Das Aachen-Blog

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Klümpchen, Klömmchere, Kamelle?

Jetzt, wo erstens der Karnevalszug näherrückt und man zweitens schon mal gerne ein Bonbon im Mund hat, weil der Hals was trocken ist, stellt sich mal wieder eine Spezialfrage: Wie heißt das süße Zeug denn nun in der Heimatsprache?

Spricht der Öcher vom Klümpchen, va de Klömmchere, von Kamelle oder va de Karamelle?

Ich halte es – wie so oft – mit unserem Opa, der eigentlich stets ein Bayrisch Malz im Mund hatte. Unser Opa fragte dann gerne: „Wellste och e Bömmelche?!“

Bömmelche – wenn das nicht süß ist…

Der 7uhr15-Fragebogen: DAS DA-Akteur Mike Kühne macht kurzen Prozess

Das wird spannend am Donnerstagabend im DAS DA Theater. Mit „Equus“ von Peter Shaffer („Amadeus“) holt Theaterleiter Tom Hirtz einen jungen Klassiker auf die Bühne, ein dichtes Stück Theater im allerbesten Sinne.

005 Equus

Martin Dysart, den DAS DA-Schauspieler Mike Kühne spielt, zweifelt an seinem Dasein als Psychiater. Was er nicht wissen kann: Sein schwierigster Fall liegt noch vor ihm.

Der 17-jährige Alan Strang scheint ein normaler Junge zu sein, der in einem scheinbar liebevollen Elternhaus aufwächst und eine große Leidenschaft zu Pferden hegt. Doch genau diese Leidenschaft ist es, die Alan zum Verhängnis wird.

Im 7uhr15-Fragebogen kommt Mike Kühne schnell auf den Punkt, die Antworten gibt er präzise, kurz, unmissverständlich. Er spart sich die großen Worte für die beachtliche Arbeit, die nun auf der Bühne vor ihm liegt. Toitoitoi, Mike!

022 EquusUnd jetzt der Fragebogen:

Bach oder Beatles?
Bachels

Hortensien oder Rosen?
Rosen

Puttes oder Seäm?
Puttes

Brief oder Mail?
Brief

Fahrrad oder Auto?
Auto, aber ich besitze auch ein Fahrrad!

Große Oper oder kleines Kammerspiel?
Kammerspiel

Wein oder Wasser?
Wein

Frühaufsteher oder Langschläfer?
Gelegenheitsschläfer

Digital oder analog?
Digital

Alaaf oder Domburg?
DOMBURG!

Fiebrige Lampe oder cooler Hund?
Ganz eindeutig: fiebrige Lampe

Und das sagt Mike über sich:
Mein Name ist Mike Kühne und ich werde demnächst 38 Jahre alt. Ich komme aus der Nähe von Dresden. Nach meiner Ausbildung zum Industriemechaniker und einer Reihe der verschiedensten Tätigkeiten habe ich eine Schauspielschule in Leipzig besucht und bin 2006 am anderen Ende der A4 in Aachen angekommen. Seitdem bin ich im DAS DA THEATER als festes Enseblemitglied beschäftigt und habe in nun fast 30 Produktionen mitgewirkt. Im aktuellen Stück „Equus“ von Peter Shaffer bin ich in der Rolle des Martin Dysart zu sehen.

*** Infos zum Stück gibt es hier!

*** Und dann gibt es noch die Slideshow zur Inszenierung mit Bildern von Mona Deus und Wilfried Schumacher – sehenswert.

In „Aachen aan Zee“ ist alles okay

Wollte nur kurz melden, dass in „Aachen aan Zee“ alles okay ist. Den Jahreswechsel hat der Ort wohl gut überstanden, der neue Prachtbau im Zentrum wächst, die Pizza beim „Verdi“ schmeckt wie eh und je.

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Die Sonne scheint – zumindest am Sonntag war das so, es weht ein Windchen, wo man Sturm dran sagen kann, und es sind kaum Öcher vor Ort.
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Bis Karneval, so sagen die Ortältesten, soll das im lieblichen Domburg so bleiben…

Eine Köstlichkeit der Heimat.

Lang lebe das Dreiländereck mit all seinen Köstlichkeiten! Ein guter Freund kommt aus der Ferne immer wieder gerne in die Heimat zurück, um – so sagt er das zumindest – die alten Kameraden wiederzusehen. Aber er simst jedes Mal, bevor er aufschlägt: „Denk bitte an den belgischen Reisfladen!“

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Am Ende kommt er ja nur deswegen.

