Das Aachen-Blog

Schlagwort: Aachen (Seite 47 von 51)

Jupp Touet erzählt aus seinem Leben

Wenn die Post aus den Staaten im digitalen Briefkasten mit einem fröhlichen Gong aufschlägt, beeile ich mich gerne: JoeRitaTouet, lautet die Kennung, der Öcher Jupp aus Stoneham von der Ostküste schreibt mir wieder. Erzählt mir ein Stück aus einem bewegten Leben, zeigt mir in jeder Mail, wie sehr die Liebe zur Vaterstadt auch dann noch blüht, wenn man good old Oche vor über 50 Jahren verlassen hat.

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Jupp (links) mit einem Freund in der Hartmannstraße in den 50ern – an einem Rosenmontag.

Jupp ist 85, eifriger Leser dieses Blogs, ein durch und durch aktiver Mann also. Und heute hat er mir einen Wunsch erfüllt. Er schickt mir ein paar Bilder aus den Aachener Tagen. Merssi, leijve Jupp.

Auf ein Wort, Herr Carpus!

Aachen – Herzstück der Technologieregion, von altersher Stadt der Kultur. Ort voller Traditionen und Geschichten, Stadt des Wissens und der Forschung, Grenzort im Herzen Europas, Stadt der Alten, der Jungen, der Alemannen und der Jecken, der Printen und großen Preise. Ein Zukunftsstandort.

Da fragt man sich doch, wie die Leute, die diese Stadt prägen, weil sie hier leben und wirken, unterwegs sind.

carpus

Heute: Günter Carpus, Vorstand der Carpus + Partner AG, spricht über ein Leben mit und ohne Blackberry und spannende Zukunftslösungen made in Aachen.

Herr Carpus, Hand aufs Herz: Blackberry oder Papierkalender?
Carpus:
Seit Jahren Blackberry. Ich kam vom Palm, der musste aber ständig synchronisiert werden. Mit dem Blackberry bin ich jetzt sehr zufrieden, Termine, Mails – alles immer griffbereit.

Und ohne kämen Sie gar nicht mehr klar?
Carpus:
Ich habe jetzt tatsächlich im Urlaub auf den Blackberry verzichtet, nachdem meine Familie mir in den Ferien zuvor den durchaus berechtigten Vorwurf gemacht hatte, dass ich mit dem Teil gar nicht abschalten kann.

Die Familie hatte recht?
Carpus:
Absolut, ohne Blackberry hatte ich diesmal richtig Ferien.

Wie informiert sich der Firmenchef Carpus über das aktuelle Geschehen?
Carpus:
Sehr klassisch. Morgens bei einer Tasse Kaffee lese ich die Tageszeitung, das ist ein Ritual, das ich mir nicht nehmen lasse. Ansonsten über Fernsehen und Radio.

Wie sieht es mit den Nachrichtenportalen im Internet aus?
Carpus:
Wir haben ein eigenes Informationsportal für uns und unsere Kunden entwickelt, Carpus.info. Dieses Portal wird von einem Mitarbeiter täglich auf den neuesten Stand gebracht. Da informiere ich mich (fast) täglich. Fremde Portale sind für mich kein Thema. Ich weiß, dass es da sehr spannende Angebote gibt, aber ich habe mich darauf bislang nicht eingelassen.

Sie leben und arbeiten in der Technologieregion Aachen – ist das mehr als ein Schlagwort?
Carpus:
Ja, auf alle Fälle. Hier sind schon beachtlich viele kompetente Leute unterwegs, die für die Zukunft denken. Erst vor einigen Tagen habe ich lange mit dem Dekan der Architektur-Fakultät der RWTH, Peter Russell, gesprochen. Der ist sehr IT-affin, und wir haben geredet über drei Dinge, die uns schützen: 1. die Haut, 2. die Kleidung, 3. das Haus. Und es geht jetzt um die Frage, wie wir mit intelligenter Planung und Technik dieses Haus zu einem modernen, dem Menschen dienenden Ort machen – ein Megathema. Aber das ist nur eins von vielen spannenden Aachener Themen.

Aachen ist für Sie…
Carpus:
…Heimat, Standort. Wenn ich nach Aachen komme, komme ich nach Hause.

