Autor: buettgens (Seite 41 von 77)
Boh, wat ’ne Pause! Man darf den Eindruck gewinnen, dass die Zweite Liga in diesem Jahr in erster Linie das Intermezzo für immer neue Länderspiele bietet. Schön ist das nicht, oder?
Ejal, am Sonntag geht’s ja weiter, und es kommt der FC Iserlohn, Quatsch, Ingolstadt.
Iserlohn, Ingolstadt – wo ist der Unterschied, fragen die Herren vom Magischen Zweieck, dem traumwandlerisch gespielten verbalen Doppelpass vor jedem Alemannia-Heimspiel. Können beide nix, also Ingolstadt oder Iserlohn jetzt!
Nicht wundern, Freunde des Magischen Zweiecks, über die wackelige Tonqualität der aktuellen Ausgabe, aber Oli ist mal wieder in Vorderusbekistan, wo er ja unter anderen als Talentspäher für Kreisligisten aus dem Fußballkreis Düren tätig ist. Wovon im übrigen – apropos schlechte Qualität – dieses Handyfoto, das via Mail den 1000 Kilometer langen Weg in den Medienkonzern nach Schleckheim schaffte, beredt Zeugnis ablegen soll.
Aber wo waren wir stehen geblieben? Stimmt, Alemannia trifft nach dem Sieg gegen den SC Paderborn und dem guten 0:0 bei der Hertha in Berlin nun mit breiter Brust auf die Ingolstädter.
Die Herren vom Zweieck sind ja abergläubisch, tippen nicht mehr, sagen auch nicht mehr, dass sie mindestens drei Punkte wollen. Aber die Begeisterung für die junge Truppe ist groß. Deshalb ist der Appell nicht zu überhören: Leute, kommt ins Stadion, es lohnt sich!
Morgen, Alemannia-Freunde, ist wieder Magisches-Zweieck-Zeit! Nach Wochen der Enthaltsamkeit kehrt der Fußball heim. Tivoli, Sonntag, 13.30 Uhr, die Partie gegen den FC Ingolstadt!
Und das Magische Zweieck ist morgen früh, pünktlich um 7uhr15, mit der neuen Ausgabe am Start! Nicht verpassen! Heute wird aufgezeichnet, auch wenn Oli gar nicht da ist. Zumindest nicht im Studio…
Hoppla, da wäre ich doch beinahe in der Muckibude vom Trimmdichrad gefallen. Trete da meine siebeneinhalbtausend Watt über 14:34 Minuten, tropfe, öle wie nie in meinem Leben, da kommt Barbara, meine Turnlehrerin, vorbei, stoppt, durchdringt mich mit kalten Augen und sagt diesen Satz, der meine bis dahin butterweiche Muskulatur in Schockstarre versetzt: „Ich lese mit!“ Saukäs! Reaktion: totaler Leistungsabfall, Versagensängste, Körperfettstau.
Also, Freunde: Für alle die, die mich in den letzten Tagen gefragt haben, ob es eine Fortsetzung meiner Serie „Die Muckibude, Barbara und ich“ geben wird, hier die Antwort: Ja, es wird sie geben. Aber lasst mich erst einmal an meiner Grundfitness arbeiten, damit ich meiner Trainerin auf Augenhöhe begegnen kann.
Morgens, wenn der Tag noch ein junger Geselle ist, macht das Schreiben besonders viel Spaß. Vor allem dann, wenn es was zu verschenken gibt.
Zunächst: 1000 mal dubbele Merssi an Dutzende Teilnehmer des Herbsträtsels auf 7uhr15.ac, dem Heimatblog. Das macht mich erstens happy und schreit ja förmlich nach Zugabe!
Danke auch für die wunderbaren, für die sehr freundlichen Mails, die ja zum Teil von Exil-Öchern aus der Ferne geschickt werden und nicht selten mit herzzerreißenden Liebeserklärungen an des Kaisers Stadt enden.
Ein ebensolch großes Dankeschön geht übrigens an die falschen Kreativlösungworte: Bernerdeto Tagjolok hat Bacio mir angeboten, mit der Idee, dass sich dahinter ein neuer Wunderstürmer für die Alemannia verbirgt. Ebensolche Freude hatte ich am Ansatz meines Kollegen Marc, der auf dem Weg zur richtigen Lösung viele Fehlversuche hatte: okvollgens ab zum Berner Berg hat mir besonders gut gefallen.
Sehr selbstbewusst auch Andreas: pernergenstotagjol schreibt er mir und ergänzt: klarwiekloßbrühe!
*** Nun also zur Sache: Es gab 95 Prozent richtige Einsendungen, klar JOLDENER OKTOBERTAG war die Lösung. Und davon soll es ja noch eine Tüte voll geben.