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Gerne dazu gereicht wird dann ein Öcher Böhnchen – und dann ist es auch egal, wenn draußen das ortsübliche Wetter tobt.

Der 7uhr15-Fragebogen: Heute mit dem Eventmanager Christian Mourad

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So, dann bringen wir mal gute Laune ins Heimatblog. Und wer könnte dafür der geeignetere Kandidat sein als Christian Mourad, der Kultur- und Eventmanager, der uns Öchern unter anderem ein so schönes Ereignis schenkt wie die Kurpark-Classix (auch in diesem Jahr wieder vom 24. bis 26. August)?

Christian ist also heute der Gast im 7uhr15-Fragebogen, einer noch jungen Rubrik auf dieser digitalen Welle (hier geht’s zur Fragebogen-Premiere mit dem Musiker Heribert Leuchter).

Alleda, legen wir los.

christian2Bach oder Beatles?
Beides – schon alleine der Kurpark Classix wegen. Und schließlich hat die Musik der Moderne ihren Ursprung ja in der Klassik, so dass es die Beatles ohne Bach wohl nie gegeben hätte. Am liebsten aber Queen!

Hortensien oder Rosen?
Leider bin ich kein Floralexperte. Rosen riechen aber besser, und meine Liebste freut sich immer sehr, wenn ich sie damit überrasche. Deshalb eindeutig Rosen!

Puttes oder Seäm?
Entweder oder, das ist nicht katholisch! Sowohl als auch – so geht der alte Brauch. Aber alles zu seiner Zeit, denn ’n Botteram met Puttes ist nur semi-lecker, oder?!

Brief oder Mail?
Mail, wenn es schnell gehen soll. Für die Töne zwischen den Zeilen aber ist der gute alte, mit dem Füllfederhalter verfasste Brief nach wie vor unersetzlich. Leider schreibe ich viel zu selten.

Fahrrad oder Auto?
Das Fahrrad nutze ich zum Sport, das Auto als Fortbewegungsmittel…und nur als solches. Vom Fetisch Auto bin ich bislang verschont geblieben und denke, dass das auch so bleibt.

Oper oder Kammerspiel?
Oper hat schon etwas sehr Berührendes, und viele Handlungen sind auch heute noch aktuell, vor allem, wenn es um das große Thema Liebe geht. Da ich aber als naiver Jüngling auch mal Schauspieler werden wollte, fasziniert mich die kleine Bühne gleichermaßen.

Wein oder Wasser?
Wein…besteht doch zu 99 Prozent aus Wasser, oder? Es gibt ein Leben vor dem Tod, än esuelang man et net övverdrievt…

Frühaufsteher oder Langschläfer?
Frühaufsteher! Ich habe einfach das Gefühl, mehr vom Tag zu haben, privat und beruflich.

Digital oder analog?
Ich verschließe mich den Errungenschaften der Neuzeit nicht und genieße sie auch, bin aber auch gerne herrlich altmodisch. Wenn ich wirklich kreativ sein will, benutze ich Papier und Stift, denn irgendwie funktioniert das am Rechner nicht.

Alaaf oder Domburg?
Auf jeden Fall Alaaf! Domburg finde ich zu keiner Jahreszeit bereisenswert, denn wer fährt schon gerne 250 km weit, um all die zu treffen, die er auf dem Tivoli / CHIO / im Karneval auch trifft?

Fiebrige Lampe oder cooler Hund?
Wenn ich keine fiebrige Lampe mehr spüre bei dem, was ich tue, höre ich sofort auf. Viele meinen aber, ich sei eher Letzteres.

Wiese oder Tribüne?
Bei den Kurpark Classix sehr gerne die Wiese nebst Picknick und dazugehörigem nassen Hintern. Auf dem Tivoli Tribüne, da ich mangels Talent auf der Wiese nichts, aber auch gar nichts verloren habe.

Zur Person:
Christian Mourad (46) ist Rechtsanwalt, geboren in Aachen und verheiratet. Knappe sieben Jahre war er Geschäftsführer des AKV, half – ebenfalls als Geschäftsführer- während der UEFA-Cup-Auftritte auch mal bei der Alemannia aus und ist heute als Kultur- und Veranstaltungsmanager selbstständig. Feldhockey, Badminton, Kultur sowie gutes Essen und Trinken zählt er zu seinen liebsten Freizeitbeschäftigungen.
Mehr über Christian Mourad unter www.createvent.net

Kleine Aufgabe für Diplom-Öcher

Kleine Aufgabe für alle Freunde des Aachen-Blogs. Da wir ja im Frühjahr einen „Vürliehreöcherplattmetdrkarl“-Abend veranstalten wollen, gilt es nun, mal das eine oder andere Wort der Heimatsprache in den Alltag einzubringen. Quasi als Vorbereitung.

