Das Aachen-Blog

Schlagwort: buettgens (Seite 8 von 12)

Ein Rätsel für echte Öcher

Da wir hier auf dem Heimatblog ganz gerne schon mal rätseln – über manche Tücke des Alltags, über das Leben an sich und das des Öchers im Speziellen – heute noch mal ein richtiges Rätsel.

Zugegeben, so ein bisschen muss man/frau schon drin sein im Öcher Leben, um das wortgewaltige Werk zu lösen, gerade jetzt, wo sich die Knospen aufs Sprießen und die Blümchen aufs Blühen vorbereiten.

Raetsel

Also, ihr tragt die Antworten auf die sechs Fragen (siehe unten) in der horizontalen Achse ein. Im vertikalen blauen Feld ergibt sich dann ein schönes Öcher Lösungswort. Wer’s mag, kann dieses Wort gerne einschicken – buettgens@gmx.de – und kann, sollte die Glücksfee ihr oder ihm hold sein, eins von drei Sträußlein frischer Tulpen (aus Holland!) gewinnen. Kein Quatsch, schöne Blümchen!

Jetzt aber ran ans Rätsel, am besten klickt ihr doppelt aufs Bild, dann lässt es sich gut ausdrucken und klassisch mit dem Stift bearbeiten. Die digitale Variante zumambildschirmausfüllen folgt auch irgendwann mal. Viel Spaß!

Hier die Fragen:

1. Allgemeines Durchatmen bei der Alemannia am Tivoli nach dem Ratsbeschluss zur Umfinanzierung der Schuldenlast. Eins darf jetzt aber am Ende dieser Saison nicht passieren – wird aber auch nicht passieren!
2. Karl der Große, so kennen wir ihn, so nennen wir ihn. Franzosen mögen ihn auch. Sie haben auch einen großartigen Namen für ihn.
3. Der höchste Kirchturm der Stadt gehört der Aachener Pfarrgemeinde St. …
4. Ein Krimi des Öcher Nachwuchsschriftstellers Theo-Dures Dreidraht bewegt und fesselt die Aachener in diesen Tagen. Wer stirbt am Ende?
5. Womöglich fährt sogar demnächst eine neue Stadtbahn dorthin. Und tausende Arbeitsplätze soll es dort geben. Hochschule und Industrie arbeiten auf diesem Feld Hand in Hand. Wie heißt das Projekt auf Melaten nochmal?
6. Ein Öcher Holzkopf könnte man sagen. Dabei ist er aber in erster Linie raffiniert, charmant, schlau oder wie man hier sagt: lues!

Die Kinder lernen ja doch was! Im Französischbuch geht’s um Aachen.

À Aix-la-chapelle. In Aachen. En Oche.

Da soll noch mal einer sagen, die Kinder von heute würden in der Schule von heute nix lernen! Unsere Tochter geht in die siebte Klasse, lernt dort die französische Sprache, hat folglich ein Französisch-Buch – und das lag gestern Abend auf dem Wohnzimmertisch.

Der Freund des geschriebenen Wortes nimmt es sich, fängt an zu stöbern und stockt: Oppla, c’est Oche! Huch, das ist Aix-la-Chapelle!

franze1
Charlemagne – ein Deutscher oder ein Franzose, fragt der Junge aus Frankreich. Bleib gelassen, Freund, will man da rufen: Karl der Jroße war in erster Linie ein Öcher!

Tatsächlich macht also Madame Lecoq, souveräne Hauptdarstellerin des Lehrbuches mit phantasischem Namen, Urlaub – das ist der Wahnsinn – in des Kaisers Städtchen. Weil es hier eben nicht nur viel über Charlemagne, also Karl den Großen, zu entdecken gibt, nein, weil es hier – wie dort steht – vor allem auch Subjonctife gibt.

Subjongwat? Ein Anruf beim Verkehrsverein bringt keine Erhellung, weil eine Attraktion solchen Namens dort nicht bekannt ist. Dass es einige suboptimale Subjekte in dieser Stadt gebe, stehe außer Frage, heißt es, aber Subjonctife?!

Gut, unsere Tochter hat uns später erläutert, dass sich in besagtem Aachen-Kapitel eher alles um ein grammatikalisches Phänomen diesen Namens drehe! Du bist so peinlich, Papa!

