Das Aachen-Blog

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Der Tivoli jetzt auf dem Trikot

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Das neue Trikot ist da: Und oben am Kragen der Namenszug, die Marke: TIVOLI! Fotos: Alemannia-Homepage

Das neue Trikot der Alemannia gefällt mir gut. Die Streifen etwas breiter und markanter, klare Linie, das spricht doch eine deutliche Sprache. Und auch wenn Trainer Seeberger sich im AZ/AN-Interview (gedruckte Samstagausgabe) noch nicht auf ein Saisonziel festlegen will, so ist für die Fans die Richtung klar: Neues Stadion, neue Trikots, neues Spiel: Aufstieg!
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Heimtrikot, Auswärtstrikot: Man erkennt die Linie, die sich fortsetzt, man sieht die klare Kante.

Was ich übrigens besonders klasse finde am neuen Trikot: Auf dem Kragen prangt der Name Tivoli, auf dem Rücken der Schriftzug Alemannia Aachen. Zwei starke Marken kommen zusammen. Was soll da noch schiefgehen.

***Weiterlesen auf: www.alemannia-aachen.de und www.az-web.de und www.an-online.de

Tivoli ist, Tivoli wird

Das ist jetzt mal ein Bericht, der so richtig Appetit macht. Die Kollegen Holger Richter und Harald Krömer hatten heute Morgen das unverschämte Glück, schon mal die Tivoli-Baustelle besichtigen zu dürfen – zwei Monate vor dem Start – und einen Monat, bevor der Rasen verlegt wird. Ihr Urteil auf AN-Online: Alles im Zeitplan, Tivoli ist, Tivoli wird!

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Blick in das werdende Stadion an der Krefelder Straße. Mitte August findet hier das erste Meisterschaftsspiel statt. Samstag startet die Mannschaft in die neue Saison, auf dem Trainingsplatz. Ist es der Start in die Aufstiegssaison? AN-Foto: Harald Krömer

Und die Fotos vom Kollegen Krömer, alle Achtung, versprechen doch ein stattliches Bauwerk mit hohem Spaßfaktor. Bildergalerie bei AN-Online lohnt sich auf alle Fälle.

Ich sag mal so: Man kann es als Fan ja kaum erwarten, den gemieteten Sitz in Beschlag zu nehmen und der Mannschaft den Rücken zu stärken. Samstag startet Jürgen Seeberger mit seinem Team ins Training. Vielleicht ist das ja Doping: Zum Auftakt mal einen Blick ins neue Stadion zu werfen. Und die Jungs daran zu erinnern, dass immer noch entscheidend auf’m Platz ist…

Der Tag danach und zwei neue Namen

Was bleibt am Tag danach? Sonnenbrand. Bei manchem ein dicker Kater. Und viele, viele Gespräche, zugegeben, die Stadt ist voll von der Alemannia. Von diesem letzten Spiel auf dem altehrwürdigen Tivoli mit den freundlichen Gästen aus Augsburg.
Warste da? Haste jeweint? 1. Ja, war da (siehe Handy-Foto vom Kollegen Albrecht Peltzer – bin hinten in der Mitte der mit Kappe und aktuellem Trikot) und 2. ja, ein bisschen.
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Doch am Tag danach stelle ich wieder fest, wieviel Emotion in diesem Thema steckt, wie sehr ein einzelner Fußballclub doch die Massen bewegen kann. Wir merken das auch in der Reaktion auf die Berichterstattung in AZ und AN, vor allem auf die unfassbare Resonanz auf unsere Bildergalerien zur Alemannia.
Man darf das ruhig auf diesen Nenner bringen: Wenn es bei der Alemannia läuft, dann ist das auch für die Zeitungen vor Ort nicht von Nachteil.
Wir haben das übrigens erkannt – und einen großen Spaß an diesem Thema entwickelt.
Wer es noch nicht weiß, das Neueste: Aimen Demai vom 1. FC Kaiserslautern kommt, und Günter Reinartz wird wohl – wie unsere Sportredaktion schreibt – Präsident des TSV Alemannia Aachen.
Die Alemannia ist das Top-Medienthema in unserer Region, wir wissen das. Wir mögen das.
Wen es interessiert, kann auch das – immer – ausgesprochen lesenswerte Blog des Handelsblatt-Kollegen Thomas Knüwer lesen, der die Situation nach dem Aufstieg der Düsseldorfer Fortuna beschreibt.
Weil es viel Spaß gemacht hat, vom Tivoli zu twittern (könnt ihr hier nochmal nachlesen), möchte ich an dieser Stelle für die Ewigkeit noch einmal den Tivoli-Statistik-Block bloggen:
100 Spielzeiten, 2214 Spiele, 8727 Tore, 241 Platzverweise, 5 Aufstiege, 739 Spieler, 55 Trainer, rund 80000 Fouls, 1299 Alemannia-Siege, 20 Tonnen Konfetti, 550 Flutlichtspiele, 16250311 Zuschauer – und ich kenne mindestens einen Öcher, der noch nie da war. Unfassbar.

Tschö Tivoli

Okay, das machen wir dann demnächst also nicht mehr. Block K, Würselener Wall, ein Haufen Freunde, keiner geht hier alleine hin und von hier aus alleine weg. You never walk alleng, wenn Du ein Alemanne bist. Tschö, aue Tivoli.
Heute Nachmittag die blanke Emotion. Gefühle, viel zu tief, um sie umständlich zu beschreiben. Stattdessen ein paar wenige Bilder, mit dem Handy gemacht. Sorry, eigentlich dürfte der geneigte Leser da Besseres erwarten, aber ich verspreche, bei der nächsten Tivoli-Beerdigung die Kamera mitzunehmen.

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Ich fand’s schön, emotionale Schaumbäder gab es ja reichlich, wunderbar die Amigos am Ende mit dem neugetexteten Kuschel-Klassiker, der schon im Original besagte, dass Tränen nicht lügen.
Ansonsten hätte man sich vielleicht noch ein paar Dialoge gewünscht, waren ja genug gestandene Recken aus glorreichen Tagen zugegen. Da wäre sicherlich noch die eine oder andere schöne Erinnerung geweckt worden.
Ejal, adie Tivoli!
Und wer die richtig guten Bilder zum Abschied sehen möchte, der sollte bei AZ und AN mal vorbeischauen, klasse Fotos!

Der schwere Gang

Man hätte mit Matsch, Pratsch, Unwetter, tiefem Geläuf, schwierigen äußeren Bedingungen gerechnet. Nein, von allem nichts. Die Sonne steht am Himmel, der Sommer kündigt sich an. Das Herz könnte vor Freude hüpfen an diesem Sonntag, der seinem Namen Ehre macht.
Doch liegt Wehmut über dieser schönen Stadt, weil heute ein Kapitel beendet wird, an dem so viele mitgeschrieben haben. Adie Tivoli!
Erinnerungen, Emotionen, das gesamte Spektrum vom Stümper bis zum Fußballjott tut sich noch einmal auf. Tränen und Freude, die ganz großen Gefühle.
Gleich mache ich mich auf den Weg. Treffe die Kameraden im Block K und freue mich schon so auf das „You’ll never walk alone“, dass es mir Schauer über den Rücken laufen lässt. Einmal hat sich eine Frau, die nicht zur Stammbelegschaft im Block gehörte, nach diesem Song zu uns rumgedreht und vermutet, dass sie soeben womöglich das Highlight ihres ersten Tivoli-Besuchs schon erlebt habe. Sie sollte angesichts der folgenden Partie Recht behalten.
Egal. Heute ist also Schluss mit unserem Kulttempel an der Krefeld Road. Schade. Und doch wächst dank der stolzen Hütte, die nebenan entsteht, auch so etwas wie Vorfreude und Aufbruchstimmung in eine neue Zeitrechnung.
Wie dem auch sei. Gleich geht’s los. Kloß im Hals.

Ach ja, der alte Tivoli…

Ich hätte nicht gedacht, dass mich die Nummer so packen würde. Abschied vom alten Tivoli, ach was soll’s, daneben entsteht eine prächtige neue Hütte. Folglich: keine Wehmut, nein, Vorfreude!
Hab‘ ich gedacht.
Jetzt, wo wir in der Redaktion soeben das AZ/AN-Wochenend-Magazin zum Thema „Danke, danke“ oder „Adie Tivoli“ (Erscheinungstag Samstag, 23.5.) abgeschlossen haben, stelle ich eine Spur von Melancholie fest. Wird schon komisch sein, am Sonntag zum letzten Mal in den Block K zu gehen, mit den Jungs diese einmalige Stimmung zu atmen, riechen, schmecken.
Ach, Aachen, ach, Alemannia, Verein mit Geschichte und abertausend Geschichten.
Da werden Erinnerungen wach, nein, eher Gefühle. Unfassbare Freude, unfassbares Leid, Jubel und Schmerz, Leidenschaft, die Leiden schafft…
Wird kein leichter Gang sein am Sonntag, mit den Sportskameraden treffen wir uns auch schon um 12.30 Uhr, guten Platz sichern, dicht zusammenrücken, you never walk alone schmettern, gucken, schimpfen, jubeln, schreien, halt wie immer. Nur dass es das letzte Mal an diesem Platz auf diesem Platz ist.
Schon schön, wenn der Alemanne in solchen Momenten nicht alleine ist…