Das Aachen-Blog

Autor: buettgens (Seite 23 von 77)

Kleine Aufgabe für Diplom-Öcher

Kleine Aufgabe für alle Freunde des Aachen-Blogs. Da wir ja im Frühjahr einen „Vürliehreöcherplattmetdrkarl“-Abend veranstalten wollen, gilt es nun, mal das eine oder andere Wort der Heimatsprache in den Alltag einzubringen. Quasi als Vorbereitung.

Deshalb die Aufgabe: Sorgt bitte dafür, dass Ihr im Laufe der Woche die folgenden Wörter irgendwann mal im Gespräch unterbringt. Ich hab‘ auch extra drei schöne rausgesucht:

1) Petschzang – die Kneifzange
2) Hazzblättche – Herzblatt
3) Landau – Gegend, Landschaft (so im Sinne von „Jeng Landau sue schönn wie Oche ajjen Pau!“)

Für Diplomanwärter noch zwei Wörter, die Extrastreberpünktchen bringen:
*a) Ölichszaus – Zwiebeltunke (wo auch immer das Wort unterzubringen ist)
*b) Fettpansch – Dickwanst (aber bitte leise!)

Immer im Takt: der Schlagzeuger Jonas Burgwinkel bei der Gala „Menschen 2011“

Dieser junge Mann ist auf allen Kontinenten gefragt. Er reist folglich viel und gerne, aber er bleibt immer im Takt. Auch wenn er ganz schön viel Lampenfieber hat.

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Begeisterte am Mittwochabend bei der Gala „Menschen 2011“ von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten das Publikum: Schlagzeuger Jonas Burgwinkel. Fotos: Andreas Steindl

jonas1Jonas Burgwinkel, 30 Jahre jung, gebürtiger Aachener, Abi an der Viktoriaschule, ist im vorigen Jahr mit Lobeshymnen in den Zeitungen überhäuft worden: „Er swingt wie Hölle“ oder „Der Stern am Jazzhimmel“ waren nur zwei davon. Schlagzeug ist sein Metier, nach den Studienjahren in Maastricht, Boston und Köln hat er sein Diplom am Drumset gebaut, mehr noch, die Musikhochschule Köln machte ihn zum Professor der Jazzschlagzeug-Abteilung: „Professor – das klingt für mich immer noch komisch“, sagte Burgwinkel am Mittwochabend auf der Bühne bei der AZ/AN-Gala „Menschen 2011“.

Das war ein Treffpunkt für interessante Leute aus unserer Region, die bei aller Unterschiedlichkeit eins gemeinsam haben: Sie schrieben 2011 jeder auf seine Art Schlagzeilen.

Wie Jonas Burgwinkel eben, der sympathische Schlagzeugakrobat, der inzwischen von Köln aus die Musikwelt erobert. In 15 Ensembles weltweit ist er aktiv, dazu kommt die eigene Band Source Direct und viele, viele Anfragen.

Eine weitere kam Mittwochabend dazu. Nach dem furiosen Solo am Schlagzeug, das er als Gast der Gala-Showband (Leitung Heribert Leuchter) für ein Stück spielte, tobten die 500 Gala-Gäste. Und der designierte Generalmusikdirektor unserer Stadt, Kazem Abdullah, lud Burgwinkel spontan ein, mit dem Sinfonieorchester ein Konzert zu spielen.

Ich geh‘ hin, wer kommt mit?

Die Gala „Menschen 2011“

Bildschirmfoto 2012-01-13 um 07.12.49Ich mach’s ja nicht oft an dieser Stelle, aber diesmal umso bewusster und lieber. Die Gala „Menschen 2011“ von AZ und AN war ein so schöner und runder Abend, dass ich gerne auf die aktuelle Berichterstattung in den Zeitungen hinweisen möchte – schöne Doppelseite mit vielen Bildern und Infos – und auf die Bildergalerien und Videos im Netz bei www.az-web.de und www.an-online.de

Die Besonderheiten des Öcher Platts – anhand von Merksätzen erklärt

Stimmt, heute ist Dreikönigstag, da gibt es nicht nur leidlich witzige Veranstaltungen wie das Dreikönigstreffen einer bestimmten Partei, nein, heute steht auch ein Höhepunkt des Öcher Veranstaltungskalenders auf dem Programm. So früh im Jahr, aber so ist das: Heute Abend wird im Rathaus der Thouet-Preis der Stadt Aachen verliehen, Fachabteilung „Pflege der Öcher Heimatsprache“!