*** Info: Günter Carpus ist einer der Vorstände der Carpus + Partner AG (www.carpus.de). Das in Aachen gegründete und hier beheimatete Beratungs- und Planungsunternehmen ist mit 200 Mitarbeitern an vier Standorten international tätig. Als Berater, Experte und Generalist löst das Unternehmen alle Aufgaben, die im Lebenszyklus der Immobilie entstehen.

DIESE SERIE WIRD FORTGESETZT

Elisengarten – da freu ich mich drauf!

Wenn man so eine Zeitlang im neuen Elisenbrunnen-Restaurant gesessen und sich oft genug gesagt hat – was stimmt -, nämlich, dass das eine absolute Bereicherung fürs Städtchen ist, dann fällt der Blick auch in den Garten.

Und dann geht dem geneigten Betrachter auf, dass sich draußen fortsetzt, was innen mit so viel Lob versehen wurde: ein neues starkes Stück Aachen.

e-garten

Ich freu mich drauf, im Frühjahr, wenn die Sonne es wieder gut mit uns meint, dort im Elisengarten zu sitzen, wahlweise eine Mittagspause lang den Elisenbrunnen im Fokus, die nächste unser Münster. Und immer werde ich dann einen Blick ins archäologische Fenster werfen und mich darüber freuen, dass auch schon Gaius Noppeneius in römischen Tagen seine müden Knochen in Öcher Wasser tunkte.

Das ist wirklich eine gelungene städteplanerische Arbeit, die vom Berliner Planungsbüro Lützow 7 entworfen und nun umgesetzt worden ist.

Ein offener, einladender Park, mitten in der Stadt, eine würdige Fortschreibung und Neuinterpretation der Idee, die mit der Gründung von E-Brunnen und -Garten Anfang des 19. Jahrhunderts angestoßen wurde: Aachen, eine moderne Badestadt. Dazu gehörte übrigens auch damals schon der vorgelagerte Friedrich-Wilhelm-Platz, das Theater und die als Boulevard angelegte Theaterstraße.

Der Öcher sieht und staunt, es gefällt ihm, und er lobt: „Stemmt, dat es net schleäht!“ Das ist ein hohes Lob.

*** Merken: Auch wenn der Winter noch auf dem Park liegt, da deutet sich doch Schönes an. Man sieht sich im Park.

Lieber Hubert, 3:1!

Lieber Hubert,

es ist jetzt 21.16 Uhr am Freitagabend, und ich hab es Dir ja versprochen, mich nach dem Spiel mit dem Ergebnis zu melden. Damit Du erfährst, wie es denn ausgegangen ist. 3:1, das Tor von Adlung hast Du ja noch mitgekriegt, dann in Halbzeit zwei (da warst Du schon futt), direkt das 2:0 von Benni Auer, schließlich zwei Karlsruher Tore (zum 2:1 und 3:1).

Ich hoffe, Du langweilst Dich nicht im Kabarett, kannst ja zwischendurch mal heimlich ins Netz gehen und nachlesen, was ich Dir so schreibe.

„Wo ist der Hubert?“

„Wo ist der Hubert?“, hieß es im Kreis der Kameraden, als Du nach der Pause weg warst. Ich sagte, „der muss noch ins Kabarett, seine Frau hat Karten besorgt.“ Eine Mischung aus Respekt, Fassungslosigkeit und Mitleid sprach aus den darauf folgenden Kommentaren der Kollegen in Block O6.

Ich sag mal so, die Forderung, die unser Sitznachbar vor dem Spiel äußerte („heute mindestens drei Punkte“) ist aufgegangen. Wir haben schön laut und manche auch schön schön gesungen, die Hütte klingt schon klasse, wenn die Mannschaft mit Leistung und Leidenschaft (s. Meijer in der Rubrik ‚Weisheit der Woche‘) die Richtung vorgibt.

Lieber Hubert, viel Spaß noch im Kabarett! Es wird Dich nicht berühren, aber ich gucke jetzt gerade Bayern – Hoffenheim. 1:0 kurz vor der Pause, flotte Partie, doch der eigentliche Knaller: Arjen Robben spielt in einer unfassbaren langen grauen Unterhose. Und Demichelis ist wohl Vater geworden, er nuckelte am Daumen nach seinem Tor. Sprachen wir schon darüber, wie doof diese Jubelarien sind?

