Das Aachen-Blog

Autor: buettgens (Seite 63 von 77)

St. Oberholz oder: Hört auf zu reden!

Ehrlich, die beiden sind zu laut. Und irgendwie stört das. Zumal eben noch diese wunderbare Stille über dem gemütlichen Parterre des Café St. Oberholz lag. Es schneit in der Hauptstadt. Bitterkalt ist es. Da sucht man die Wärme.

Womit wir beim Thema wären. Wärme, Nähe. Ein Menschheitsthema. Um ehrlich zu sein, angefangen hat das Gebrabbel an meinem Tisch. Zwei Leute mittleren Alters, Mann, Frau, Kollegen offensichtlich (alle Gesprächsfetzen – und das vermerken wir gesondert – deuten auf Lehrer hin) sülzen einen Turtelmurks, dass man sich am liebsten Stöpsel in die Ohren stecken möchte.

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Er auf alle Fälle: schrecklich baggernd – und sie fragt ihn jetzt schon zum zweiten Mal, wie es seiner Frau eigentlich geht. Er will diese Hinweise – ebensowenig zu verkennen wie ein Zaunpfählelager im Baumarkt – nicht verstehen und redet weiter.

Ein paar Blicke der umliegenden Nachbarn hinter ihren Laptops (sie liegen wirklich, deshalb das Wort) haben die beiden auf sich gezogen. Wo Stille war, ist nun dieser Dialog. Und alle hören – dem Wortschwall hilflos ausgeliefert – mit. Gemerkt haben die beiden es nicht. Was sag‘ ich? Er merkt ja sowieso nichts.

Haben wir solche Läden auch in Aachen? Ich brauche da Informationen. Läden wie das „St. Oberholz“ am Rosenthaler Platz in Berlin. Ein Kaffeehaus mit Geschichte(n).

Ein Café, in dem leise Musik läuft und in dem der Milchschäumer der größte Krachschläger ist? Und in dem zwei, die das tun, was man gemeinhin im Kaffeehaus tut (reden, meine ich jetzt), auffallen? Weil die anderen, um der Wahrheit die Ehre zu geben, eher gar nicht sprechen?

Auf ein Wort, Herr Schirowski!

Aachen – Herzstück der Technologieregion, von altersher Stadt der Kultur. Ort voller Traditionen und Geschichten, Stadt des Wissens und der Forschung, Grenzort im Herzen Europas, Stadt der Alten, der Jungen, der Alemannen und der Jecken, der Printen und großen Preise. Ein Zukunftsstandort.

Da fragt man sich doch, wie die Leute, die diese Stadt prägen, weil sie hier leben und/oder wirken, unterwegs sind.

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Heute: Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der Agit, der Wirtschaftsförderungsagentur für die Technologieregion, erklärt, wie er sich informiert.

Herr Schirowski, wie führt der Geschäftsführer der Technologiezentrale seine Termine? Auf Papier oder digital?
Schirowski:
Inzwischen parallel. Ich habe mich jahrelang tapfer gegen die Digitalisierung gewehrt, das geht aber nicht mehr. Jetzt laufen die Termine über Computer und Handy, den Papierkalender halte ich aber bei. Dann habe ich auch immer etwas dabei, um mir wichtige Notizen zu machen – mit dem Stift.

Könnten Sie sich vorstellen, heute noch ohne den ständigen Zugriff auf Mails oder SMS unterwegs zu sein?
Schirowski:
Nein, daran habe ich mich so gewöhnt, dass ich darauf gar nicht mehr verzichten kann. Gerade wenn man viel unterwegs ist, ist das sehr hilfreich. Zuhause, das gebe ich aber zu, achtet meine Frau darauf, dass es nicht zu viel wird, denn man wird unter Umständen auch Sklave der Digitalisierung und der ständigen Erreichbarkeit. Ich gebe Ihnen mal einen guten, aber auch erschreckenden Artikel über das Phänomen, den ich dieser Tage gelesen habe. („Der Fluch der steten Erreichbarkeit“/Welt online)

Wie informieren Sie sich über das aktuelle Geschehen?
Schirowski:
Sehr stark über das Internet, also über die gängigen Portale, Spiegel online etwa. Oder im Regionalen über www.az-web.de oder www.an-online.de. Und da ich viel im Auto unterwegs bin, halte ich mich auch klassisch über das Radio auf dem Laufenden, vor allem über WDR 2. Zeitung steht da eher hinten an, obwohl ich das Haptische daran sehr mag.