Der Lehrer Herbert K. Oprei wird der Nachfolger von René Brandt sein, von Herzen sei Herrn Oprei an dieser Stelle jrateliert! Schönn, dat Ühr dr Priis kritt! Ühr könnt Üch freue! Ich spreche aus Erfahrung…
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Damit das Jahr aber nicht nur feucht-fröhlich und jovial beginnt, hat unser Öcher-Platt-Lehrer hier auf dem Heimatblog, dr Karl (unser Bild), tief in die Grammatik- und Lautlehrekiste des Öcher Platts gegriffen und serviert uns heute in seinem Audio-Podcast drei Perlen, drei Besonderheiten der Mundart – mit Merkvers.

Hier klicken, zuhören, lernen, Spaß haben!

Es geht um wahrlich bewegende Fragen: So erklärt uns Karl den Halblaut hinter den Vokalen, den nur spricht, wer wirklich aus Aachen kommt! Oder er weist daraufhin, warum im Öcher Platt das N am Ende eines Wortes quasi regelhaft wegfällt.

Großartig auch das dritte Kapitel rund um die Lautvielfalt, an dessen Ende der wunderbare, wertvolle, ja wirklich oft verwendete Satz „Diese Woche brauche ich weiche Wäsche, weil mir steht eine Wiege im Wege“ ins Öcher Platt übersetzt wird.

Hä? Nicht wundern, hört einfach rein, es lohnt sich!

***Info: Dr. Karl Allgaier, dr Karl also, Sprachwissenschaftler durch und durch, ist im Brotberuf als Direktor der Bischöflichen Akademie schon ein gefragter Mann, ist so ganz nebenbei leidenschaftlicher, quasi examinierter und mit allen Tücken der Kunst beschlagener Öcher Platt-Experte. Und Mitherausgeber des Neuen Aachener Sprachschatzes.

2012 – darauf können wir Öcher uns in diesem Jahr einstellen

Ja gut, dann also 2012. Hört sich gut an, hört sich rund an, könnte was draus werden.

Auch in Aachen?

Klar, warum nicht!?

Was wird 2012 in Aachen passieren? Da hat jeder Öcher seine Ideen, meine Top 5 habe ich schon mal notiert und freue mich auf weitere Anregungen und Kommentare.

1. Alles wird passieren, nur eins nicht: dass Alemannia Aachen absteigt! Die Jungs kriegen die Kurve. Das mal vorneweg.

2. Die Öcher werden die Freitreppe auf dem Katschhof bevölkern und sie heiß und innig als Bereicherung für die Innenstadt lieben.

3. Schleckheim wird nach Jahren wieder baustellenfreie Zone, was für den Rest der Kaiserstadt leider nicht gilt. Auch das Beet im Kreisverkehr in Sch. soll wieder so schön bepflanzt werden, wie die Bürger es einst taten.

4. Wir legen noch ein paar Bäche in der Altstadt frei und rufen eine Papierbötchen-Meisterschaft der Aachener Grundschulen aus. Bei den Bauarbeiten zur Bachfreilegung stößt man in der Rennbahn auf Grundmauern eines römischen Stadions, das fortan als Urtivoli in den Geschichtsbüchern vermerkt steht.

5. Die Öcher-Platt-Schule hier auf 7uhr15.ac bietet einen lehrreichen und lustigen Abend in Sachen Heimatsprache an – nicht im Internet, sondern im prallen Aachener Leben. Versprochen!

