Das Aachen-Blog

Schlagwort: Aachen (Seite 22 von 51)

Aus der Reihe „Enthusiasten am Wegesrand“: die Eisenbahnfreunde

Der Vorteil am Beruf des Journalisten ist ja, dass man sich auf den Weg machen muss und folglich rumkommt. So stoppte ich dieser Tage in Walheim, um am dortigen Bahnhof eine Gruppe von Menschen zu treffen, die eine Idee fasziniert: Sie wollen die alte Vennbahntrasse wieder der ursprünglichen Idee zuführen und die gute alte Eisenbahn reaktivieren!

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Die Eisenbahnfreunde Grenzland sind optimistisch: Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werden sie einen musealen Bahnbetrieb auf der alten Bahnstrecke zwischen Stolberg und Eupen wieder herstellen!

Dass sie tatenhungrig sind, beweisen die Vereinsmitglieder, indem sie anpacken. So haben sie beispielsweise das alte Stellwerk am Walheimer Bahnhof, ein schönes Stück Bahngeschichte aus dem Jahre 1890 wieder in Schuss gebracht. Die Technik ist wieder tiptop, die Züge könnten also rollen.

Aus der Reihe „Enthusiasten am Wegesrand“ eine absolute Entdeckung: die Eisenbahnfreunde Grenzland.

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Mehr lesen auf der gut gemachten Homepage www.eisenbahnfreunde-grenzland.de

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Mullen wie Jott in Frankreich. Der Öcher in seinem Element. Der Platt-Kurs (10)

Der Öcher ist dem Franzosen sehr zugetan. Die Lebensart, et jute Essen, das Laissez-faire im Alltag, die schöne Sprache. Pardon, wer lacht?

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Eine ganze Reihe Aachener Alltagsvokabeln haben tatsächlich französischen Ursprung. Dr Karl, unser Öcher-Platt-Lehrer hier auf 7uhr15.ac, kann das beweisen – und tut es in seiner heutigen Lektion auch prompt. Dass Aachen von Napoleon und seinen Mannen einst belagert wurde, ist nicht zu leugnen.

Wie sonst könnten wir den Küchenherd „Fornöüs“, die Zimmerdecke „Plafond“ und den Bürgersteig „Troddewar“ nennen? Bis heute!

Wer noch mehr Beweise braucht und sie auch gerne in der Sprachschule mitsprechen möchte, der klickt jetzt einfach hier!!!

Mullen wie Jott in Frankreich! Herrlisch.

***Info: Dr. Karl Allgaier, dr Karl also, Sprachwissenschaftler durch und durch, ist im Brotberuf als Direktor der Bischöflichen Akademie schon ein gefragter Mann, ist so ganz nebenbei leidenschaftlicher, quasi examinierter und mit allen Tücken der Kunst beschlagener Öcher Platt-Experte. Und Mitherausgeber des Neuen Aachener Sprachschatzes.

Städtebaulich tiptop – auch wenn man „sich hier nich‘ mehr wiederkennt“

„Hier kennt man sich jar nich‘ mehr wieder!“ Das ist der höchste Öcher Ausdruck für Veränderung.

Aufgeschnappt jüngst auf der Treppe, die die Stadt so in Wallung brachte, weil sie ein wenig schräg ist. Und schräg ist in Aachen immer schwierig.

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Halten wir dennoch fest: Die eigentlich spannendste moderne Ecke der Stadt ist ohne Frage der AM-Komplex zwischen Franz- und Theaterstraße.
Ich mag das sehr, städtebaulich eine Bereicherung. Und die schräge Treppe ist doch irgendwie ein Hit.

Diese Ecke gehört zu jeder modernen Stadtführung!

*** Weitere Fotos auf den Seiten 2 und 3.

Das „Magische Zweieck“ freut sich auf das erste Heimspiel der Alemannia

Es geht wieder los, Wahnsinn! Die Aachener Alemannia lädt am Sonntag um 15.30 Uhr zum ersten Heimspiel der neuen Saison ein. Und Eintracht Braunschweig kommt. Der ewige Erste der Dritten Liga trifft auf den ewigen Ersten der Zweiten Liga – wie kann so ein Spiel ausgehen!

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Das Magische Zweieck, bretthartes Analyse-Duo vor jedem Heimspiel der Alemannia hier auf 7uhr15.ac, ist bestens vorbereitet für die Saison mit der „Wundertüte“ Alemannia. Optimismus ist Trumpf, und im Studio gibt es diesmal ein Gläschen – nein, nicht wie sonst Eierlikör – sondern Hörnerwhisky.

Damit aber schon genug Zuneigung für die Braunschweiger, der Rest sind drei Punkte für die Schwarz-Gelben.