Die Gelegenheit wird sich bieten. Spätestens beim Heimspiel gegen Kaiserslautern. Da muss ich übrigens in der Pause weg, wir haben Karten fürs klassische Konzert. Wäre nett, wenn Du mich auf dem Laufenden halten könntest…

Und jetzt lacht keiner, klar!

***Mehr lesen:
Der Bericht zum Spiel auf az-web und an-online von Roman Sobierajski. Ausführlich in der Samstagausgabe von AZ und AN.

Magisches Zweieck – Alemannia-Podcast

SAISON 2012/13

Das „Magische Zweieck“ gibt es als Audio-Podcast (also quasi als Radiobeitrag, also Alemannia auf die Ohren) vor den wichtigen Spielen der Alemannia, auch in Liga 3.

Das Magische Zweieck sind Olaf „Oli“ Lindenau und Bernd Büttgens, die auf www.7uhr15.ac im Vorgriff auf das jeweilige Spiel einen messerscharfen, ausgesprochen analytischen Doppelpass, mitunter auch den gefürchteten tödlichen Ball in die Tiefe spielen. Von Alemannia-Fans geliebt und heiß begehrt…

Hier gibt es die Folgen des „Magischen Zweiecks“, das Aufwärmprogramm für Fans vor jedem Alemannia-Spiel.

1. Spieltag: Bielefeld – Alemannia – endete x:x

SAISON 2011/12

33. Spieltag: Alemannia – Karlsruher SC – endete 1:0

32. Spieltag: Alemannia – Eintracht Frankfurt – endete 0:3

30. Spieltag: Alemannia – VfL Bochum – endete 2:0

28. Spieltag: Alemannia – Dynamo Dresden – endete 0:1

26. Spieltag: Alemannia – Eisern Union Berlin – endete 1:3

24. Spieltag: Alemannia – SC Paderborn – endete 0:3

22. Spieltag: Alemannia – Hansa Rostock – endete 0:0

20. Spieltag: Alemannia – St. Pauli – endete 2:1

18. Spieltag: Alemannia – Erzgebirge Aue – endete 1:1

17. Spieltag: Alemannia – München 60 – endete 2:2

14. Spieltag: Alemannia – MSV Duisburg als VIDEO-PODCAST zum 1000. Zweitliga-Spiel – endete 2:2

12. Spieltag: Alemannia – FC Ingolstadt – endete 3:1

10. Spieltag: Alemannia – FSV Frankfurt endete 1:3

6. Spieltag: Alemannia – Fortuna Düsseldorf – endete 0:0

4. Spieltag: Alemannia – Cottbus – endete 0:2

2. Spieltag: Alemannia – Braunschweig – endete 0:2

Gespräch mit Peter Hyballa im Trainingslager bei Schweiß und Kühen

ARCHIV SAISON 2010/11

34. Spieltag: Alemannia – Arminia Bielefeld – endete 1:1 (mit Saisonfazit von Peter Hyballa)

30. Spieltag: Alemannia – Erzgebirge Aue – endete – hoppla – 1:5

28. Spieltag: Alemannia – 1860 München – endete 2:1

26. Spieltag: Alemannia – Bochum – endete 1:3

24. Spieltag: Alemannia – Hertha BSC – endete – hüstel – 0:5

22. Spieltag: Alemannia – FSV Frankfurt – endete

20. Spieltag: Alemannia – Greuther Fürth – endete 2:2

DFB-Pokal, Viertelfinale: Alemannia – Bayern München – endete 0:4

19. Spieltag: Alemannia – Karlsruher SC – endete 4:2

DFB-Pokal, Achtelfinale: Alemannia – Eintracht Frankfurt – endete 6:4 n.E.