Was tut sich in der Technologieregion in Sachen Kommunikation?
Schirowski:
Ich denke, dass wir hier gut aufgestellt sind. Eine Reihe interessanter Firmen ist hier angesiedelt, es gibt gute übergreifende Projekte zum Thema Kommunikation, die sehr ambitioniert sind. Ich bin allerdings bei allem nicht so technikgläubig, dass ich meine kritische Distanz aufgeben würde. Aber das muss ja auch nicht sein.

Aachen ist für Sie…
Schirowski:
…ein hidden champion. Mal abgesehen von der RWTH, die eine hohe Leuchtkraft besitzt, werden noch lange nicht alle Potenziale, die es in unserer Region gibt, mit der ihnen gebührenden Aufmerksamkeit wahrgenommen. Übrigens ein Kommunikationsthema. Aber daran können wir ja arbeiten.

DIESE SERIE WIRD FORTGESETZT

***Bisher erschienen in der Serie „Auf ein Wort“:

Der Aachener Unternehmer Günter Carpus

Unterwegs mit den Vier Amigos

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Richtig gezählt, die Vier Amigos sind in Wirklichkeit Fünf: Dietmar Ritterbecks, Stefan Beuel, René Brandt, Uwe Brandt und Jürgen Vreydal (v.l.).

Der Mann im roten Frack kommt geheimnisvoll auf der Hinterbühne um die Ecke und raunt den Vier Amigos zu: „Ich stell‘ Euch dann gleich mal vier Mikrofone auf die Bühne.“ Vier! Das ist nicht die schlechteste Idee.

De Jonge hant Spaß. Jot drop sönd se, ein Samstagabend im Öcher Fastelovvend, auf drei Stationen nehmen sie den Mann mit Kamera und Aufnahmegerät mit, das ist eine feine Geste, aber so kenne ich die Herren.

„Super Entertainer“, „tolle Typen“, „einer schöner wie der andere“ – es gibt endlos viele Komplimente in dieser Nacht für die Vier Amigos. Der Präsident der Narrenzunft, Wilm Lürken, der auch dem Aachener Karneval in Gänze vorsteht, greift gar zu Superlativen: „Das Beste, was der Karneval westlich und östlich des Rheins derzeit zu bieten hat.“

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Uwe und René Brandt, Stefan Beuel, Dietmar Ritterbecks und Amigo 5, Techniker Jürgen Vreydal, können derzeit in Ovationen baden. Der Name des Quartetts wird angekündigt, das Volk jubelt, und selbst die notorischen Foyerläufer und Thekensteher stürmen in den Saal.

„Janz ejal, wat könt: Vür Öcher lieben das Leben!“ Das ist schon eine Hymne, eine Absichtserklärung, eine Zustandsbeschreibung – und die jecke Belegschaft der Stadt liegt sich in den Armen und fühlt sich nur wohl. „Sie treffen das Lebensgefühl der Öcher“, sagt eine Sitzungsbesucherin der Volser Prinsejarde, die sich als Exil-Öcherin auf Europatournee outet.

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Diese und jede Menge Bilder mehr vom Abend mit den Vier Amigos gibt es hier.

Ist das ein Wunder, dass die Amigos vor allem bei den Frauen punkten? Die alten Kuschelbären schmeicheln sich aber auch so was von gelassen und smart in die Herzen der Zuhörerinnen.

Doch was genau ist das Erfolgsrezept? Gute Stimmen, klar, gute Texte, markante Typen, Öcher Hazz, gute Musik, ein eleganter Auftritt, das klasse Niveau, das im Fastelovvend nicht unbedingt bei allen Akteuren vorausgesetzt werden darf?

Wahrscheinlich ist es aber auch die gute Stimmung, die die Jungs untereinander und miteinander haben. Eine Nacht mit den Amigos auf Tour, im kleinen Bus, Jürgen am Steuer, Didi am CD-Regler und alle singend! Ich kann mit einigem Stolz behaupten, schon eine Kostprobe des neuen Programms gehört zu haben, das in der kommenden Woche daheim bei der Tropi Garde vorgestellt wird. Ich habe es gehört auf der Fahrt vom Eurogress nach Vaals, bei einer Art Probe auf Rädern.

