Das Aachen-Blog

Schlagwort: Aachen (Seite 40 von 51)

Und ein Konzert zum Quadrat

Eilendorf trifft Hahn. Der Instrumentalverein den Musikverein. Fabia Söhngen trifft Jörg Carabin – und die beiden spielen auf 7uhr15.ac ein gemeinsames Stückchen Musik. Von Udo Jürgens, der noch niemals in New York war. Och härrm.

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Fabia Söhngen und Jörg Carabin, sie vom Instrumentalverein Eilendorf, er vom Musikverein Hahn, freuen sich auf das gemeinsame Konzert am 1. Mai.

Ganz so weit werden der IVE, also der Instrumentalverein Eilendorf, und der MVH, also der Musikverein Hahn, am kommenden Samstag, 1. Mai, nicht reisen. Und doch müssen sich die bekanntesten, nicht wenige Kenner sagen, die besten sinfonischen Blasorchester der Stadt bewegen.

*** Vormerken: Quasi auf neutralem Grund, im Museum Zinkhütter Hof, Cockerillstraße in Stolberg, gibt es am 1. Mai das gemeinsame Konzert, das „Konzert zum Quadrat“. Anpfiff – sagt man das so? – ist um 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr. Und Tickets gibt es bei Schreibwaren Hecker, ein Geschäft, das es praktischerweise sowohl in Eilendorf als auch in Walheim gibt.

Gewinnspiel: Einmal zwei Tickets werden hier auf 7uhr15.ac verlost. Wer sich diesen musikalischen Leckerbissen nicht entgehen lassen will, schreibt eine Mail an buettgens@gmx.de mit dem Stichwort „Konzert zum Quadrat“. Das reicht. Viel Glück! Und dann viel Spaß!
Es ist übrigens nicht erforderlich, einen Schlagzeuger-Witz zu erzählen, wie Fabia und Jörg im folgenden Podcast scherzhaft vorschlagen. Verboten ist es natürlich nicht…

*** Podcast, IVE und MVH für die Ohren: Ja, Fabia und Jörg können viel erzählen über die Musik, die Tradition ihrer Vereine (insgesamt 191 Jahre!), über musikalische Erfolge und ein ausgesprochen modernes Repertoire.

:DD Deshalb hier das Podcast mit der feinen musikalischen Probe und einem schönen Gespräch.

Magisches Zweieck – Oli abgebrannt auf dem Tivoli. Doch da naht Hilfe!

Er ist wieder da, dem Himmel sei Dank! Die scharfsinnig-analytische Ecke des „Magischen Zweiecks“, Olaf „Oli“ Lindenau, ist wieder ins Studio zurückgekehrt.

Und er hat eine ausgesprochen abenteuerliche Erklärung parat, warum er in der Vorwoche seinen zweieckigen Partner Bernd Büttgens so einsam im Abseits stehen ließ.

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Die Geschichte geht so: Oli ist beim letzten Heimspiel – das sagenumwobene 1:1 gegen Koblenz, dieser Fußball-Leckerbissen – im Stadion eingeschlafen. Und als er wach wurde, waren alle anderen weg…

Über Tage war Oli im Tivoli eingesperrt, unentdeckt, einsam – ausgerechnet an dem Ort, über den die ganze Stadt spricht! Und abgebrannt war er, restlos abgebrannt auf dem Tivoli…

Doch wie im wahren Leben: Auch der in Not geratene Zweieck-Stratege kann auf die Hilfe anderer rechnen. Rat‘ mal, wer das ist?!

*** Kurzum, hier kommt das Podcast: Bedeutsame, erwärmende und kurzweilige Unterhaltung für den Alemannia-Fan in wahrlich schweren Tagen. Schwarz-Gelb für die Ohren!

:DD Das Audio zum Heimspiel gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth, die auch im Niemandsland der Tabelle herumdümpelt, oder: Holt Erik jetzt ein paar Jungens „van Holland“?