16. Spieltag: Alemannia – Fortuna Düsseldorf – endete 0:0

14. Spieltag: Alemannia – FC Augsburg – endete 1:3

12. Spieltag: Alemannia – MSV Duisburg – endete 2:2

10. Spieltag: Alemannia – VfL Osnabrück – endete 2:1

DFB-Pokal, 2. Runde: Alemannia – FSV Mainz 05 – endete 2:1

8. Spieltag: Alemannia – FC Ingolstadt – endete 2:1

6. Spieltag: Alemannia – SC Paderborn -endete 2:0

4. Spieltag: Alemannia Aachen – Energie Cottbus – endete 2:3

1. Spieltag: Alemannia – Union Berlin – endet 2:2

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ARCHIV SAISON 2009/2010

Und wie gesagt: Auch wenn die Schlachten bereits geschlagen sind, so lohnt sich immer noch der Blick zurück – ob im oder ohne Zorn…

34. und letzter Spieltag: Alemannia – MSV Duisburg – endete 1:1

33. Spieltag: SC Paderborn – Alemannia Aachen – endete 2:1

32. Spieltag: Alemannia – Greuther Fürth – endete 2:2

31. Spieltag: Rot-Weiß Ahlen – Alemannia – endete 0:1

30. Spieltag: Alemannia – TuS Koblenz – endete 1:1

29. Spieltag: Hansa Rostock – Alemannia Aachen – endete 2:0

28. Spieltag: Alemannia – FC Augsburg – ein wunderbares 4:0 am Ende!

27. Spieltag: Union Berlin – Alemannia Aachen – endete 0:0

26. Spieltag: Alemannia Aachen – Arminia Bielefeld – endete 2:1

25. Spieltag: Energie Cottbus – Alemannia – endete 3:1

24. Spieltag Alemannia – Fortuna Düsseldorf – endete 0:1

23. Spieltag: 60 München – Alemannia – endete 3:2

22. Spieltag: Alemannia – RW Oberhausen – endete 2:1

21. Spieltag: FSV Frankfurt – Alemannia Aachen – endete 1:1

20. Spieltag: Alemannia – Kaiserslautern – endete 0:3

19. Spieltag: St. Pauli – Alemannia – endete 1:0

18. Spieltag: Alemannia – Karlsruher SC – endete 3:1.
Das war die erste Folge, die Geburtsstunde des Magischen Zweiecks!

Ein wirklich handliches Allzweckgerät

Manchmal muss ich etwas länger im Hobbykeller feilen, bis die Geschichte ihren Aachen-Bezug – und nur solche kommen ins Blog – endgültig hat.

Im vorliegenden Fall bin ich Bernd Steinbrecher dankbar, der ja mit seinem Agentur-Team den Öcher Drehturm (da ist der Aachen-Bezug!) auf Schwung hält. Also, der Chef von Power + Radach hat mich auf eine wirklich bizarre Geschichte gestoßen, die ich nun weitererzählen möchte.

Kurzum es handelt es sich hierum:

Und jetzt bitte klicken, gucken – und danach wieder zurückkommen.

Das Besondere an diesem scharfen Teil (prima Firmenidee mit bester Herstellungsqualität und leicht verspielter Vielfalt) ist sicherlich das Produkt an sich. Aber nicht weniger beachtlich sind die Kundenrezensionen.

Die Kommentare (inzwischen über 130) gehen zum Beispiel wie folgt.

„Wirklich ein fantastisches und handliches Allzweckgerät.
Was mich nur ein bisschen stört, ist die Tatsache, daß grundlegende Alltagsfunktionen doch teilweise etwas schwer zu erreichen, bzw. zu bedienen sind. So ist z.B. der integrierte Teilchenbeschleuniger nur dann korrekt in Betrieb zu nehmen, wenn die Nagelfeile und der Korkenzieher in einem Winkel von exakt 107,2 Grad ausgeklappt sind.“

Oder:
„…wir sind letzte Woche in das Messer eingezogen und haben es nicht bereut!“

Da das Netz im durchaus berechtigten Rufe einer großen Kopieranstalt guter (oder auch weniger guter) Inhalte steht, stieß ich in den zurückliegenden Tagen mehrfach auf dieses Thema. Zuletzt auf ein sehr lesenswertes Stück bei netzpolitik.org.

Ob auch Aachener unter den Rezensenten sind? Keine Ahnung.

Wenn ich es mir recht überlege, habe ich auch so ein Teil irgendwo herumliegen. Das Modell „Eiger Nordwand“ – mit Rettungsseil und Schneekanone.