Traditionen sollte man pflegen, deshalb: Die Weihnachtsgeschichte in Öcher Platt

Am Öcher Adventskalender öffnen wir – warteklemmteinbisschensojetztaber – das 24. Türchen. Und siehe da: Eine der wenigen Traditionen, die es auf dem doch noch jungen Aachen-Blog 7uhr15.ac schon gibt, verbirgt sich dahinter. Die Weihnachtsgeschichte, das Evangelium nach Lukas, das der Heimatdichter Hans Kals so meisterhaft übersetzt hat, taucht auch in diesem Jahr am 24. Dezember wieder auf.

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Mit meinem Freund Uwe Brandt habe ich die schönste aller Geschichten vor zwei Jahren eingesprochen, sie läuft also nun zum dritten Mal – und das gilt in Aachen schon als Tradition!

Ich hoffe, Euch hat der Adventskalender in diesem Jahr ebenso viel Freude gemacht wie mir. Bedanken möchte ich mich bei allen Aktiven, die mit gedichtet, gesungen, gebacken, gesprochen, gedacht und gefühlt haben. Ich bedanke mich für die Reaktionen, freue mich natürlich über weitere – wünsche aber zunächst allen Freundinnen und Freunden des Aachen-Blogs e jlöckselig Chressfess, fiert schönn, kloppt üch net än maaht nüüs kapott!

Und jetzt hier klicken, weil es dann so herrlich weihnachtlich im Öcher Herzchen wird!

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Et Chresskenk wel komme – auch die Vier Amigos freuen sich aufs Fest

Schon ihr Nikela-Song war hier im Adventskalender auf 7uhr15.ac ein Hit. Jetzt legen die Vier Amigos nach und bescheren uns ganz kurz vor Heiligabend das schöne Lied „Et Chresskenk wel komme“. Wir hören einen feinen Text von Jupp Steinhauer, der auf die vertraute Melodie von „Ihr Kinderlein kommet“ perfekt passt – und dieses Jahr in jedem Öcher Wohnzimmer erklingen sollte!

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:DD Also, wir freuen uns jetzt baschtisch aufs Christkind und auf die fröhlichen Öcher Sängerknaben – und klicken einfach hier!

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Und, ist die Weihnachtsstimmung jetzt da?

Den Text zum Mitsingen gibt es auf Seite 2

Et Chresskenk wel komme…

1.
Et Chreßkenk wel komme! Ich han et jehuuet.
Et steäht ejjen Zidongk, et litt ejjen Luuet.
Flammbaue, die lüüehte. Woför all dat Let?
Et Chreßkenk wel komme, brengt Jlöck os än Fred.

2.
Me rüücht at de Prente, de Böim stönt parat.
Janz Käjser Kaals Oche op et Chreßkengche wad.
Flammbaue, die lüüehte. Woför all dat Let?
Et Chreßkenk wel komme, brengt Jlöck os än Fred!

Text: Jupp Steinhauer

Von der Kraft des Wortes

Unterwegs in der Heimatstadt. So kurz vor dem Fest. Alles rennet, kaufet, flüchtet. Bekannte und noch viel, viel mehr unbekannte Gesichter eilen vorbei. Auch wenn du noch so lange schon durch deine Stadt läufst, stellst du an solchen Tagen fest, wie wenig du doch weißt von den anderen, die hier leben. Wie viele Aachener kenne ich wirklich? Sind es 300? 400? Wenn es hoch kommt, 500? Das fröhliche Gesellschaftsspiel „Wir ordnen Gesichtern passende Namen zu“ ist spätestens dann am Ende. Was ist also mit den übrigen grob geschätzt 249.500?

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Die Annastraße zu Weihnachten. Foto: Andreas Herrmann

Aus einem Schmuckgeschäft am Markt kommt ein Mann mittleren Alters und strahlt. Er ist mit sich und der kleinen Öcher Welt zufrieden. Offensichtlich ist das so. Wahrscheinlich hat er seiner Liebsten gerade ein schönes Stück gekauft, und er freut sich auf ihre Freude. Toitoitoi, denke ich.