Da hatten die Herren schon einen Megaauftritt hinter sich und noch drei bärenstarke vor der Brust.

Echte Öcher op Tour. Nie waren sie besser. Nie wurden sie mehr geliebt. Und das haben sie sich auch verdient!

:DD Und dann gibt es noch ein kleines Radiostück, ein Podcast über diesen Abend, hörenswert – so wie die Kameraden! (mp3/3:50)

Mehr über die Vier Amigos auf ihrer Homepage.

*** Das noch: Ich baggere, um ein Exklusivinterview mit Paul Pooetz zu bekommen. Weil der Bursche mit seiner Öcher Nessun dorma-Version in den Sälen auf Händen getragen wird. Ich hoffe, es gelingt mir – der Mann scheint etwas verschlossen zu sein…

OES, HIER JIB‘ ET WAT ZU JEWINNEN!
Wer die Fotogalerie aufmerksam verfolgt, wird ein Bild finden, auf dem der entzückende Rücken von Herrn Ritterbecks zu sehen ist. Herr Ritterbecks trägt eine schwarze Jacke, die aus der Öcher Kollektion von www.designkutsche.de stammt.

Frage: Was steht hinten auf der Jacke?

Wer die Lösung per Mail schickt an buettgens@gmx.de kann eine Jacke aus der Kollektion der Designkutsche gewinnen! Bitte gleich die Kleidergröße in der Mail mitvermerken. Rechtsweg ausgeschlossen, klar!

Viel Spaß dabei.

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Der Chefreporter in St. Pauli!

Durchgefroren, mit einer Niederlage im Gepäck und doch zuversichtlich meldet sich soeben der frischgebackene 7uhr15.ac-Chefreporter Olaf „Oli“ Lindenau. Bei seiner Premiere als Berichterstatter auf dem Aachen-Blog hat sich der analytisch-kritische Teil des „Magischen Zweiecks“ zwar das beste aller Themen ausgesucht, doch nicht das Optimum erzielt: Alemannia ist das Thema, und das knappe und völlig unverdiente 0:1 beim FC St. Pauli das Ergebnis. Aber Oli ist ein tapferer Mann.

Live am Millerntor hat er das Spiel und noch viel mehr erlebt. Hier sein Bericht:

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VON OLAF „OLI“ LINDENAU

Die Bierpfützen in den „Astra“-Bechern sind gefroren. Es ist kalt im hohen Norden. Richtig kalt. Fies kalt, wie wir Öcher sagen. 1400 mitgereiste Fans auf der Nordtribüne versuchen sich aufzuwärmen.

Singen, tanzen, springen. Viel helfen tut es nicht. Und von der angelegten Skiunterwäsche hätte ich mir auch ein bisschen mehr versprochen. Aber als Alemannia-Fan ist man ja an Leiden und Entbehrungen gewöhnt. Also, reden wir von was Anderem.

Nett sind sie, die Paulianer. Spielen erstmal unsere Hymne und begrüßen unsere Spieler sehr freundlich. Ohne die sonst – auch am Tivoli – üblichen Verbalinjurien. Hier ist man wirklich Gast, nicht Feind. Nachahmenswert.

Sven Meyer, der St. Pauli Fan, der sich bei der Tivolieinweihung so schwer verletzte, hat eine kleine Ansprache vorbereitet, um sich bei seinen Unterstützern aus beiden Lagern zu bedanken. Ihm versagt die Stimme vor lauter Rührung. Seine Ehrenrunde klappt viel besser, „Danke Aachen“ steht auf dem Banner, das seine Verwandten durchs Stadion tragen. Das sorgt für noch mehr Gänsehaut – bei ohnehin schon -9 Grad.

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Chefreporter-Foto: Millerntor-Stadion, der Beleg dafür, dass Oli wirklich dabei war!

Der kleine Kevin Kratz spielt tatsächlich ohne Handschuhe und im Sommertrikot. Bei diesem Anblick friere ich noch ein bisschen mehr. Einstellung und Einsatz stimmen bei unseren Jungs, aber leider treffen sie nicht. Nur das kann St. Pauli an diesem Samstag etwas besser.