***Apropos Kundenrezension: Freue mich auch über Feedback auf 7uhr15.ac!

Der alte Joethe wusste es schon

Ich weiß nicht, ob ich das schon erzählt habe, aber ich liebe ja Dichterworte. Des alten Heines Rotzereien über Aachen – Beispiel nur: wunderbar.

Nun wurde mir ein Goethe zugespielt, ein mir wohl bekannter Lehrer tat’s, ein freundlicher Herr, der sein Herz der Literatur verschrieben hat. Auf alle Fälle schickte er mir, was der alte Joethe einst über den Dialekt geschrieben hat. Und was soll ich sagen: Auch da hatte der Meister Recht.

„Jede Provinz liebt ihren Dialekt: Denn er ist doch eigentlich das Element, in welchem die Seele ihren Atem schöpft.“

(Für alle, die ohne Quelle an der Wahrheit der Dichtung zweifeln: Goethe, Dichtung und Wahrheit, 6. Buch)

Nichts anderes sage ich auch immer.

Und als hätte es noch eines Beweises bedurft, passierte mir gestern Mittag das: Kaum dass ich an der Ampel stoppe, froh und glücklich, nach der Schlidderpartie über die kläglich geräumten Straßen hier nun endlich für eine kurze Weile Halt zu finden, kreuzt ein Fußgänger bei Grün. Und legt sich direkt vor meinem Auto aber sowas von auf den Hosenboden.

Ich raus, will helfen, da brüllt der Kerl mich an: „Leggesamoka, wat e Weär!“ Ich zurück: „Kann ich jet doför?“ Er: „Han ich dat jesaaht?“
Ich habe ihm aufgeholfen, er hat merssi gesagt, wir gaben uns zum Abschied die Hand.

Ja, dann weiß ich doch, wo ich bin!

Da bin ich in meinem Element, da schöpft meine Seele wieder für einen Tag Atem! Öcher Atem.

***Damit es keine Beschwerden gibt: Heines Worte über Aachen seien nicht verschwiegen: Sie gehören in sein Wintermärchen, Caput III. Und mal abgesehen davon, dass die Jahreszeit stimmt – der Rest ist längst verjährt:

Zu Aachen, im alten Dome, liegt
Carolus Magnus begraben.
(Man muß ihn nicht verwechseln mit Karl
Mayer, der lebt in Schwaben.)

Ich möchte nicht tot und begraben sein
Als Kaiser zu Aachen im Dome;
Weit lieber lebt ich als kleinster Poet
Zu Stukkert am Neckarstrome.

Zu Aachen langweilen sich auf der Straß
Die Hunde, sie flehn untertänig:
Gib uns einen Fußtritt, o Fremdling, das wird
Vielleicht uns zerstreuen ein wenig.

(Heinrich Heine, Deutschland, ein Wintermärchen, Caput III)

Aachen, die Region – Mobil-City 2020?

Das Schöne am Internet ist ja, dass die hier veröffentlichten Beiträge ein Stück weit für die Ewigkeit gemacht sind. Und so lässt sich dann – sagen wir, am Ende dieses Jahres – leicht nachprüfen, ob eine Vision, die Städteregionsrat Helmut Etschenberg gestern Morgen als das Projekt „Mobil-City 2020“ bei seinem Neujahrsempfang formuliert hat, tatsächlich Chancen auf Verwirklichung hat.

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Kurz sei hier erzählt, was meine Kollegen Jutta Geese und Udo Kals für die Aachener Zeitung und die Aachener Nachrichten in Druck und online präzise und ausführlicher beschreiben: Ein zentraler Parkplatz am Flughafen Merzbrück ist der Treffpunkt. Von hier fährt der Pendler, der ein Ziel in Städteregion oder Stadt hat, entweder mit der Euregiobahn weiter. Oder er springt in eins der vielen Elektroautos, parkt es an einem der Zielparkplätze vor Ort und kehrt abends mit einem anderen Mobil wieder nach Merzbrück zurück.