Deshalb die Aufgabe: Sorgt bitte dafür, dass Ihr im Laufe der Woche die folgenden Wörter irgendwann mal im Gespräch unterbringt. Ich hab‘ auch extra drei schöne rausgesucht:

1) Petschzang – die Kneifzange
2) Hazzblättche – Herzblatt
3) Landau – Gegend, Landschaft (so im Sinne von „Jeng Landau sue schönn wie Oche ajjen Pau!“)

Für Diplomanwärter noch zwei Wörter, die Extrastreberpünktchen bringen:
*a) Ölichszaus – Zwiebeltunke (wo auch immer das Wort unterzubringen ist)
*b) Fettpansch – Dickwanst (aber bitte leise!)

Immer im Takt: der Schlagzeuger Jonas Burgwinkel bei der Gala „Menschen 2011“

Dieser junge Mann ist auf allen Kontinenten gefragt. Er reist folglich viel und gerne, aber er bleibt immer im Takt. Auch wenn er ganz schön viel Lampenfieber hat.

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Begeisterte am Mittwochabend bei der Gala „Menschen 2011“ von Aachener Zeitung und Aachener Nachrichten das Publikum: Schlagzeuger Jonas Burgwinkel. Fotos: Andreas Steindl

jonas1Jonas Burgwinkel, 30 Jahre jung, gebürtiger Aachener, Abi an der Viktoriaschule, ist im vorigen Jahr mit Lobeshymnen in den Zeitungen überhäuft worden: „Er swingt wie Hölle“ oder „Der Stern am Jazzhimmel“ waren nur zwei davon. Schlagzeug ist sein Metier, nach den Studienjahren in Maastricht, Boston und Köln hat er sein Diplom am Drumset gebaut, mehr noch, die Musikhochschule Köln machte ihn zum Professor der Jazzschlagzeug-Abteilung: „Professor – das klingt für mich immer noch komisch“, sagte Burgwinkel am Mittwochabend auf der Bühne bei der AZ/AN-Gala „Menschen 2011“.

Das war ein Treffpunkt für interessante Leute aus unserer Region, die bei aller Unterschiedlichkeit eins gemeinsam haben: Sie schrieben 2011 jeder auf seine Art Schlagzeilen.

Wie Jonas Burgwinkel eben, der sympathische Schlagzeugakrobat, der inzwischen von Köln aus die Musikwelt erobert. In 15 Ensembles weltweit ist er aktiv, dazu kommt die eigene Band Source Direct und viele, viele Anfragen.

Eine weitere kam Mittwochabend dazu. Nach dem furiosen Solo am Schlagzeug, das er als Gast der Gala-Showband (Leitung Heribert Leuchter) für ein Stück spielte, tobten die 500 Gala-Gäste. Und der designierte Generalmusikdirektor unserer Stadt, Kazem Abdullah, lud Burgwinkel spontan ein, mit dem Sinfonieorchester ein Konzert zu spielen.

Ich geh‘ hin, wer kommt mit?

Die Gala „Menschen 2011“

Bildschirmfoto 2012-01-13 um 07.12.49Ich mach’s ja nicht oft an dieser Stelle, aber diesmal umso bewusster und lieber. Die Gala „Menschen 2011“ von AZ und AN war ein so schöner und runder Abend, dass ich gerne auf die aktuelle Berichterstattung in den Zeitungen hinweisen möchte – schöne Doppelseite mit vielen Bildern und Infos – und auf die Bildergalerien und Videos im Netz bei www.az-web.de und www.an-online.de

Die Besonderheiten des Öcher Platts – anhand von Merksätzen erklärt

Stimmt, heute ist Dreikönigstag, da gibt es nicht nur leidlich witzige Veranstaltungen wie das Dreikönigstreffen einer bestimmten Partei, nein, heute steht auch ein Höhepunkt des Öcher Veranstaltungskalenders auf dem Programm. So früh im Jahr, aber so ist das: Heute Abend wird im Rathaus der Thouet-Preis der Stadt Aachen verliehen, Fachabteilung „Pflege der Öcher Heimatsprache“!

