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Der Lousberg, himmlisches Teufelswerk

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Da unten liegt er, ein (Tal-)Kessel buntes Aachener Leben. Schön anzusehen ist sie von hier oben: die alte, die ewig junge Stadt. Eine Herzensangelegenheit.

Dass der Berg Teufelswerk sei, sagt die Legende. Ein paar Säcke Sand hat demnach der alte Krippekratz, von einer Marktfrau tapfer gelinkt, an dieser Stelle frustriert und ausjesprochen wöss hingekippt.

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Es sollte seine Rache an den luesen Öchern werden, weil sie ihm beim Dombau für seinen Baukredit eine Wolfsseele untergejubelt hatten, wir kennen das…

Teufelswerk hin, Landschaftspark, besser noch Bürgerpark her – die Öcher lieben ihren Lousberg, und das schon seit ewigen Zeiten. Die Lousberg Gesellschaft kümmert sich um die Geschichte und auch um die Zukunft des Berglands im Öcher Norden.

Sonderlob für den, der weiß, dass ein napoleonischer Präfekt 1807 hier für das heutige Gesicht des Parks Maßgebliches in die Wege leitete. Der weiß, dass das erste Ausflugsrestaurant dort oben 1810 eingeweiht wurde. Und dass der heutige Drehturm seit 1956 in den Aachener Himmel ragt.

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„Krippekratz, in dat Turmcafé, doe weäd et dich schleäht va de Drienereij.“ Das ist eine Liedzeile der 3 Atömchen, die mir immer durch den Kopf schießt, wenn ich im rasant rotierenden Restaurant den Ausblick genieße. Und die Erinnerungen wach werden an „mit-de-Omma-Aachen-in-der-Drehturm-Fahren“, an den Plüsch der frühen 70er und an Schwarzwälder Kirsch.

Übrigens, dieser Tage gecheckt: 174 Stufen sind es bis oben, ein feines Stückchen gedeckter Apfel und einen „Kappuschino“ gibt’s für sechs Euro – sie sind gut angelegt. Und keine Panik: Der Aufzug funktioniert noch.

Der Lousberg, 264 Meter hoch. Er verstellt den Holländern den freien Blick auf Dom und Rathaus. Markant war er immer. Beliebt. Teufelswerk und himmlischer Ort zugleich.

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