:DD Aber hört selbst, was dem Zweieck zum Saisonstart auf dem Tivoli einfällt – hier KLICKEN!

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*** Viel geklickt: die beiden „Magischen Zweiecke“ zum Trainingslager am Walchsee

:DD 1) Ein Gespräch mit AZ/AN-Sportchef Christoph Pauli
:DD 2) Das Telefon-Interview mit Trainer Peter Hyballa

Kuriose Wörter aus dem Öcher Platt oder einfach so: Korrejües Wöet!

Der absolute Knaller im Öcher Platt ist ja eigentlich die so genannte „Bemöjjhtsjrüll“! Unübertroffen! Da steckt doch die Liebe des Öchers zu seiner Sprache drin, in der alten Schüssel, die sich um alles bemüht, sich also überall einmischt.

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Unser Öcher-Platt-Virtuose, dr Karl, hat seine liebsten kuriosen Worte der Heimatsprache, also die korrejüese Wöet, mal in einem meisterlichen Podcast in bewährter Form zum Hören und Mitsprechen zusammengestellt.

Au Kuutenellese, nix wie ran, der Unterricht beginnt sofort:

Und zwar hier reinhören: kuriose Wörter in Öcher Platt

***Info: Dr. Karl Allgaier, dr Karl also, Sprachwissenschaftler durch und durch, ist im Brotberuf als Direktor der Bischöflichen Akademie schon ein gefragter Mann, ist so ganz nebenbei leidenschaftlicher, quasi examinierter und mit allen Tücken der Kunst beschlagener Öcher Platt-Experte. Und Mitherausgeber des Neuen Aachener Sprachschatzes.


Tückische Dreifache Kombination beim CHIO: Regen, Wind, Bodenfrost

So, nachdem wir nun alle diese tückische Dreifache Kombination aus Regen, Wind und Bodenfrost tapfer genommen haben, bleibt am Ende festzuhalten: Der Schio in Aachen sucht seinesgleichen.

Nationenpreis am Donnerstagabend, et reänt, dat et freckt, immerhin haben wir gefühlte sechs Grad. Da hat es sich doch bezahlt gemacht, dass wir in diesem Jahr mal gezockt und uns für die nicht überdachte Tribüne entschieden haben.

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Wasser tropft mir noch aus dem Haar auf die Tastatur, gerade jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe.

Ob wir die Kinder mitgenommen haben? Ja, klar. Sie waren auch dabei, sie sollen kennenlernen, dass Öcher zu sein nicht nur immer lustiger Ponyhof bedeutet.

Sie sollen ruhig erleben, wie ein schön und lauschig geplanter Sommerabend im Sportpark Soers einen unerwartet dramatischen, ja eiskalten Verlauf nehmen kann: Nicht nur wettermäßig. Auch sportlich. Da wurde lange angetäuscht, dass die deutsche Equipe gewinnen könnte und bei den Kleinen wurden freudige Erwartungen geweckt. Dann galten als ärgste Konkurrenten die Franzosen und die Engländer – damit am Ende wer gewinnt? Die Holländer!!!

Mein Sohn hat höflich – ich betone das ausdrücklich – gefragt, ob wir im Reitstadion die Holländer genau so auspfeifen dürfen wie beim Fußball?

Ihr seht, das war ein prima Abend bei den Arctic Open 2011.

Mit Grüßen aus dem heißen Thermalbad, das ich den Freitag über nicht verlassen werde…

Hurra, vür liehre met dr Karl Öcher Platt Zum CHIO: Der Öcher und das Pferd

Weil sich in dieser Woche alles ums Pferd dreht, hat sich unser Öcher-Platt-Lehrer, dr Karl, noch einmal tief in die muttersprachlichen Archive begeben und ist mit reicher Ernte zurückgekehrt.
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Das Pferd, dr Öcher sagt „et Peäd“ [lang gesprochen], Plural: de Peäd [kurz!] oder de Peäder, taucht in der Tat nicht nur aufm Schio, sondern auch in der Aachener Alltagssprache auf.

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Erstaunlich ist, dass sich viele sprichwörtliche Weisheiten eins zu eins auf et Turnier übertragen lassen: Kapotte Peäd ka me net rijje – klar, kaputte Pferd kann man nicht reiten. Oder: Des Reiters Fluch bei der dritten Verweigerung seines Pferds vor dem Wassergraben über den eigensinnigen Bock: „Dat es ene eijesennije Bock van e Peäd.“

Oder der Ausdruck der Öcher Bescheidenheit, wonach dem toten Pferd der lebendige Esel vorzuziehen ist: „Bejster ene labendije Eäsel wi e duet Peäd!“

:DD Passend zum CHIO – ein Podcast mit Öcher-Platt-Sprüchen über das Pferd. Wie immer zum Nachsprechen!