Immer wieder fliegt der Ball in die Baugrube, die im November 2009 die einstige Haupttribüne des Millerntorstadions verdrängt hat. Der riesige Rottweiler, der dort die Gerätschaften vom Baulöwen Hellmich bewacht, könnte die Lederkugeln ohne Mühe zerbeißen. Zum Glück hängt am anderen Ende der Leine ein gigantischer „Sekuritty-Mann“, der den Vierbeiner unter Kontrolle hat.

Ich beneide gerade die Leute, die ein Sitzkissen mitgebracht haben. Manche haben sogar Decken. „Da hätte man ja auch mal dran denken können“, sagt die Frau neben mir, die mir die Eintrittskarte zu Weihnachten geschenkt hat. Haben wir aber nicht.

Die Alemannen denken sicher ans Toreschießen, tun es aber nicht. Und dennoch: Hier darf man verlieren. Aber nicht am 1. Februar auf dem Tivoli gegen den FCK. Denen werden wir so richtig einheizen – sogar bei minus 20 Grad!

Und darüber reden wir dann nächstes Wochenende wieder im „Magischen Zweieck“!

*** Büttgens merkt an:
Super Einstand, Chefreporter! Denk an die Spesenquittungen! Und Grüße an die Frau neben dir!

*** Mehr lesen:

Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten über das Spiel der Alemannia in St. Pauli: Aachen wird in St. Pauli eiskalt erwischt

Hamburger Abendblatt über das Spiel der Kultvereine: St. Pauli rückt näher an Platz eins

Hamburger Morgenpost schreibt in der Online-Ausgabe: St. Pauli weiter auf Aufstiegskurs

AN – eine starke Marke wird 65!

Die „Aachener Nachrichten“ werden an diesem Wochenende 65 Jahre alt. Und die Redaktion hat eine 28-seitige Sonderausgabe produziert, die am heutigen Samstag den „Nachrichten“ beiliegt.

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Es gibt viele gute Argumente, eine regionale Tageszeitung zu lesen – niemand beschreibt, bewertet und begleitet das örtliche Geschehen umfassender und kritischer, als eine Zeitung das kann.
Doch Print ist nicht mehr alles. Heute ist noch – wie im „Nachrichten“-Fall www.an-online.de – als blitzschneller Online-Newskanal dazugekommen.

Schauen Sie doch mal in die Beilage (hier eine kleine Themenauswahl:

*** Der Blick in die Historie: Die „Nachrichten“ starteten als erste demokratische Nachkriegszeitung mit der Lizenznummer 1

*** So geht AN heute: Ein Blick in den Newsroom und die Lokalredaktionen der „Nachrichten“ – eine aufschlussreiche Collage

*** Aus der Region: Warum die Eifel boomt, wo die Zukunftschancen liegen und welche Perspektiven die Kultur hat

*** Alemannia: Warum Jupp Martinelli nicht immer mit der Fußball-Berichterstattung glücklich ist

*** Moderne Medien: Warum wir heute kein Buch mehr lesen können, ohne dabei die Mails zu checken

*** Standort Aachen: Der Geist der Wissenschaft bewegt die Region…

… und vieles, vieles mehr!

AN65 Heute am Kiosk!

Podcast: St. Pauli – Alemannia!

„Das magische Zweieck“ schlägt die verbalen tödlichen Bälle aus dem Halbfeld. Messerscharfe Doppelpässe – möngchensmoeß, butterweich aufgelegt.

Heute geht die Podcast-Reihe, die uns durch die Rückrunde der Zweiten Liga begleiten soll und immer vor den Spielen veröffentlicht wird, in die zweite Ausgabe, die gleich eine Sonderausgabe mit drei Teilen ist (wow!). Im Mittelpunkt: der schwarz-gelbe Verein.

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Zwei Männer geben alles für ihren Verein oder: Alemannia für die Ohren.

Mein kongenialer Partner im magischen Zweieck ist Olaf „Oli“ Lindenau, ein Mann von echtem Schrot und Korn, der bei uns zuhause einst als Vetter angefangen hat. Ein Mann des Wortes, der feinen Dialoge, ein Mann, den man steil schicken kann.

Heute reden wir über das schwere Auswärtsspiel der Alemannia am 19. Spieltag (Samstag, 16. Januar, 13 Uhr) am Hamburger Millerntor: Der FC St. Pauli ist Zweiter. Hallo?! Respekt!