*

Der Weihnachtsmarkt 2011 ist auf dem Weg in die Geschichtsbücher. Schluss, aus, vorbei. Schön ist er auf so vielen Bildern, etwa auf denen, die Andreas Herrmann den 7uhr15-Freunden vor ein paar Tagen geschenkt hat. Historische Stadt, Lichterglanz, das Quecksilber pegelt sich um die frostige Null ein, wärmend aber das Gold und Silber, wärmend der Glühwein. Eine Freude für Herz und Seele ist so manches Kunststückchen, das zum Kauf angeboten wird. Ich gebe es zu: Ich bin kein Weihnachtsmarktgänger, bin ich nie gewesen. Aber ich freue mich für alle, die es sind. Alle Jahre wieder.

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Der Adventskalender hier auf dem Heimatblog hat viel Spaß gemacht – macht Spaß, weil zwei Türchen kommen ja noch! Vor allem hat er viele Begegnungen ermöglicht, Momente der Ruhe, Momente der Freude, Momente des Wortes, ob gesprochen oder gesungen. Wie gewaltig ist ein Wort! Wie schön ist das: miteinander zu sprechen, Zeit zu haben, um zuzuhören und um zu erzählen. Wir dürfen uns das niemals nehmen lassen.

*

In der unteren Adalbertstraße, die gestraft ist von dieser gräßlichen Baulücke, von der in Wahrheit wohl niemand weiß, wie sie jemals sinnvoll gefüllt werden soll, kommt mir ein Mann meines Alters entgegen, der mir vor Tagen schon einmal aufgefallen ist. Gelbe Cordhose, gelbe Regenjacke, der ganze Kerl in Gelb. Man habe ihm diese wärmende Montur gegeben, sagt er, „ein guter Mensch war’s“. Jetzt bittet er um fünfzig Cent und ist ausgesprochen höflich. Er erzählt von seiner Unterkunft, einem möblierten Zimmer, das er täglich bezahlen muss. Hofft, dass sobald kein Schnee kommt und zeigt auf die Stofftüten mit den leeren Flaschen, die er sammelt, um sie in Centbeträge zu verwandeln.

*

Der freundliche Mann bedankt sich – nicht nur für eine kleine Gabe, sondern auch für das Gespräch. Für diese kurze Pause im hektischen Hin und Her dieser Tage. Diesen Dank möchte ich an dieser Stelle gerne erwidern.

Richard Wollgartens „Milchstraßen“-Werk, schön interpretiert von Karl Allgaier

„Lejß, een en steäreklor Naht, worp ich wier ens minge Bleck noh ovve än hong ming Jedankens noeh.“

Das ist feines Öcher Platt. „Leise, in einer sternklaren Nacht, warf ich wieder einmal meinen Blick nach oben und hing meinen Gedanken nach.“ Schön. Poetisch. Ja, unsere Heimatsprache ist eine reiche Sprache. Wer sie beherrscht, kann sich wunderbar in ihr ausdrücken.

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Richard Wollgarten kann das. Er beherrscht sein Öcher Platt. Und seine glitzernde Weihnachtsgeschichte, die mit dem oben erwähnten Satz anfängt und zu einem fulminanten Ritt mit dem Nikolaus vom Himmel über die Milchstraße direkt nach Burtscheid führt, erzählt Karl Allgaier (Foto), unser Platt-Lehrer dr Karl, im Folgenden.

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Ein Stück Heimatsprache, eine schöne Geschichte, für ein Tässchen Kaffee und ein Printchen und ein knisterndes Feuer.

:DD Und hier geht es zum Audiopodcast „De Melichstroeß öm Kloes“ – jetzt klicken!

Wenn et net wohr wür, mer küüent et koum jlöüve! Genau, wenn die Story nicht wahr wäre, man könnte sie kaum glauben!

Wer die Geschichte mitlesen möchte, findet sie auf Seite 2

Chressfess Der ultimative Geschenktipp: Für alle Freunde der Aachener Mundart hat der Verein Öcher Platt noch eine kleine Gabe, die unter keinem Tannenbaum in dieser herrlichen Stadt fehlen sollte.
Weihnachtliches Aachen. Chressfess een Oche – Prosa, Gedichte und Lieder in Aachener Mundart. Ein soeben erschienenes schönes Büchlein mit wunderbaren Texten auf Öcher Platt. Und damit man hört, wie es klingt, hat der Verein Öcher Platt auch gleich an die Doppel-CD gedacht.