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*** Mehr lesen zum Spiel und zur Alemannia:

Alemannias Experimentierkasten bleibt geschlossen (az-web.de)

Top-Fakten zum Spiel gegen Fürth (alemannia-homepage)

Mehr investieren als der Gegner (alemannia-homepage)

Kein Comeback: Heini hört auf (an-online.de)

Heini hängt die Schuhe an den Nagel (alemannia-Homepage)

Büskens‘ Donnerwetter vor dem Gastspiel in Aachen (Nürnberger Zeitung)

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*** Das noch zu den Finanzen:

Alles zur Finanzkrise und zur Hilfe aus dem Rathaus (hier auf 7uhr15)

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*** Alles zum Magischen Zweieck – was bisher geschah!

Armin Laschet und Mesut Özil

Armin Laschet hat mir diese Woche ein paar interessante Fakten zum Thema Integration erzählt. Das war abseits vom Wahlkampf, den er als NRW-Integrationsminister ja auch gerade zu durchlaufen hat.

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Gut gelaunt unterwegs in Sachen Integration: NRW-Minister Armin Laschet aus Aachen.

Nein, einfach Zahlen: Wusste ich nicht, dass heute 38 Prozent der Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren eine Zuwanderungsgeschichte haben, komplizierter könnte man auch „Migrationshintergrund“ sagen. Und in den großen Städten – wozu wir Aachen mal locker rechnen – sind es bis zu 50 Prozent.

Das ist wirklich eine stolze Zahl, und Laschet sieht darin eine große Chance für unsere Gesellschaft. Was man ja locker teilen kann. Deshalb müssen wir da ran: Bildung, Bildung, Bildung – denn diese Kinder werden eines Tages unser Land tragen.

Schön, dass es auch solche Bilder gibt. Die deutsche Fußballnationalelf: mit Boateng, Özil, Khedira, Podolski, Klose, vielleicht ja auch wieder Kuranyi… Ist doch wunderbar, diese Jungs in den weißen Trikots zu sehen.

Das ist Deutschland heute. Normalität. Sehen anders aus als die Helden von Bern. Bunter. Schön so.

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*** Große Geschichte mit Laschet heute in der Druckausgabe der Aachener Zeitung, Seite 3

Heute gezwitschert – mit Unternehmern

Ein alter Freund, der eine beachtliche Firma in Aachen sein eigen nennt, hat sein Handeln mal so beschrieben: „Unternehmer heißen Unternehmer, weil sie etwas unternehmen. Sonst hießen sie ja Unterlasser.“

Okay, das ist ein bisschen plakativ, aber stimmen tut’s, wie der Öcher sagt.

Nun habe ich also heute die Mittagspause damit verbracht, mit Unternehmern, die das stets Neue reizt, zu twittern. Zwitschern! Ein bisschen davon ist noch rechts im Twitter-Kasten zu lesen. (twitter.com/buettgens)

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Die Vereinigten Unternehmerverbände Aachen, kurz Wuff, pardon VUV, haben ein entsprechendes Seminar angeboten. Um es genau zu sagen, die Sprecherin des VUV war’s, Petra Pauli.

Und so haben wir getwittert, was die Kanäle hergaben. Neugierig waren die Teilnehmer, interessiert. Das Ergebnis: alle waren dann irgendwie baff, wieviele Worte man doch mit nur 140 Zeichen in eine sinnvolle Reihung bringen kann.

Was bleibt? Interesse, es bleibt Skepsis, durchaus auch eine Spur Verwirrung, und es bleibt die Frage danach, ja, was denn künftig die alten Medien so machen?

Ganz einfach, sie werden natürlich weiter existieren! Aber anders. Umgeben, unterstützt, herausgefordert, motiviert, befruchtet von vielen neuen Möglichkeiten der Kommunikation.

Wenn Sie dieses Blog lesen, nutzen Sie ja auch eine solch neue Form der medialen Darstellung, der Kommunikation. Sie löst keine alte Form ab, nicht die Zeitung, nicht das Radio, nicht das Fernsehen. Sie ergänzt sie. Sie tickt leicht anders, setzt stark auf direktes Feedback – zum Beispiel.