Wie stark sind die Alemannen nach dem Sieg gegen den KSC? Welche Zauberkraft besitzt der beliebteste Zweitliga-Trainer Holger Stanislawski? Und haben wir da nicht noch eine Rechnung offen von der Stadioneinweihung? War es wirklich ein 0:5?

Gemach, gemach, wir wollen nichts übers Knie brechen. Zumal das Knie an sich bei der Alemannia zurzeit kein gutes Thema ist…

***Viel Spaß beim Zuhören, wir bieten heute an:

:DD Das magische Zweieck – 19. Spieltag, Teil 1 – Wie Matze Lehmann in Hamburg zum Poeten wurde. (mp3-Version/3:38)

:DD Das magische Zweieck – 19. Spieltag, Teil 2 – Seelenverwandte und ein flotter Pudel (mp3-Version/3:29)

:DD Das magische Zweieck – 19. Spieltag, Teil 3 – Achtung, die magische 19 kommt von der Bank! (mp3-Version/3:54)

***Nur das noch: Zweiecke gibt es wirklich, denn merke:

Es gibt zwei Arten von Zweiecken, echte und falsche Zweiecke. Bei letzteren fallen beide Eckpunkte zusammen, wodurch es einem Eineck gleicht.

Und das wollen wir auf alle Fälle mit aller Macht, nein, mit aller Magie verhindern!!!

***Zum Nachlesen:

Aachener Zeitung/Aachener Nachrichten: Alemannia und die Kniefälle

Hamburger Morgenpost: „Ich war schon fast bei St. Pauli“ Alemannia-Trainer Krüger im Interview

Homepage FC St. Pauli: Interview mit Erik Meijer: „Bei mir ist das Glas immer halbvoll.“

Das beste Fanzine der Republik kommt aus Aachen: In der Pratsch

Wirklich lesenswert: Matze Lehmann dichtet im St. Pauli-Fanzine „Der Übersteiger“

Lieblingsvideo des Magischen Zweiecks: St. Pauli-Legende Walter Frosch im Interview

Das Magische Zweieck läuft sich warm

Nur auf die Schnelle: Heute Abend geht das „Magische Zweieck“ wieder an den Start. Teil 2 des treffsicheren Podcast-Duos, das sich im kongenialen verbalen Doppelpass über den Verein des Herzens, also über unsere Alemannia unterhält. Und das vor jedem Spiel der Rückrunde.

Teil 1 – es war quasi der Talk, der ursächlich zum Heimsieg gegen den KSC führte – wurde wunderbar geklickt, downgeloadet, wie das Neudeutsch heißt. Ansporn für die Herren Lindenau und Büttgens also, in Teil 2 dranzubleiben. Was heißt dranbleiben! Nur der nächste Sieg zählt, oder wie unser Tribünennachbar immer sagt: „Heute mindestens drei Punkte!“ Mindestens, drunter geht gar nichts.

Zurzeit wird das Tonstudio feucht durchgewischt, der Alemannia-Wimpel abgestaubt, die Knabberbox für die Moderatoren steht auf dem Sideboard bereit, ebenso der Eierlikör. Alle Infos zum FC St. Pauli, dem kommenden Gegner, liegen aufgetürmt auf den Besprechungstischen.

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Und Herr Lindenau wird auch diesmal wieder einen perfekt gebrühten Espresso aus der Wundermaschine serviert bekommen, die zum Inventar des 7uhr15-Medienkonzerns gehört wie der Geißbock zum FC Köln. Gutes Stichwort: Weiß einer, wie der FC am Sonntag gegen Dortmund gespielt hat?

Das noch zu Herrn Lindenau: Oli Lindenau hat Ende letzter Woche seinen Vertrag als 7uhr15-Chefreporter unterschrieben, fuhr daraufhin – vielleicht etwas übereifrig – direkt nach Hamburg, um den FC St. Pauli vor dem Alemannia-Spiel zu beobachten. Dortselbst angekommen vernahm er die Kunde, dass die Kiezkicker ein Auswärtsspiel in Ahlen zu absolvieren hatten. Kann passieren.

Also: Heute Nacht geht das Magische Zweieck wieder on Air – die Kunst des Fußballs, ziseliert und aufgefriemelt in Sätzen, die für die Ewigkeit gemacht sind.

Man hört sich!