Nun sehe ich das erstens ein, finde es zweitens sogar einleuchtend und gehe drittens bis auf weiteres davon aus, dass es bei diesem grammatikalischen Thema, das in Aachen spielt, nur um den sauberen Umgang mit dem Wortpaar mir und mich gehen kann.

Auf alle Fälle ein gutes Buch. Beruhigend zu wissen, dass heute in der Schule so richtig gelernt wird.

In diesem Zusammenhang möchte ich an einen frühen Öcher Lehrsatz erinnern, den mir meine Oma jelernt hat:

„Mir und mich verwechsel‘ ich nicht,
Das kommt bei mich nicht vor.
Denn hinter mich steht meine Bruder,
Der sagt mich alles vor.“

Hier spielt die Musik: Stefan Hansen gibt mit der Tropi-Combo Vollgas

Dass bei der Tropi-Garde in Aachen im Karneval alles handgemacht ist, weiß jedes Öcher Kind.

Alles? Ja, alles, sogar die Musik! Dafür sorgt seit vielen, vielen Jahren die Tropi-Combo. Seit ein paar Sessionen steht Stefan Hansen hinter dem Keyboard und gibt den Ton an.

Mit dem Combo-Leiter, der im wirklichen Leben Internist (in Würselen!) ist und eine Hausarzt-Praxis führt, kann man sich perfekt über Musik, Karneval und Endo…, Ensorty…, Enzofi…, komm, ejal, auf alle Fälle über Glückshormone unterhalten, die beim Lachen ausgeschüttet werden.

stefanhansen
Am Freitag geht es los mit den vier Tropi-Sitzung 2012 – viel Spaß dabei und auch bei diesem kleinen Interview-Film!

De Tropis

Wenn ich dat Wöttche „Tropis“ hür,
lüüehte ming Oue ömmer wier,
ömdatt ich weäß, wat mich erwad:
Vermaach än Öcher Leävensaat.

Dat Schmöölzje hat die Nas doför,
wat an de Pau öm Fasteleer
os aktiviert än ouch bejlöckt,
än wat dann könt es selvsjestreckt.

Weä hön jät noehder kennt, deä weäß,
met Idealismus, Uusduur, Schweäß,
steäht jeddes Johr wiehr e Projramm,
för jrueß än Kleng – för Papp än Mamm.

Et weäd jehämmert än jedriehnt,
d´r Text jeliert – e Kleäd jeniehnt,
frejwellig – än jekümmt weäd net,
än selvs de Klengste maache met.

Eä feng ich ouch janz wunderbar.
Jenge jövvt aan of speält d´r Star,
ov Teschnik, Musik of Ballett,
jedder es wechtig – deäht ouch jät.

Setz ich ouch övver vier Stonnd janz eng,
han van et Klatsche janz rue Häng,
ene Ovvend beij de „Tropis“ siie,
dat maaht mich “high” – wat wel ich mieh?

Eine Ode an die Tropis vom Heimatdichter Hein Engelhardt

*** Mehr über die Tropi-Garde auf Ihrer Homepage

In „Aachen aan Zee“ ist alles okay

Wollte nur kurz melden, dass in „Aachen aan Zee“ alles okay ist. Den Jahreswechsel hat der Ort wohl gut überstanden, der neue Prachtbau im Zentrum wächst, die Pizza beim „Verdi“ schmeckt wie eh und je.

holland
Die Sonne scheint – zumindest am Sonntag war das so, es weht ein Windchen, wo man Sturm dran sagen kann, und es sind kaum Öcher vor Ort.
meer2

Bis Karneval, so sagen die Ortältesten, soll das im lieblichen Domburg so bleiben…

Eine Köstlichkeit der Heimat.

Lang lebe das Dreiländereck mit all seinen Köstlichkeiten! Ein guter Freund kommt aus der Ferne immer wieder gerne in die Heimat zurück, um – so sagt er das zumindest – die alten Kameraden wiederzusehen. Aber er simst jedes Mal, bevor er aufschlägt: „Denk bitte an den belgischen Reisfladen!“

flaam

Am Ende kommt er ja nur deswegen.

images

Gerne dazu gereicht wird dann ein Öcher Böhnchen – und dann ist es auch egal, wenn draußen das ortsübliche Wetter tobt.