*** Bisher in dieser Reihe erschienen: eine ganze Menge.

Was genau, das gibt es auf Seite 2.

Bisher erschienen in dieser Serie: eine ganze Menge schöner Podcasts – mehr dazu auf SEITE 2

Momo im DAS DA Theater. Sehenswert.

Dann empfehle ich doch mit großer Überzeugung den Beitrag von Katja Stephan für die Lokalzeit des WDR in Aachen vom Samstag. Weil sie die Arbeit, die wir in den letzten Monaten im DAS DA Theater, gemeinsam mit all den Mitstreitern und Mitspielern bei diesem fabelhaften „Momo“-Projekt angegangen sind, so schön auf den Punkt bringt.

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***Der direkte Link geht so – hier klicken!

Als Mitspieler sollte man sich bei der Gesamtbetrachtung der Arbeit jeder Wertung enthalten. Und doch möchte ich alle, die dieses außergewöhnliche und so packende und poesievolle Stück mit über 50 Mitwirkenden noch nicht gesehen haben, auf die letzten Vorstellungen am kommenden Wochenende hinweisen!

Ein paar Bilder von Wilfried Schumacher gibt es hier und auf der nächsten Seite:

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*** Karten-Infos: www.dasda.de

Adieda, tschüss, ja, und auch goodbye: Jörg Carabin gibt den Taktstock ab

Wenn so einer geht, dann zieht man den Hut. Chapeau, minge Lejjve!

joergJörg Carabin sagt seinem Jugendorchester beim Musikverein Hahn adieda. Den Taktstock legt er beiseite. Schweren Herzens, das versteht sich, aber irgendwie auch ein bisschen glücklich.

Dieser Eindruck stellt sich zumindest bei denen ein, die mit ihm sprechen in diesen Tagen. Und die sich baschtisch auf das große Open-Air-Abschiedskonzert des Jugendorchesters mit dem Dirigenten Jörg Carabin auf Gut Hebscheid am Samstagabend freuen. Notieren: Samstag, 9. Juli, 19 Uhr „Anpfiff“, sofern der Blasorchestermusiker diese flapsige Anspielung erlaubt!

17 (!) Jahre am Taktstock, das ist eine Leistung. Und nun gibt Jörg Carabin, dieser James Last des Jugendorchesterwesens, zur neuen Probenphase die Leitung an seine Nachfolgerin Simone Schlesak ab. „Ganz ehrlich“, sagt der passionierte Musiker, der im Privatleben mit seiner Frau Gine zwei süße Mädchen liebt und umsorgt und eine flotte Grafikdesignschmiede sein eigen nennt. „Ganz ehrlich, leicht fällt mir das nicht.“

War’s am Ende ein bisschen viel, lieber Jörg? „Ach ja“, sagt er, „irgendwie schon.“ Und dann seufzt er, erzählt von dem Silvestervorsatz und sagt so schöne Sätze wie: „Im Moment sind es dann doch zwei weinende Augen, wenn ich ans Aufhören denke.“ Oder: „Das hat mir immer so viel Spaß gemacht, aber am Ende konnte ich nicht mehr die üblichen 100 Prozent bringen.“ So reden die wirklich Engagierten.

Gehen wir mal davon aus, dass es am Samstag auf Gut Hebscheid noch einmal kräftige, leise, schwungvolle und emotionale Töne geben wird. Das aktuelle Jugendorchester des mehr als hörenswerten Musikvereins spielt, gespickt mit ehemaligen Musikern ein buntes Programm aus Musical, Film und Unterhaltungsmusik. „Wenn alle kommen, sind wir 94!“, sagt Carabin und schluckt. Ach, es wird auch ein großes Schluchzen geben, aber ist das nicht auch schön?!

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Ob’s auch Überraschungen geben wird? „Es ist durchaus zu vermuten“, sagt Jörg Carabin – und weiß nichts. Sagt er zumindest.

Wer Autos hat zu fahren, Füße zu laufen, Augen zu sehen und vor allem Ohren zu hören, der möge sich auf den Weg machen. Ab 18 Uhr ist das schöne Gut links hinter Jrüne Eiche geöffnet, Snacks und Picknick-Späßchen können mitgebracht werden, Getränkeausschank zu fairen Preisen gibt es vor Ort!

Jörg, hau rein, Junge!

***Wer’s mag, kann Jörg ja auch eine Nachricht hier auf dem führenden Heimatblog zukommen lassen. Ich hab‘ mal den Anfang gemacht!