Und ist es nicht schön, dass man Aachen und die Themen, die uns bewegen, auch auf diese Weise darstellen kann? Als ein Plus-Angebot, mit vielen neuen Möglichkeiten!

Von daher freue ich mich über jeden, der wissen will, wie die Medien ticken. Und wie wir morgen miteinander kommunizieren.

Wählen Sie klare Worte!

Wunderbar. Das muss gesagt werden! Und Michael Fridrich, Kommunikations- und Businesstrainer aus Aachen, hat es getan. Dieser Tage in seinem Newsletter.

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Michael Fridrich

Vermeiden Sie nichtssagende Übertreibungen und Selbstlob!

Dem Journalisten geht das Herz auf, wenn ein anderer Mensch des Wortes auf den Punkt genau klarstellt, dass dieses uns überall umgebende, nichtssagende Gebrabbel und all diese Worthülsen, die positiv klingen sollen, aber ewig sinnlos bleiben, auf den Index gehören.

„Dynamisch“, „innovativ“, „flexibel“, „kundenorientiert“, „toll“, „perfekt“ und „modern“. Fridrich sagt: „Das ist Vertreterdeutsch der alten (schlechten) Schule und verfängt immer weniger.“ Recht hat der Mann.

Wer dezent, präzise, ehrlich klingen möchte, dem hat die deutsche Sprache doch beachtliche Möglichkeiten zu bieten. Von daher, merssi, wie der Öcher sagt, lieber Michael Fridrich: Ihr Newsletter ist ebenso verständlich wie erhellend, er ist gut gestaltet, interessant und obendrein nützlich.

An diesem Sonntag im April…

An diesem Sonntag im April, der seinem Namen im wahrsten Wortsinne alle Ehre macht,…

…atmet die Öcher Menschheit auf. Sonne, endlich Sonne. Das Leben verlagert sich wieder vor die Tür. Was bisweilen interessante Folgen hat.

…ist noch immer das Flugverbot gültig, das die Aschewolke des unaussprechlichen isländischen Vulkans nötig macht. Ein Flugverbot als Reinheitsgebot für einen azurblauen, kondensstreifenfreien Himmel. Ein wunderbarer Anblick.

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…ruft die Nachbarstochter schon kurz nach 10, dass sie „jetzt sofort ein Eis haben will“.

…fragen die Kinder andernorts, ob sie eine Wasserschlacht machen dürfen. Und wann endlich der Swimmingpool aufgeblasen und befüllt wird.

An diesem Sonntag im April

…der ein Kinderkommunionssonntag ist, wird sich bei Müttern und wohlmeinenden Tanten in der Festplatte einbrennen, dass es ein sonniger Tag ist. Und wann immer die Sprache auf die Kinderkommunion kommen wird – auch in Jahren noch – wird diese Erinnerung aufgewärmt.

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…siegt unsere Alemannia in Ahlen, kann nicht mehr absteigen, wird gefeiert – und das ist doch auch mal was. (Foto: Andreas Steindl, Spielinfo und Bildergalerie az-web)

An diesem Sonntag im April…

…beginnt für viele Familien wieder die schreckliche, oft halbjährige Saison, in denen sie Papas Grillkunststücke mit Worten des Lobs und der Anerkennung essen müssen. Außen verbrannt und innen roh.

…beginnt für die Nachbarn der Grillkünstler die Zeit der verräucherten Wohnzimmer, die manchen Metzger auf die Idee brächten, gerade hier die Schinken aufzuhängen.

An diesem Sonntag im April

…hat ein Meister der Kaffeekunst auf den Tisch im Freien ein Frühlingsblumenbouquet drapiert.

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Es steht in einem Übertopf, den das schöne englische Wort „garden“ für Garten ziert. Damit alle kapieren, dass die trübe Zeit im Keller und in muffigen Stuben vorbei ist und wir jetzt wieder wat nach draußen jehen, da sitzen, essen und auch stöhnen können.

Denn auch das gibt es an diesem Sonntag im April: „Saukäs, is‘ dat wärm!“

 

Das „Magische Zweieck“ vor dem Aus?

Hoppla, Auflösungserscheinungen beim „Magischen Zweieck“!