Der Lehrer Herbert K. Oprei wird der Nachfolger von René Brandt sein, von Herzen sei Herrn Oprei an dieser Stelle jrateliert! Schönn, dat Ühr dr Priis kritt! Ühr könnt Üch freue! Ich spreche aus Erfahrung…
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Damit das Jahr aber nicht nur feucht-fröhlich und jovial beginnt, hat unser Öcher-Platt-Lehrer hier auf dem Heimatblog, dr Karl (unser Bild), tief in die Grammatik- und Lautlehrekiste des Öcher Platts gegriffen und serviert uns heute in seinem Audio-Podcast drei Perlen, drei Besonderheiten der Mundart – mit Merkvers.

Hier klicken, zuhören, lernen, Spaß haben!

Es geht um wahrlich bewegende Fragen: So erklärt uns Karl den Halblaut hinter den Vokalen, den nur spricht, wer wirklich aus Aachen kommt! Oder er weist daraufhin, warum im Öcher Platt das N am Ende eines Wortes quasi regelhaft wegfällt.

Großartig auch das dritte Kapitel rund um die Lautvielfalt, an dessen Ende der wunderbare, wertvolle, ja wirklich oft verwendete Satz „Diese Woche brauche ich weiche Wäsche, weil mir steht eine Wiege im Wege“ ins Öcher Platt übersetzt wird.

Hä? Nicht wundern, hört einfach rein, es lohnt sich!

***Info: Dr. Karl Allgaier, dr Karl also, Sprachwissenschaftler durch und durch, ist im Brotberuf als Direktor der Bischöflichen Akademie schon ein gefragter Mann, ist so ganz nebenbei leidenschaftlicher, quasi examinierter und mit allen Tücken der Kunst beschlagener Öcher Platt-Experte. Und Mitherausgeber des Neuen Aachener Sprachschatzes.

2012 – darauf können wir Öcher uns in diesem Jahr einstellen

Ja gut, dann also 2012. Hört sich gut an, hört sich rund an, könnte was draus werden.

Auch in Aachen?

Klar, warum nicht!?

Was wird 2012 in Aachen passieren? Da hat jeder Öcher seine Ideen, meine Top 5 habe ich schon mal notiert und freue mich auf weitere Anregungen und Kommentare.

1. Alles wird passieren, nur eins nicht: dass Alemannia Aachen absteigt! Die Jungs kriegen die Kurve. Das mal vorneweg.

2. Die Öcher werden die Freitreppe auf dem Katschhof bevölkern und sie heiß und innig als Bereicherung für die Innenstadt lieben.

3. Schleckheim wird nach Jahren wieder baustellenfreie Zone, was für den Rest der Kaiserstadt leider nicht gilt. Auch das Beet im Kreisverkehr in Sch. soll wieder so schön bepflanzt werden, wie die Bürger es einst taten.

4. Wir legen noch ein paar Bäche in der Altstadt frei und rufen eine Papierbötchen-Meisterschaft der Aachener Grundschulen aus. Bei den Bauarbeiten zur Bachfreilegung stößt man in der Rennbahn auf Grundmauern eines römischen Stadions, das fortan als Urtivoli in den Geschichtsbüchern vermerkt steht.

5. Die Öcher-Platt-Schule hier auf 7uhr15.ac bietet einen lehrreichen und lustigen Abend in Sachen Heimatsprache an – nicht im Internet, sondern im prallen Aachener Leben. Versprochen!

Et Chresskenk wel komme – auch die Vier Amigos freuen sich aufs Fest

Schon ihr Nikela-Song war hier im Adventskalender auf 7uhr15.ac ein Hit. Jetzt legen die Vier Amigos nach und bescheren uns ganz kurz vor Heiligabend das schöne Lied „Et Chresskenk wel komme“. Wir hören einen feinen Text von Jupp Steinhauer, der auf die vertraute Melodie von „Ihr Kinderlein kommet“ perfekt passt – und dieses Jahr in jedem Öcher Wohnzimmer erklingen sollte!

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:DD Also, wir freuen uns jetzt baschtisch aufs Christkind und auf die fröhlichen Öcher Sängerknaben – und klicken einfach hier!

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Und, ist die Weihnachtsstimmung jetzt da?

Den Text zum Mitsingen gibt es auf Seite 2

Et Chresskenk wel komme…

1.
Et Chreßkenk wel komme! Ich han et jehuuet.
Et steäht ejjen Zidongk, et litt ejjen Luuet.
Flammbaue, die lüüehte. Woför all dat Let?
Et Chreßkenk wel komme, brengt Jlöck os än Fred.

2.
Me rüücht at de Prente, de Böim stönt parat.
Janz Käjser Kaals Oche op et Chreßkengche wad.
Flammbaue, die lüüehte. Woför all dat Let?
Et Chreßkenk wel komme, brengt Jlöck os än Fred!

Text: Jupp Steinhauer