Wen die Losfee aus dem Topf der richtigen Einsendungen gezogen hat, das erfahrt ihr auf SEITE 2
So, dann wollen wir mal hier auf 7uhr15.ac, im Heimatblog, etwas Neues anstoßen: das große Bilderrätsel.
Jetzt, wo der Herbst ins Land zieht und die Blätter bunt macht, hat man ja Zeit für derlei knifflige Späße mit hohem kulturellen Wert.
*** Und so wird’s gemacht:
Auf den folgenden Seiten findet ihr sieben Bilder, alle in Aachen und direkter Umgebung gemacht. Ihr sollt erraten, um welchen Ort, Flecken, markanten Punkt oder um welche Öcher Besonderheit es sich handelt. Jeweils sind drei Lösungsmöglichkeiten angeboten, aber nur eine stimmt.
Schreibt die Silbe, die hinter der jeweiligen (richtigen) Antwort steht, auf und bastelt aus den sieben Silben am Ende des Rätsels einen Lösungsbegriff zusammen. „Gar nicht so leicht“, sagt meine Frau, die es aber dann doch geschafft hat.
Schickt die Lösung an buettgens@gmx.de (und bitte nicht in die Kommentare, hallo!)
Unter den Einsendern mit richtiger Antwort werden drei feine Frühstückssets (Tasse und Brettchen) mit schönen Aachen-Motiven verlost – wenn das kein Knaller ist!
So, und jetzt geht’s los:
***Rätselstart auf SEITE 2
*** Was bisher geschah: Die bisherigen Reaktionen auf meine Schilderungen rund um mein Einführungsgespräch in einer wirklich anständigen Athletenschmiede unserer Stadt zeigt mir, dass das Mitgefühl noch ein Wert ist in unseren Tagen. Danke, das tröstet mich.
Gut, worum ging es in den ersten beiden Folgen? Ich beschreibe im Schweiße meines Angesichts die Einführungsrunde mit Barbara, meiner Trainerin, die ich jetzt duze. Ich bin gewogen, körperfettvermessen – und fange ganz unten an.
TEIL 3
Wir haben also ein Fitness-Programm für mich erarbeitet, individuelle Trainingseinstiegsmethode und so. Diese soll, sagt die Gerätewartin, irgendwann in eine sehr fachchinesische, aber gut klingende Phase münden, die mit „dynamisch“ anfing, deren Ende ich aber akustisch nicht mitbekommen habe.
Barbara, die Fitnessfachwirtindiplomsportlehrerin, hat mich dann noch gefragt, wie es denn um meine Fitness stünde. Da ich diesmal das Gerät, das die Richtigkeit meiner Aussage postwendend überprüfen würde, sofort erblickte (ein Hightech-Fahrrad mit allem Messzippundzapp), sprach ich von einem Och-et-jeht-so. Was sich fünf Minuten später als einigermaßen zutreffend herausstellen sollte.
Freunde der gelupften 20-Kilo-Hantel, ich habe geschoben, gehoben, gerissen und gepöngelt Gewichte über Gewichte, gegen die ein Kasten Weizenbier ein Eierkartönchen ist! Und ich habe auf jede Frage, ob’s noch geht, geantwortet wie Männer zu antworten haben: Kanns‘ noch fünf Kilo drauftun!
Unter der warmen Dusche dachte ich später, während meine Muskulatur fröhlich zitternd ihre Wiederauferstehung feierte: Doch, janz jut, et is‘ noch wat da von früher!
Auch Ernährung umstellen, rief mir Barbara nach, als ich später, den Turnbeutel hinter mir herschleppend und doch um den aufrechten Gang bemüht, aus dem Fitnesssalon schlurfte. Kleinere Mengen essen! Und nicht so hastig!
Überschneiden, der Herr? Meine Bäckereifachverkäuferin macht Witze. Nein, ich esse das am Stück – und auf der Faust. Wochenende!
Barbara hat gesagt: Zwischendurch mal ein Stückchen Kuchen schadet nicht. Siehste.
ENDE
*** Wird bei entsprechenden Fortschritten in der Athletenschmiede unaufgefordert fortgesetzt.
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*** Bisher erschienen:
Teil 1: Die Muckibude, Barbara und ich: Das Einführungsgespräch. Also, wie es begann
Teil 2: Die Muckibude, Barbara und ich: Über spinnerte Waagen und das völlig überbewertete Körperfett
***Was bisher geschah: Ich bin jetzt im Fitnessstudio aktiv. Also, noch nicht richtig. Weil ich bislang ja nur beim Einführungsgespräch mit Barbara war, meiner Turnlehrerin, die ich jetzt duze und die sehr nett, aber – mir scheint’s – auch unerbittlich ist. Sie können auf alle Fälle noch problemlos in die Trilogie einsteigen. Noch ist nichts passiert. Aber gleich.
