Kabaretts vertiefende Worte zu wechseln. Das Podcast-Interview gibt’s hier:

:DD De Öcher Nölde, die Familie Savelsberg und die ewige Liebe zum AKV

*** Im Netz: Und hier gibt es noch mehr Infos über de Nölde

Hür! Öcher Töne heute zum Wetter oder: Alarm, et Vorelfutter is‘ alle!

Es reicht, ständig durchgefroren, aus Schnee wurde Regen, besser wurde es also nicht. Die Winterdepression hat uns Öcher fest im Griff, von Ostbelgien rollen die nächsten dicken Regenwolken heran und – de Katastrophe! – seit gestern ist auch noch „et Vorelfutter“ alle.

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Zeit für „et Fröschjoehr“ – „der Frühling kann kommen“, sagt und singt auch der Ben.

Ein sprachwissenschaftliches Lehrstück für die Ohren.

:DD Hür! Öcher Töne – heute: et Wetter!

*** Passend in diesem Zusammenhang:

:DD Der Volksmusik-Song „Ne Mensch“