Wie Printen gebacken werden? Kommt mit in die Öcher Backstube und staunt!

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So, Freundinnen und Freunde des Heimatfunks, der langgezogene Öcheradventskalenderendspurt hat begonnen. Heute erweitern wir unser Wissen um das zuckersüße Brot des Kaiserstädtchens.

Die Geschichte der Aachener Printe ist lang. Um es kurz zu machen: Sie schmeckt auch heute noch – und wie!

Im heutigen 7uhr15-Video nimmt uns der Aachener Bäckermeister Michael Nobis frühmorgens mit in seine Backstube. Adventszeit, kurz vor dem Fest, klar, da geht’s beeindruckend zur Sache.

🙄 Alle Videos des Heimatblogs gibt es hier im 7uhr15ac-Kanal auf Youtube

Aus feinsten Zutaten und Gewürzen machen hier flinke Hände nach einem Geheimrezept die wunderbarste aller Aachener Backwaren: die Printe. In gut sechs Minuten kommt das Aachen-Blog seinem heimatkundlichen Auftrag nach und erzählt eine Geschichte, bei der jedem Zuschauer das Wasser im Munde zusammenläuft.

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Schade nur, dass man den Duft, der durch die Backstube schwebt, (noch) nicht mitschicken kann…

In diesem Sinne: Viel Spaß – und guten Appetit! Ich mach‘ mir jetzt ein Öcher Böhnchen und ess‘ – genau, es fängt mit Schoko-Nuss-… an.

Und noch ein zuckersüßer Ohrenschmaus als Nachtisch
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Und weil es so wunderschön ist – und so rührend und dazu auch noch wahr! – gibt es als Nachtisch das wunderbare Stück Öcher Prosa „Wie et Chresskenk os Öcher Prente kennelieret“. Geschrieben und unnachahmlich schön erzählt von Hein Engelhardt.
In dieser Geschichte bringt der Nikolaus von seinem Arbeitsaufenthalt in Aachen der himmlischen Besatzung das vorzüglichste aller Öcher Geschenke mit: Printen!
Das Christkind ist so entzückt, dass es von nun an täglich Printen zum Kaffee haben will, oder auf Öcher Platt: „Suejät wel ich van nu aan jedder Nommedaag op minge Kaffiedösch stooeh han.“
Als die Idee aufkommt, die Printen in der Himmelsbäckerei zu backen, taucht schnell ein Problem auf: Das Geheimrezept kennen nur die Öcher Bäcker – und sie verraten es nicht! So ist die Schlusspointe das Zückerchen für alle Liebhaber unserer Sprache – und natürlich der Printen!

:DD So, genug geschrieben, jetzt solltet Ihr hören – hier klicken!

Zeit, auch mal danke zu sagen. Oder wie das in Aachen heißt: merssi!

Der Adventskranz strahlt, vier Kerzen brennen seit gestern – und wir freuen uns so aufs Fest!

Die Zeit schreitet voran, unaufhaltsam, und die Zeit ist reif, mal merssi zu sagen. Wem? Das sei einem jeden selbst überlassen, Gründe gibt es bei genauer Betrachtung ja zuhauf.

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Ja, man kann das gar nicht laut genug sagen: Merssi oder noch prononcierter: völmoels merssi – wie der Öcher sätt.

Weil’s ja sonst zu kurz kommt und weil es ja auch – außer ein bisschen Überwindung – nicht viel kostet.

Der Vorteil am Öcher Danke ist zudem sein deftiger, von Herzen kommender Klang: Nicht merci, wie de Freunde von Ostbeljien mit e chpitz Müllchen sagen, sondern eher kernig: merssi. Mehr ä als e, mehr Betonung auf der ersten als der zweiten Silbe, auch gerne jovial eingeleitet mit „hür,…“ – und einem kleinen Päuschen: „…merssi, Aue!“

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In diesem Sinne: Merssi, lieber Michael Cosler, für das schmucke Adventsbild aus Kornelimünster!