Jupp Touet erzählt aus seinem Leben

Wenn die Post aus den Staaten im digitalen Briefkasten mit einem fröhlichen Gong aufschlägt, beeile ich mich gerne: JoeRitaTouet, lautet die Kennung, der Öcher Jupp aus Stoneham von der Ostküste schreibt mir wieder. Erzählt mir ein Stück aus einem bewegten Leben, zeigt mir in jeder Mail, wie sehr die Liebe zur Vaterstadt auch dann noch blüht, wenn man good old Oche vor über 50 Jahren verlassen hat.

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Jupp (links) mit einem Freund in der Hartmannstraße in den 50ern – an einem Rosenmontag.

Jupp ist 85, eifriger Leser dieses Blogs, ein durch und durch aktiver Mann also. Und heute hat er mir einen Wunsch erfüllt. Er schickt mir ein paar Bilder aus den Aachener Tagen. Merssi, leijve Jupp.

Auf ein Wort, Herr Carpus!

Aachen – Herzstück der Technologieregion, von altersher Stadt der Kultur. Ort voller Traditionen und Geschichten, Stadt des Wissens und der Forschung, Grenzort im Herzen Europas, Stadt der Alten, der Jungen, der Alemannen und der Jecken, der Printen und großen Preise. Ein Zukunftsstandort.

Da fragt man sich doch, wie die Leute, die diese Stadt prägen, weil sie hier leben und wirken, unterwegs sind.

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Heute: Günter Carpus, Vorstand der Carpus + Partner AG, spricht über ein Leben mit und ohne Blackberry und spannende Zukunftslösungen made in Aachen.

Herr Carpus, Hand aufs Herz: Blackberry oder Papierkalender?
Carpus:
Seit Jahren Blackberry. Ich kam vom Palm, der musste aber ständig synchronisiert werden. Mit dem Blackberry bin ich jetzt sehr zufrieden, Termine, Mails – alles immer griffbereit.

Und ohne kämen Sie gar nicht mehr klar?
Carpus:
Ich habe jetzt tatsächlich im Urlaub auf den Blackberry verzichtet, nachdem meine Familie mir in den Ferien zuvor den durchaus berechtigten Vorwurf gemacht hatte, dass ich mit dem Teil gar nicht abschalten kann.

Die Familie hatte recht?
Carpus:
Absolut, ohne Blackberry hatte ich diesmal richtig Ferien.

Wie informiert sich der Firmenchef Carpus über das aktuelle Geschehen?
Carpus:
Sehr klassisch. Morgens bei einer Tasse Kaffee lese ich die Tageszeitung, das ist ein Ritual, das ich mir nicht nehmen lasse. Ansonsten über Fernsehen und Radio.

Wie sieht es mit den Nachrichtenportalen im Internet aus?
Carpus:
Wir haben ein eigenes Informationsportal für uns und unsere Kunden entwickelt, Carpus.info. Dieses Portal wird von einem Mitarbeiter täglich auf den neuesten Stand gebracht. Da informiere ich mich (fast) täglich. Fremde Portale sind für mich kein Thema. Ich weiß, dass es da sehr spannende Angebote gibt, aber ich habe mich darauf bislang nicht eingelassen.

Sie leben und arbeiten in der Technologieregion Aachen – ist das mehr als ein Schlagwort?
Carpus:
Ja, auf alle Fälle. Hier sind schon beachtlich viele kompetente Leute unterwegs, die für die Zukunft denken. Erst vor einigen Tagen habe ich lange mit dem Dekan der Architektur-Fakultät der RWTH, Peter Russell, gesprochen. Der ist sehr IT-affin, und wir haben geredet über drei Dinge, die uns schützen: 1. die Haut, 2. die Kleidung, 3. das Haus. Und es geht jetzt um die Frage, wie wir mit intelligenter Planung und Technik dieses Haus zu einem modernen, dem Menschen dienenden Ort machen – ein Megathema. Aber das ist nur eins von vielen spannenden Aachener Themen.

Aachen ist für Sie…
Carpus:
…Heimat, Standort. Wenn ich nach Aachen komme, komme ich nach Hause.

*** Info: Günter Carpus ist einer der Vorstände der Carpus + Partner AG (www.carpus.de). Das in Aachen gegründete und hier beheimatete Beratungs- und Planungsunternehmen ist mit 200 Mitarbeitern an vier Standorten international tätig. Als Berater, Experte und Generalist löst das Unternehmen alle Aufgaben, die im Lebenszyklus der Immobilie entstehen.

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