Kommt, Öcher Mäddchere än Jonge. Wir machen uns ein leckeres Öcher Böhnchen, holen uns de Printenkiste aus’m Schrank – und der Jupp än dr Ägid machen wat Musik dabei. Okay?
🙄 Alle Videos des Heimatblogs gibt es hier im 7uhr15ac-Kanal auf Youtube
Das Aachen-Blog
Kommt, Öcher Mäddchere än Jonge. Wir machen uns ein leckeres Öcher Böhnchen, holen uns de Printenkiste aus’m Schrank – und der Jupp än dr Ägid machen wat Musik dabei. Okay?
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Nun gibt es doch verblüffend viel Resonanz auf den unterschiedlichen Kanälen auf die Geschichte mit den Blötschen im Parkhaus. Und eine gewisse Begriffsverformung ist eingetreten, die es nun auszubeulen gilt.
Für alle anderen ein Wort an Claudia, die Du ins Badische verschlagen wurdest, was an sich schon schlimm genug ist. Wir lernen Heimatsprache im Fernkurs: Dr Blötsch, de Blötsche – das ist noch einfach. Das kannst Du den Kollegen in der Ferne locker beibringen!
Interessant ist die Frage, ob es denn einen Unterschied zwischen der Beule am Auto und der am Kopf gibt.
Jibbet! Dr Blötsch im Auto, de Büll am Kopf! Achtung, wir unterscheiden allerdings fein zwischen dr Büll und de Büll. Dr Büll ist der Beutel, das Säcklein, aber nicht nur; de Büll besagte Beule an der Rübe oder sonstwo.
Hauptseminar: Nun kann es natürlich sein – und es ist auch schon vorgekommen -, dass ein älterer Herr, also ene aue Büll, in all seiner Umständlichkeit mit seiner Kiste ene Blötsch in anderleuts Auto fährt, zum Beispiel in besagtem Parkhaus (siehe oben). Und dass daraufhin der Besitzer / die Besitzerin der verblötschten Mühle dr aue Büll erstens die beziehungsreiche Frage stellt, ob er „ene Eck aav“ hat – und ihm, je nach Antwort, zweitens eine knallt. Auf dass dr Büll dann en Büll an dr Kopp hat.
Dass die Oecher Penn eine Kanone hat, die „dr Blötsch“ heißt, ist noch eine völlig andere Geschichte, die hier aber jetzt zu weit führt. Alles klar?
Mit mittelgroßer Bewunderung betrachte ich immer wieder die Ecken und Kanten in gut frequentierten Parkhäusern. Oft genug sehen sie ja so aus:
Lackspuren, Striemen, Streifen, Kratzer – wie viele Flüche jedes einzelne Zeugnis misslungener Fahrkünste wohl begleitet haben! Hätte ich einen Lackierbetrieb, in Parkhäusern würde ich Werbeflächen mieten. Das muss sich lohnen.
Und auch heute wird es wieder so sein: Tiefbewegte Männer und Frauen stehen rat- und fassungslos vor deformierten, eingebeulten Kotflügeln und Türen. Eine Delle in der Kiste. Schöne Bescherung. So kurz vorm Fest.
Mögt Ihr, mögen wir verschont bleiben. Wahrlich kein Spaß, auch wenn es in Aachen so ein wunderbares Wort für die doofe Beule gibt: den Blötsch!
Weihnachtsmarkt – jetzt mal unter uns: Ist das schön? Ist das fein? Ramsch oder Romantik? Spektakel oder Spekulatius? Menschen im Dampf unter Dampf.
Massenbewegung. Ich gehe – wenn ich denn mal gehe – selten richtig froh durch die Budengassen. Was heißt gehen? Lasse mich schieben. Currywurst und Fellpantoffel. Lebkuchen(!)-Herzen und Heinos Weihnacht. Und dann auch wieder ein feiner Stand mit bestem Kunsthandwerk. Ach ja, wem’s gefällt…
Keine Frage, schön aussehen tut es ja. Aber das könnte auch an der Einmaligkeit des Ortes liegen.
Ein Aachen-Buch ohne Dom! Muss man erst mal bringen.
Der junge Aachener Journalist Alexander Barth hat das gemacht. Und stattdessen 111 Orte in Aachen und der Euregio vorgestellt, von denen er sagt: die muss man gesehen haben!
Herausgekommen ist ein ebenso lesens-, wie sehenswertes Werk, erschienen beim Emons Verlag, der schon viele schöne Erfolge mit der 111 Orte-Serie feiern konnte. Denn der Reiz an diesen Büchern liegt stets in der Auswahl der Örtlichkeiten. Barth gelingt das perfekt: skurril, verwunschen, historisch, aktuell, schrill, zauberhaft, urig, spektakulär, still – man verliert sich beim Blättern und stellt mit dem Aachener Autor fest: wie schön es hier ist!
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=AHWvL1DHwrY&w=520&h=293]
Für das Aachen-Blog hat Barth, der in seiner Arbeit vom Aachener Fotografen Eckhard Heck unterstützt wurde, die Geschichte des Buches kurz und knapp erzählt.
„Unser Buch ist explizit kein Reiseführer“, sagt Alexander Barth, „sondern eher ein Lesebuch mit 111 Kapiteln.“
*** Weitergehende Infos zum Buch gibt es hier, einfach klicken.
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***Alle Videos des Aachen-Blogs unter www.youtube.com/7uhr15ac
Der famose Hein Engelhardt hat wieder zugeschlagen. Eine herrliche Auswahl aus seinem 25-jährigen Schaffen als der Meister der Öcher Poeten ist nun in einem feinen Band erschienen, der „Öcher Tüen än Öcher Leäve“ heißt.