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Effiziente ökologische Verkehrsplanung, Antriebe der Zukunft, Technologieregion mit Nutzwert – da klingen so viele schöne Schlagworte mit. Und Etschenberg sagte im Bühnengespräch, dass er durchaus schon in ernsten Gesprächen mit Partner aus Forschung, Wirtschaft und in den Kommunen sei.

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Wenn man schon dabei war und das Gefühl hatte, dass da gerade eine Vision formuliert wird, die unserer Region alle Ehre machen würde, dann sollte man das auch aufschreiben. Was hiermit getan wäre.

Von „au Bülle“ und roten Köpfen

So, Thouet-Preis, letzter Beitrag, dann widmen wir uns wieder den ernsten Dingen des Öcher Lebens (Alemannia, Wetter, Tivoli, der Schnee, Rückrundenstart, fieskalt etc.).

Ich wollte mich an dieser Stelle aber einfach nur noch mal bedanken für 1. diesen wunderbaren Abend, 2. die Begegnungen und Gespräche danach und 3. für die Reaktionen aus allen Richtungen. Ich werde jetzt nicht fein säuberlich und vollständig zitieren, was so an Lob und lieben Worten auf mich niedergeprasselt ist. Bewegt hat mich das alles sehr. Aber einige Reaktionen sind schon notierenswert.

Ein Sonderthema (siehe vorangegangenen Blogeintrag) ist Jupp Touets – was für ein Name! – Reaktion von der amerikanischen Ostküste. Er ist der am weitesten von der Heimat stationierte Gratulant. Nicht schlecht ist auch Zeitungskollege Michael aus Passau, der mit der freundlichen Einleitung („aue Büll Büttgens!“) nach Bewegtbildmitschnitten im Netz fragt: Jet et net, Michael!

„Hür, danke für den Öcher Abend mit Häzz, rote Ramme!“

Auf alle Fälle will mein Kumpel Kurt nach dem Abenteuerbericht meines wahnsinnigen Vetters Oli und meines genauso verrückten Bruders Kalle (hört sich an wie einer von Robin Hood oder?) auf der Rathausbühne jetzt sofort mit mir auf den Eifelsteig: „Ich muss diese Seite von Dir unter hoher körperlicher Belastung kennenlernen…“

Die Herren hatten mich – was jeder Grundlage entbehrt – als hartherzig grimmigen, von einigen fläddigen Wutausbrüchen abgesehen, eher schweigsamen Wanderer bezeichnet. Das in diesem, oder mit meinen Fußballkünsten gefallene Wort von der „roten Ramme“ (weniger politisch als vielmehr belastungsroter Bölles und so) begleitet mich jetzt übrigens in der Redaktion. Ich danke von Herzen. Der geschätzte Sportchef schickt mir die SMS: „Hür, danke für den Öcher Abend mit Häzz, rote Ramme!“

Jupp Touet gratuliert!

Gestern Morgen in der Redaktion bei den Online-Kollegen von az-web die Mail aus Amerika, Ausschnitt aus dem Original, das mit der Gratulation zum Preis beginnt und dann so weitergeht:

„Hi Bernd,
ich bin ein alter Oecher jong und bin seit 1958 hier in den Staaten. Mein Oecher Platt lebt auch hier in Amerika, weil ich es selbst zu mir spreche, denn Oecher Platt is meine heimatsprache und das soll ich niemals verlieren.
Groees me the hotmannspief and it roskappelche!
Tschuss, adida, Jupp.“

Sensationell. Der Jupp aus Stoneham/MA-USA, das ist an der Ostküste. Und nicht irgendein Jupp, sondern Josef Touet, Jahrgang 1924!

Ich maile also zurück:

„Hi Jupp,
das ist ja eine großartige Reaktion auf den Thouet-Mundartpreis. Wie haben Sie davon erfahren? Verfolgen Sie das Geschehen in der Heimat täglich über az-web.de?
Ich meine, Ihr Name ist ja in diesem Zusammenhang eine Sensation! Ist Ihnen das H hinter dem ersten T im Laufe der Jahre in den Staaten abhanden gekommen?
Wieviel Öcher Platt haben Sie denn noch parat? Ich lese von the Hotmannspief and it Roskappelche!
Yours, Bernd“

Es dauert keine 20 Minuten, än dr Jupp schriivt: