Das Aachen-Blog

Schlagwort: Aachen (Seite 44 von 51)

Mindestens drei Punkte gegen Düsseldorf

Irgendwann muss es ja sein, dann also heute Abend.

Düsseldorf! Für die Kölner ist es die verbotene Stadt, und jeder Öcher, der was auf sich hält, steht auch nicht im Verdacht, eine tief entflammte Liebe zur Landeshauptstadt zu unterhalten.

zweieck_

Gestern gab es schon den Vorgeschmack: den Sturm vor dem Sturm!

Alemannia gegen Fortuna – das gab es im Ligabetrieb seit 1994 nicht mehr – die Fortuna wollte ja nicht. Oder so.

Im „Magischen Zweieck“, dem 7uhr15-Podcast vor jedem Ligaspiel der Alemannia, werden heute Erinnerungen gewälzt, und es trifft die Herren hart: Mit einem Mal fallen ihnen die Größten des deutschen Nachkriegsfußballs ein: Gerd Zewe und Dieter Herzog. Und rote Trikots mit gelbem Arag-Logo. So attraktiv und ansprechend wie der Verein und die Stadt und dieses Altbier.

Düsseldorf – irgendwie geht das gar nicht. Oder?!

Und hier gibt es ein gutes Stück Alemannia auf die Ohren:

:DD Das 7uhr15-Podcast über Fortuna, Meier, Zewe und das Gleichgewicht auf der Erde

——–

*** Mehr lesen:

Ein Derby mit Geschichte: Die historische Dimension der Paarung (Alemannia-Homepage)

10 Top-Fakten zum Spiel (Alemannia-Homepage)

Torwart Stuckmann wieder in der Startelf (az-web/an-online)

Mann gegen Mann: So stark sind die Teams (Fotostrecke rp-online)

Endlich auswärts siegen (Rheinische Post)

Alemannia erwartet mehr als 26.000 Fans (an-online)

Fortuna brennt auf einen Auswärtssieg (Westdeutsche Zeitung)

————–

*** Und hier gibt es alle bisherigen Folgen des „Magischen Zweiecks“

20 Pinguine: Aachen verstärkt Hannover

Hannover freut sich auf die Unterstützung aus Aachen! Was vielleicht auch im Bereich Profifußball gelten könnte, gilt auf alle im zoologischen Bereich.

pingu

20 Pinguine aus dem Aachener Tierpark Euregiozoo werden schon bald ihre Koffer packen und in der niedersächsischen Landeshauptstadt für gute Laune sorgen. Im dortigen Zoo natürlich, wo gerade noch die finalen Arbeiten für das neue Pingu-Gehege laufen.

„Uns haben so viele Zoos unterstützt, als vor gut einem Jahr ein Fuchs unsere Pinguine gerissen hat, jetzt wollen wir uns revanchieren“, sagt Aachens Tierparkchef Wolfram Graf-Rudolf – und das alles im Rahmen eines Programms zum Schutz und Erhalt einer wunderbaren Art.

Mittlerweile leben im Öcher Zoo wieder 50 Frackträger – eine muntere Truppe, wie nicht nur dieses Bild beweist.

*** Mehr Infos: Der Aachener Tierpark Euregiozoo – immer einen Besuch wert.

So, wer schreibt den 100. Kommentar?

Ich verrate nicht, wieviele Öcher Menschen jeden Tag auf dieses Blog gehen, wieviele bisher schon drauf waren. Das bleibt vorerst noch ein Betriebsgeheimnis.

Aber eins kann ich sagen: Der nächste Kommentar ist der 100.!

Wer schlägt zu????? Ich freu mich drauf. Wie auch auf den hundertersten, -zweiten, -dritten, -vierten, äh, was kommt dann? –fünften…

Lott komme!!!!!

Neu interpretiert: Das Alemannia-Lied

Wenn schon auf dem Platz nicht das läuft, was der Fan gerne sieht, so wollen wir zumindest in Erinnerung bringen, was er gerne hört.

Genau, das Alemannia-Lied, getextet und komponiert von den legendären Drei Atömchen. Wir erinnern uns:

1. Strophe:
Spielt am Sonntag unser Fußballklub,
treffe sich dr Fränz än ouch dr Jupp.
Met Fahne, Trommele, Tröete än Hipp-Hipp-hurra,
treckt alles dörch de Süesch noh Alemannia.
Doch das Spiel, wie kann es anders sein,
das jewinnt der andere Verein.
Und beim Abpfiff sätt et Fränzje an der Jupp:
„Dat is än bliiv‘ deä selve Klömpchensklup!“

Chefreporter

Der Chefreporter dieses Aachen-Blogs, Olaf Oli Lindenau, hat sich nun zur Aufgabe gemacht, dieses simple und erfolgreiche Stück Volksmusik in Worte zu kleiden, die der heutigen Spielweise unserer Alemannia entsprechen.

Und das geht so. Viel Spaß beim Mitsingen!

WEITER AUF SEITE 2

Auf ein Wort, Frau Erm!

Aachen – von altersher Stadt der Kultur. Ort voller Traditionen und Geschichten, Stadt des Wissens und der Forschung, mitten im Herzen Europas, Stadt der Alten, der Jungen, der Alemannen und der Jecken, der Printen und großen Preise. Ein Zukunftsstandort.

PortraitErm

Heute: Brigitte Erm, Mitgründerin und Motor der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen, weiß, was bürgerschaftliches, ehrenamtliches Engagement bedeutet. Mit ihrem Mann Hubert Schramm kam sie vor neun Jahren auf die gute Idee, eine Öcher Bewegung von unten anzustoßen.

Frau Erm, wie führen Sie Ihre Termine – digital oder auf Papier?
Erm:
Da bin ich noch klassisch unterwegs. Es gibt auch keine Veranlassung das umzustellen.

Kann ich daraus schlussfolgern, dass Sie auch lieber telefonieren als mailen?
Erm:
Das kann man so nicht sagen. Mails nutze ich schon – vor allem im beruflichen Kontext -, weil das so komfortabel ist. Was allerdings stimmt: Ich schätze natürlich das persönliche Gespräch sehr, weil das viel direkter und verbindlicher ist. Das ist in der Tat nicht zu ersetzen durch digitale Kommunikation.

Das wundert mich jetzt nicht, weil Sie und Ihr Mann ja viel kommunizieren mussten, um die Idee von einer Bürgerstiftung für Aachen in die Tat umzusetzen.
Erm:
Ja, das stimmt allerdings. Dafür war viel Überzeugungsarbeit notwendig.

Seit 2005 ist die Stiftung Realität, Sie und Ihre Mitstreiter setzen mit Ihrer Arbeit viele positive Akzente für den Lebensraum Aachen – vom Grassofa über den Lebensbaum für Kinder bis hin zum Start-Stipendiat für junge Leute mit Migrationshintergrund. Wie erleben Sie die Stiftung heute?
Erm:
Als schön und bunt und vielfältig. Da ist doch einiges in Bewegung geraten. Wir haben viele interessante Leute kennengelernt aus den unterschiedlichsten Bereichen. Das ist ein Gewinn. Wir haben aber noch reichlich Arbeit vor uns. Wir müssen wachsen, brauchen noch mehr Kapital, damit wir noch mehr bewegen können.

MEHR AUF SEITE 2

Thema der Woche, Bilder der Woche: Von der Kunst, den Spaten zu stechen

Spatenstich für ein außergewöhnliches Projekt: In Aachen sollen in den nächsten sieben Jahren zwei Milliarden Euro in den neuen RWTH-Campus Melaten fließen.

Das Ziel: 10.000 neue Arbeitsplätze auf einer zu bebauenden Fläche von 800.000 Quadratmetern für Forschung und Entwicklung, die nicht nur den Alltag verändern, sondern auch verbessern soll.

„Ein Jahrhundert-Projekt“, sagte RWTH-Rektor Ernst Schmachtenberg beim Spatenstich in dieser Woche. Und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers pflichtete bei: „Aachen zeigt den Weg für die Zukunft unseres Landes.“

OB Marcel Philipp formulierte es so: „Aachen bekommt dadurch einen enormen Schub.“

schöppen

Warum ich das hier erzähle? Nun, weil es zunächst einmal schön ist, über solch positive, zukunftsweisende Projekte in unserer Stadt zu berichten.

Und weil zudem bei solchen Projekten immer der Spaten gestochen wird. Und das ist eine hohe Kunst!

Was besonders schön ist bei den Spatenstichen für Großprojekte, ist das Spatenstechen an sich. Dafür braucht man zunächst einmal Spaten, was nahe liegt. Diese hier, zum Beispiel, von AZ-Fotograf Michael Jaspers (Bildergalerie zum Spatenstich ) abgelichteten.

WAS DANACH GESCHAH: SEITE 2

Sind wir ein Kotzbrockenverein?

Wer in diesen Tagen die Reise ins schöne München antritt, um dort gegen den traditionsreichen TSV 1860 ein Fußballspiel auszutragen, muss diese bange Frage stellen dürfen: Sind wir ein Kotzbrockenverein? Gehören wir zu den Clubs, die Ihr Löwen nicht leiden könnt?

Nach den brachial-philosophischen Ausführungen ihres Geschäftsführers zum Thema „der Feind, die Hasskappe und warum wir den Anderen nicht mögen müssen“, bibbert man vor einem Ausflug in die Höhle, pardon, die Hütte, die Burg, das Haus, die Arena der Löwen.

zweieck_

Der Mann hat sich inzwischen entschuldigt für seine Worte, was gut ist. War nicht so gemeint, sagt er. Hätte man aber so verstehen können. Hüstel, hüstel. Beim TSV 1860 ist ordentlich Druck im Kessel.

Alemannia spielt Samstag um 13 Uhr bei den Löwen, das Hinspiel (2:0) war eins der besseren Heimspiele der Schwarz-Gelben.

So kann die Forderung der Fans vor dem Mittelfeld-Klassiker Neunter (wir) gegen Zehnter (die) nur lauten: Vertragt euch, benehmt euch und bringt drei Punkte mit! Mindestens drei Punkte!

:DD Ein Podcast über Kiralys Hose, den Abschied von Carsten Jancker und über Hasskappen!

————-

*** Mehr lesen:

Hasskappe: Stoffers entschuldigt sich (Kicker)

Der TSV 1860 Baustelle (Abendzeitung München)

Mit dem letzten Aufgebot zu den Löwen (az-web)

1860 hinter den Erwartungen (Alemannia-Homepage)

Weiter ohne Stuckmann (Alemannia-Homepage)

Auf ein Wort, Herr Brammertz!

Aachen – von altersher Stadt der Kultur. Ort voller Traditionen und Geschichten, Stadt des Wissens und der Forschung, mitten im Herzen Europas, Stadt der Alten, der Jungen, der Alemannen und der Jecken, der Printen und großen Preise. Ein Zukunftsstandort.

P1030505

Heute: Jürgen Brammertz, Kommandant der Stadtgarde Oecher Penn, als solcher dr Jorres va Marschierpooetz, seit heute in erster Linie wieder als Familienvater und Bankkaufmann tätig.

Am Aschermittwoch, sagt ein alter Schlager, ist alles vorbei. Jürgen, Hand aufs Herz, wie sieht’s beim Kommandanten der Oecher Penn aus – bist Du traurig oder atmest Du durch?
Brammertz:
Sowohl als auch. Ein bisschen Wehmut ist immer dabei, wenn der Aschermittwoch erreicht ist. Wir haben wieder eine klasse Session hingelegt, hatten viel Spaß, haben gut gefeiert, an diesen Rhythmus kann man sich gewöhnen. Aber es ist auch okay, dass jetzt wieder der Alltag kommt. Wir haben zwei kleine Kinder, die wollen ihren Papa wieder zurückhaben. Und das gefällt mir auch sehr.

Was bedeutet Alltag, die Rückkehr in die Bank?
Brammertz:
Ja, klar, das natürlich auch. Du erwischst mich gerade kurz vor der Einkaufstour mit der Familie. Das gehört zum Resozialisierungsprojekt, das jetzt beginnt. Aber dass mal wieder alles vorbei ist, spüre ich immer, wenn ich die Uniform in die Reinigung gebracht habe und wir dann Aschermittwoch mit der ganzen Mannschaft beim Fischessen sitzen.

Ein Loblied auf alles, was schmeckt

Es gilt, da dieser Eintrag, den Sie gerade lesen, wohl der letzte vor der Fastenzeit sein wird, ein Loblied auf das Handwerk anzustimmen. Nein, nicht auf das der Wortdrechsler, Sinnversteller und Silbenschmiede, sondern auf das ehrbare Handwerk der Bäcker.

Wie komme ich drauf? Naja, seit einigen Jahren nutze ich in der Tat die Fastenzeit, um meinem Körper und somit auch mir etwas Gutes zu tun. Kein Kuchen bis Ostern!

Es tut weh, aber das soll ja der entscheidende Effekt bei der Sache sein, habe ich mir sagen lassen.

Ein gelungener, ja, ein willkommener Anlass ist das also, wie ich finde, noch einmal für längere Zeit den örtlichen Bäckereien einen Besuch abzustatten.

quarkball.jpg

Welche Pracht, welche Wonne! Leijv Öcher Jonge än Mäddchere, was sind wir reich an Meisterinnen und Meistern der Feinbäckerei!

Hosianna, ich könnte mich reinschmeißen in die Kirschschnecken und Streuselbrötchen, in belgische Reis-, in Öcher Schlemmerfläden, Muuzemandele, in Puffele und Himbeer-Reissahne-Schnitten.

Wer hat den Plunderkranz erfunden? Wer die Donauwelle? Und welch tollkühnen Anschlag auf die schlanke Linie hatte der im Blick, der das Nusseckchen, das Quarkbällchen und das Buttercrèmeschnittchen, ja, das „Teilchen“ in all seinen Variatiönchen erfand?

feine_torten-th

Wie werde ich das vermissen!

Generationen von Öchern haben diese köstliche Vielfalt schon genossen. Mir fällt in dem Zusammenhang ein Besuch mit der „Oma Aachen“, die eigentlich in Burtscheid wohnte (aber so genau nahmen wir Eilendorfer es nicht mit den entfernt liegenden Ortschaften!), also auf alle Fälle ein Besuch mit der „Oma Aachen“ im damals noch altbackenen Café Lammerskötter ein.

Und da ist mir die stattliche Madame noch erinnerlich, die am Nachbartisch saß, sich „zwei Windbeutelchen“ bestellte, wobei ich schon als Kind immer das -chen hinter dem Beutel, der in meiner Erinnerung eher ein jut jefüllter Sahnesack war, für extrem verniedlichend hielt.

Wie komme ich drauf? Genau, die Fastenzeit rückt heran, und es wird wieder hart. Sehr hart.

Aber heute noch mal: Kirschschnecke oder belgischer Reis – wie würden Sie sich entscheiden?