2. TEIL
Und schon waren wir mittendrin im Einführungsgespräch. Dritte Frage: Und was wiegst denn Du so? Ich zögerte kurz, erwischte mich beim Am-Turnhemd-zubbeln, nannte dann aber doch mit fester Stimme eine Zahl, von der ich tief innen glaubte, dass sie der Wahrheit nahe kommt.
Barbara lächelte und kickte sodann mit einem eleganten Schlenzer, wie ich ihn zuletzt bei Bastian Schweinsteiger im Spiel gegen Argentinien gesehen hatte, eine Waage unter einem Sideboard ins Freie: Bitte!
Ich habe ihr erklärt, dass ich nicht an dreifach geeichte, TÜV-zertifizierte Präzisionsmessgeräte glaube. Und siehste! Der sich nach einer kurzen Weile des digitalen Zahlenwirrwarrs dort verfestigende Wert bestätigte meine These, lag er doch deutlich oberhalb meiner eben noch geäußerten Einschätzung der Sachlage.
So, sagte Barbara trocken, und jetzt der Körper-Fett-Gehalt. Noch bevor ich sagen konnte, dass es Dinge auf der Welt gibt, deren Sein und Werden mich mehr interessieren, blinkte ein neuer Wert auf, der okay, sagen wir’s mit der Fitnessfachfrau – zumindest noch auf der Skala auftaucht.
Sie freute sich selbst über diesen Witz und beeilte sich mit dem Hinweis, dass viele Schwestern und Brüder im Schweiße deutlich außerhalb lägen, also noch jenseits der Kategorie „schlecht“, in die ich nun zackzack hineingeraten war. Und mein Blick schweifte durch den Salon – und fand tatsächlich Trost.
ENDE TEIL 2
*** Was dann geschah bei meiner Fitnessstudioeinführungsrunde mit Barbara und wie die Antwort auf ihre Frage lautete, wie es denn so prinzipiell um meine Fitness stünde: morgen früh, 7.15 Uhr, hier. Ich merke gerade, dass mich für heute schon die Kraft verlässt…
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*** Die übrigen Teile:
Teil 1: Die Muckibude, Barbara und ich: Das Einführungsgespräch. Also, wie es begann
Teil 3: Die Muckibude, Barbara und ich: Die Muskulatur feiert ihre Auferstehung
Ein Fitnessstudio, eine Muckibude, eine Athletenschmiede, hatten sie gesagt, das wär’s doch für mich: „Da warten sie auf dich!“ Mal wieder bewegen, richtig was stemmen, dehnen, Herz-Kreislauf, Ausdauer, abstrampeln. Gut gegen Stress. Gegen zu enge Hosen. Gegen schlechtes Gewissen. Wir in unserem Alter! Klar, was früher gottgegeben naturschön war, muss heute durch harte Arbeit halbwegs in Form gehalten werden.
Ach ja, die Muckibude, nett wär’s da, sagten sie auch. Was sich dann tatsächlich bewahrheitete. Aber der Reihe nach.
Als mich die Bäckereifachverkäuferin meines Vertrauens am Mittag vor dem Abend, an dem ich meinen Antrittsbesuch im Tempel der Körperertüchtigung zu machen hatte, fragte, ob sie mir denn die Fitnessstulle, diese doppelstöckige Fladenbrotapplikation mit Kraut, Schinken, Käse und einem leichten Dressing überschneiden sollte, hatte ich noch gesagt, dass das nicht nötig wäre: Esse ich zügig am Stück.
Und hatte noch im Weggehen gedacht: Süß, ÜBERschneiden! Apropos süß, ich kehrte noch einmal um: Um ein Streuselbrötchen einzutüten als Begleitmusik zur Latte Matschiato am Nachmittag – vor jenem Abend. Wir wollen da in der Dokumentation korrekt bleiben.
Abends dann die Begegnung mit Barbara im Studio. Die Fitnessfachwirtin. Diplomiert. Ausgesprochen freundlich und so drahtig, wie ich sie mir vorgestellt hatte, die Vorturnerin.
„Hallo“, sagte sie, halt so, wie man das sagt. Und dann ein paar Sätze später sportlich-keck: Lass uns Du sagen! Ich nickte, sagte wahrheitsgemäß Bernd, sie nickte, sagte Barbara, was mir durchaus bekannt war, weil sie sich ja kurz zuvor bei der Begrüßung schon mal als solche zu erkennen gegeben hatte. Ein zweites Mal gaben wir uns die Hand.
ENDE TEIL 1
*** Was dann geschah oder warum die Waage im Studio ein Volltrottel ist und weshalb Körperfettanalysen keinen Spaß machen, morgen mehr: hier.
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*** Die übrigen Teile:
Teil 2: Die Muckibude, Barbara und ich: Über spinnerte Waagen und das völlig überbewertete Körperfett
Teil 3: Die Muckibude, Barbara und ich: Die Muskulatur feiert ihre Auferstehung