Kleine Aufgabe für Diplom-Öcher

Kleine Aufgabe für alle Freunde des Aachen-Blogs. Da wir ja im Frühjahr einen „Vürliehreöcherplattmetdrkarl“-Abend veranstalten wollen, gilt es nun, mal das eine oder andere Wort der Heimatsprache in den Alltag einzubringen. Quasi als Vorbereitung.

Deshalb die Aufgabe: Sorgt bitte dafür, dass Ihr im Laufe der Woche die folgenden Wörter irgendwann mal im Gespräch unterbringt. Ich hab‘ auch extra drei schöne rausgesucht:

1) Petschzang – die Kneifzange
2) Hazzblättche – Herzblatt
3) Landau – Gegend, Landschaft (so im Sinne von „Jeng Landau sue schönn wie Oche ajjen Pau!“)

Für Diplomanwärter noch zwei Wörter, die Extrastreberpünktchen bringen:
*a) Ölichszaus – Zwiebeltunke (wo auch immer das Wort unterzubringen ist)
*b) Fettpansch – Dickwanst (aber bitte leise!)

Et Chresskenk wel komme – auch die Vier Amigos freuen sich aufs Fest

Schon ihr Nikela-Song war hier im Adventskalender auf 7uhr15.ac ein Hit. Jetzt legen die Vier Amigos nach und bescheren uns ganz kurz vor Heiligabend das schöne Lied „Et Chresskenk wel komme“. Wir hören einen feinen Text von Jupp Steinhauer, der auf die vertraute Melodie von „Ihr Kinderlein kommet“ perfekt passt – und dieses Jahr in jedem Öcher Wohnzimmer erklingen sollte!

amigosneu

:DD Also, wir freuen uns jetzt baschtisch aufs Christkind und auf die fröhlichen Öcher Sängerknaben – und klicken einfach hier!

23

Und, ist die Weihnachtsstimmung jetzt da?

Den Text zum Mitsingen gibt es auf Seite 2

Et Chresskenk wel komme…

1.
Et Chreßkenk wel komme! Ich han et jehuuet.
Et steäht ejjen Zidongk, et litt ejjen Luuet.
Flammbaue, die lüüehte. Woför all dat Let?
Et Chreßkenk wel komme, brengt Jlöck os än Fred.

2.
Me rüücht at de Prente, de Böim stönt parat.
Janz Käjser Kaals Oche op et Chreßkengche wad.
Flammbaue, die lüüehte. Woför all dat Let?
Et Chreßkenk wel komme, brengt Jlöck os än Fred!

Text: Jupp Steinhauer

De Fornöis: Das prasselnde Feuer, die warme Stube und der Rosenkranz

Immer wenn unser Opa mit dem frisch gehackten Holz – alles möngchensmoeß, also passgenau – de Trapp eropjeschravelt koem, dann wussten wir Kinder, dass es gleich gemütlich wird.

„Oes, wat e schönn Füür“, zollte meine Oma ihrem Mann, den sie ebenso kurz wie liebevoll Vadder nannte, wenig später ein Kompliment für das prasselnde Feuer. Ja, unser Opa beherrschte viele Disziplinen, de Fornöis ze stouche war eine seiner vornehmsten.

12

De Fornöis. Heute wird’s im Adventskalender hier im Heimatblog also warm, vor allem warm ums Herz, heute reden wir über diesen stattlichen Herd, der sicherlich seinen Anteil daran hatte, dass die Küche unserer Großeltern die zentrale Versammlungs- und Kundgebungsstätte unserer Familie war.

Ein stolzes, gußeisernes Teil, gefühlte hundert Jahre alt, mit einem doppelgeringten Feuerloch, mit einem eisernen, stets fein gewienerten Handlauf, einem Backofen und einem Kohlekasten auf Rädern, den wir Kinder stets elegant in die dafür vorgesehene „Ofen-Garage“ einparkten.

De Fornöis. Wenn unser Opa et jot drophau, dann befeuerte er das Teil, dass die Herdplatte rotglühend schien und das „leckere Temperatürschen“ aus der Küche das ganze Haus heizte. Eine Attacke gegen den Frost, der die großen Eisblumen ans Fenster gemalt hatte, ein feiner Konter gegen den Schnee, der den großen – heute würde man sagen: naturbelassenen – Garten weiß zuckerte.