Eine kleine Liebeserklärung an seine Aachener Freunde hat Hein Engelhardt „Ming Frönnde“ genannt. Und echte Öcher wissen genau, was der Dichter uns da sagt. Ein Stück fürs Herz!
Ming Frönnde
Ich leäv jeär onger nette Lü,
met Hazzens-Beldong, Phantassie,
die net mär henger Jeld her renne,
sich övver alles freue könne,
die dich och oehne Wöet verstönd,
et Leäve nemme, wie et könt
än iehrlich sönd bes op de Knouche,
dat haue, wat se dich versprouche,
die net mär van sich selvs parliere,
neä – ouch ens Zitt hant zouzehüre.
Weä jlöüvt, die föng me net esue liieht,
dat me doför lang söcke müüet,
dem stell ich – wenn heä wel – ens jeär
ming nette Öcher Frönnde vöör.
Beij hön feng ich dat, wat ich söck,
die mieschte sprejche – wat e Jlöck –
ouch noch en Sproech, die os verbengt,
än weä „Hür op“ sätt än vlech mengt,
ich hai doch janz liieht övverdreäve,
än dat mär sue doher jeschreäve,
dem sag ich en et schönnste Platt:
Iehrlich – en Oche fengt me dat.
*** Sollte unter jedem Öcher Weihnachtsbaum liegen zumdannlautdrausvorlesen:
Hein Engelhardt, Öcher Tüen än Öcher Leäve
Für das Hilfswerk Lions Club, Aachen Urbs Regalis e.V.
In jeder vernünftigen Buchhandlung erhältlich.


Dr Brill liegt allzeit parat, der Text läuft schon ganz manierlich – die Proben für „Oes, du Fröhliche!“ haben begonnen. Und Heinz Grosjean und Willi Hermanns fiebern dem 14./15. Dezember entgegen.


Der Vorverkauf ist fabelhaft gelaufen, seit gestern Abend heißt es „Ausverkauft!“


Apropos Teuven, Café Modern, Saal Patria, der junge König an der Wand: nicht nur die besten Fritten und andere lukullische Freuden gibt es dort, nein, es ist vor allem ein Ort der Ruhe! Noch…
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***Mehr lesen über Heinz Grosjean, Willi Hermanns und „Oes, du Fröhliche!“ hier auf dem Aachen-Blog:
Sie gehen auf die Bühne! (31.10.12)
Ich sag’s gerne und offen, das ist mein schwarz-gelbes Lieblingsteam.
Klar, die Alemanniaprofis bleiben auch stets tief im Herzen, erst recht die Volleyballerinnen von Alemannia, die Ladies in Black, die erst am Samstagabend ein großartiges Match gegen Köpenick im Tiebreak verloren haben.
Aber diese kleinen Kicker von Hertha Walheim, die E2/E3, fordert mich als Zuschauer voll und ganz. So viel Emotion, so viel Leidenschaft – das macht Spaß ohne Ende mit den Jungs.
Jüngst stand ich mit ein paar Kollegen aus anderen Städten unseres schönen Landes zusammen, man sprach über dieses und jenes und kam auf die jeweiligen Heimatorte zu sprechen. Worüber ich ja gerne rede. Da sagt am Ende doch einer, als wollte er mir fünf Euro schenken, dass „Aachen ja auch ein paar ganz nette Ecken hat“.
„Nett“ ist schon dämlich, und nur „ein paar“ geht gar nicht. Ich bin der Verpflichtung, die Heimatstadt, wann und wo auch immer es nötig ist, hochzuhalten, sofort nachgekommen und habe die „vielen schönen Ecken“ unseres Städtchens beschrieben. So elegant, dass der kantigen Runde schwindelig wurde.
Einige Tage später fielen mir nun Bilder in die Hände, die ein paar ganz nette Ecken (ups, jetzt hab‘ ich’s selbst geschrieben!) van os Oche zeigen. Ich musste selbst ein bisschen kramen, um sie zuzuordnen. Wo ist was? Und da dachte ich: was für ein Spaß für das Heimatblog!
Deshalb nun hier drei Ecken zum Mitraten. Wer es zu wissen glaubt: Bitteschön, das Kommentarfeld wartet.
Ansonsten hoffe ich, dass heute bei Euch alles rund läuft!
*** Nächste Ecke auf Seite 2