Die bislang stets kongeniale „Abteilung Attacke“ von 7uhr15.ac vor allen Alemannia-Spielen hat eine herbe Schwächung erfahren, über deren tatsächliche Folgen bislang nur spekuliert werden kann.

Ausgerechnet vor dem Schlagerspiel der Schwarz-Gelben bei Tabellenschlusslicht Rot-Weiß Ahlen und ausgerechnet in den Stunden, in denen klar wird, dass Benny Auer die Alemannia verlassen wird, ist Olaf „Oli“ Lindenau nicht mehr aufzufinden.

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Gesucht wird dieser Mann! Olaf „Oli“ Lindenau – ohne den das „Magische Zweieck“ nicht nur eine Ecke, sondern auch seine Magie verlieren würde… Wer hat ihn zuletzt gesehen? Sachdienliche Hinweise bitte ins Kommentarfeld!

Im Studio gibt es als letzte Spur einen Zettel – und darauf steht: „Bin Dauerkarte für nächste Saison holen. Tschö.“ Eigentlich eine Solidaritätsbekundung in schweren Tagen für den Verein. Aber: Lindenau ist bislang nicht zurückgekehrt…

Was hat das zu bedeuten?

:DD Dazu das Podcast (womöglich das letzte?) des „Magischen Zweiecks“ – aus gegebenem Anlass ohne das spitzzüngige, bislang stets scharf analysierende Eineck.

*** Mehr lesen zum Spiel:

Alemannia kann Ahlen endgültig in Liga 3 schießen (an-online)

Die Verletztenseuche geht weiter (Alemannia-Homepage)

Zehn Fakten zum Spiel Alemannia in Ahlen (Alemannia-Homepage)

Axel Deubner – der Andersdenker

Es ist ein Geburtstagsgruß, der nur nachträglich gesendet werden kann. Aber er kommt von Herzen.

Axel Deubner, Unternehmer in unserer Stadt und kein gewöhnlicher – das sei verraten – ist in diesen Tagen 65 Jahre alt geworden.

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Ich hatte das Vergnügen, mit ihm zu sprechen. Treffpunkt war seine Firma, in der sich alles um Werkzeug, Baubedarf und Baumaschinen dreht, in der aber nicht alles zu kaufen, sondern vieles auch nur zu bewundern ist, weil es hohen musealen Wert hat.

Deubner sammelt Erinnerungen, er hält Geschichte fest, zuletzt auch – sehr beeindruckend – in einer Dokumentation der Aachener Nachkriegssituation, ein kleines Bildbändchen mit dem Titel „Trümmerbahnen und Trümmerverwertung“, das nicht nur die Anfänge des väterlichen Betriebs erläutert.

Sie merken schon, Deubner ist ein Andersdenker. Er wird auch nicht aufhören zu arbeiten mit seinen 65, er macht weiter, weil er der Ansicht ist, dass seine Generation weitermachen sollte. Weil die Demographie ist, wie sie ist. Weil es viel zu tun gibt. Und weil es schlichtweg sinnvoller ist, sich zu engagieren und mit anzupacken „als sich dem geistigen Verfall hinzugeben“. Ja, so etwas sagt Deubner auch.

*** Am Samstag wird er das in einem langen Interview in der Aachener Zeitung (Druckausgabe) alles erklären.

Bemerkenswert ist aber auch die Art, wie Deubner an diesem Wochenende seinen Geburtstag feiert. Seine Leute haben die Halle zu größeren Teilen leergeräumt und eine Bühnenfläche eingerichtet. Die Halle wird zum Theater, und Künstler aus der Region werden auftreten. Das Stadttheater ist am Start, das DAS DA Theater, das Willem-Breuker-Kollektief, auch die eigenen Mitarbeiter gehen auf die Bühne.

Um Deubner zu ehren, dem Publikum zu gefallen und für den guten Zweck. Denn Axel Deubner verzichtet auf Geschenke und bittet vielmehr um eine Spende für zwei ausgewählte Projekte des Sozialwerks Aachener Christen.

Worum es bei den Projekten geht: SEITE 2