Oma än Opa aan de Fornöis, en Keäz op dr Dösch, dr Ruesekranz ejjen Häng.

Meine Großeltern beteten jeden Tag im späten Nachmittag – vor dem Abendbrot, vor einer Runde „Sechsundsechzig“ und vor den Fernsehnachrichten – den Rosenkranz.

Oma thronte dabei in ihrem gewaltigen Ohrensessel direkt neben dem Herd, Opa saß auf dem Holzstuhl rechts neben dem Fenster. Und so ging das Gebet, gemeinsam, im Wechselgesang, hin und her, unaufgeregt die ganze Litanei rauf und runter, das dauerte lange, sehr lange. Wunderbar lange.

Wir Kinder liebten es, saßen versunken auf dem dickgepolsterten Sofa, beteten mit oder hörten einfach nur zu.

Hätte ich einen Wunsch frei, dann würde ich einen solchen Nachmittag im Advent in der Küche von Oma und Opa, einen solchen Nachmittag aan de Fornöis, gerne noch einmal erleben.

So backt Marcos Oma immer ihr Spritzgebäck – das muss schmecken!

Als Bücherwurm und Zeitungsverschlinger bin ich natürlich entzückt von solchen Nachrichten, wie sie Marco dem Heimatblog mailt. Das macht mich immer melancholisch, wenn es um Druckereiprodukte von musealem Wert geht. Aber ein bisschen Emotion kann im Advent ja auch nicht schaden.

11

Marco folgt meinem Aufruf, feine Backrezepte für Weihnachtsplätzchen einzureichen. Und er kommt mit einem – heute würde man sagen Screenshot – Foto, das ein altes Backrezept seiner Oma für die Ewigkeit bewahrt.

Und das sieht- einfach fantastisch! – so aus:

Foto

Und Marco schreibt dazu:

Im Anhang das original Rezept meiner Oma für Spritzgebäck. Das stammt aus einem alten Dr. Oetker-Backbuch aus den 50ern. Und es funktioniert auch fast perfekt.

Die Plätzchen schmecken fast so gut wie die von meiner Oma. Aber irgendwie auch nur fast! Wir (oder viel mehr Heike und ihre Freundin) benutzen sogar den original Fleischwolf mit Spritzgebäckaufsatz, den meine Oma seit Jahrzehnten verwendet, und halten uns strikt an jede Maßangabe sowie an Temperatur und Backzeiten.

Doch so perfekt lecker wie bei meiner Oma will es nicht fluppen.

Und wenn man sie dann fragt, sagt sie nur: „Dafür muss man ein Gefühl entwickeln, das hat bei mir auch nicht beim ersten Mal geklappt.“

Daher meine Idee: Einfach mal 50 Jahre nach diesem Rezept Spritzgebäck backen und das Ergebnis wird perfekt…

Dankedanke, lieber Marco, und wenn es genehm ist, kommen wir ab und an mal vorbei, um uns vom aktuellen Stand eurer Backkünste zu überzeugen!

Eine Art Backtattest.

Andreas Herrmann schenkt 7uhr15 ein paar optische Adventsgedichte

Heute gibt es hier im Kalender den „Advent in Aachen“ für die Augen. Und das tut richtig gut:

weihnachtsmarkt_07

Denn Porträts dieser Stadt macht er wie kein zweiter Fotograf: Andreas Herrmann kennt jeden Winkel Aachens, er weiß, diese Stadt ins rechte Licht zu rücken. So viele Bücher mit seinen Aachen-Bildern, so schöne Kalender und so viele Fotos für die beiden Aachener Tageszeitungen!

Heute schenkt der Meisterfotograf den Freundinnen und Freunden des Heimatblogs 7uhr15.ac fünf wunderbare Bilder, optische Gedichte – zum Schwelgen und Schwärmen.

*** Der Link des Tages führt natürlich direkt zu www.andreasherrmann.de

7

*** Der ultimative Geschenktipp für Freunde von Aachen-Fotos folgt auf Seite 5

Zu den Bildern geht es hier weiter: Seite 2