Das Aachen-Blog

Autor: buettgens (Seite 19 von 77)

Mit dem E-Bike über die Vennbahntrasse durch die schöne Eifel

Für Peter Schillings ist das Münsterländchen eine Herzensangelegenheit. Wie er wie ein von der eigenen Heimat begeisterter Fremdenführer auf dem Rad sitzt, nach rechts und links weist, dort der herrliche Blick vom Hundertweg Richtung Kaiserstadt, dort die ungewöhnliche Perspektive auf die Himmelsleiter, wie man sie noch selten sah.
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Der „Bahnhofschef“ aus Kornelimünster hat seine alte Leidenschaft wiederentdeckt. Der Gastronom der „Bahnhofsvision“, beliebter Zwischenhalt an der Vennbahntrasse, sitzt wieder auf dem Rad. Gut, inzwischen mag er den kleinen Zusatzantrieb, den die passionierten Radsportler immer noch naserümpfend „et Motörchen“ nennen. Aber vielleicht haben sie selbst noch kein E-Bike ausprobiert, ja, vielleicht sollten sie es einmal tun, um ihr Urteil zu revidieren.

Kurzum: mit Peter Schillings auf dem E-Bike durch die vordere Eifel, das Münsterländchen, rüber nach Belgien, in die Nordeifel, über die ab Raeren großartig als Radweg ausgebaute Vennbahntrasse bis zur Himmelsleiter, von dort leicht versetzt weiter bis Roetgen, ja, noch ein langgezogenes Stück bestens präparierte Trasse weiter bis Lammersdorf – und über die Hahner Straße im freien Flug (und ohne E-Hilfe) wieder zurück Richtung Startpunkt. Knapp 45 Kilometer, zweieinhalb Stunden – gut angeschwitzt, aber noch bei Puste; Sport in wohldosierten Häppchen.

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Sehenswert und erfahrenswert: die Vennbahntrasse, die unter anderem am Raerener Bahnhof entlangläuft.

Der „Flyer“, so heißt das Rad, das man bei Schillings auch mieten kann, ist eine Entdeckungstour wert. Es schiebt an, wo es unangenehm hoch geht, es unterstützt, wenn der Wind von vorne kommt – ein großer Spaß. Wie das Münsterländchen, die Vennbahntrasse, die irgendwann ja auch komplett erschlossen sein soll und noch mehr Touristen bringen wird, wie die Eifel – und wie eine Tour mit dem Fremdenführer namens Peter Schillings.

Phantastisch, aus der Bedienungsanleitung:
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***Mehr Infos:
www.bahnhofsvision.de
www.movelo.com

Nico, au Banan!

„Geh‘ voran, geh‘ voran, mit Hoffnung in Deinem Herzen, und Du wirst niemals alleine gehen; Du wirst niemaaaals allei-heine geee-heeen…“

7uhr15-Chefreporter Oli Lindenau hat einst wochenlang in seinem Hobbykeller den großen Stadionhit „You’ll never walk alone“ ins Deutsche übersetzt und darauf gehofft, dass irgendwann diese Version die gute alte englische Fassung von der Anfield Road ablösen würde. Gut, das ist so jetzt nicht in Erfüllung gegangen.
kickerWas mich allerdings Woche für Woche mit Hoffnung erfüllt – wann immer ich also meinen Schritt in Richtung Sportplatz lenke, um das aktuelle Geschehen im Kinderfußball zu verfolgen -, ist der felsenfeste Rückhalt, der die Fjugendfußballereltern für ihre kleinen Kicker sind.

Jüngst in Kellersberg passierte etwa in der 13. Minute das Folgende, das ich in der Zuversicht, dass Kinder dieses Blog nicht lesen, mich nun zu veröffentlichen traue.

Kellersberg lag zurück, so um die 3 oder 4:0, als sich eine junge Frau, die sich alsbald als Mutter der brillant gegelten Nummer 7 (orangene Schuhe!) entpuppte, wüst zu brüllen begann: „Leckmijamaasch, Nico, au Banan“, legte sie los, so laut, dass die Welt für einen Moment stehenzubleiben drohte,, „kannste mich emal sagen, wofür ich dich heute morjen Rührei jemacht hab‘!“ Ja, wofür eigentlich!? Eine solche Investition – und dann dieser spärliche Ertrag! Nico, au Banan!

Oli, komm, wir singen für Nico: „Jeh‘ voran, au Banan, mit Hoffnung in Deinem Herzen, und Du wirst niemals alleine jehen; Deine Mama macht dich auch et nä-hä-hächste Mal wieder Rü-hü-hür-ei-hei-heijer!“

Der 7uhr15-Fragebogen: Heute mit der Theatermacherin Jutta Kröhnert

Leg‘ einer Künstlerin einen Fragebogen vor – sie wird nicht nur auf die Fragen antworten! Ist es eine Künstlerin vom Theater, ich schwöre es: Sie schreibt Dir erst mal einen Prolog! In dem Fall einen sehr schönen.

juttaneu Mit Jutta S. C. Kröhnert ist das zum Beispiel so. Wir dürfen sagen, dass wir uns schon sehr lange kennen, gemeinsam in den frühen Jahren auf den Brettern gestanden haben – und dann doch beide unserer Wege gegangen sind.
Heute ist Jutta Gast im Fragebogen. Die freie Künstlerin, Schauspielerin, Regisseurin, die dem Theater mit Leib und Seele verschrieben ist, leitet als Vorstand das Theater 99 im Gasborn, diesen Spiel- und Inspirationsort der Aachener Kultur- und Theaterinitiative AKuT.

Als Streiterin für das freie Theater in Aachen ist sie zurzeit schwer engagiert bei den „Schultheatertagen der StädteRegion“. Was als kleines Projekt begann, hat sich inzwischen dank seiner engagierten und starken Veranstaltergemeinschaft aus dem Bildungsbüro in Kooperation mit dem Schulamt für die Städteregion Aachen und AKuT zu einem regelrechten Großevent entwickelt.
Schüler aller Altersstufen und Schulformen entwickeln, proben und führen derzeit dramatische Werke unterschiedlichster Art auf. Und das an 13 verschiedenen Spielorten in der Städteregion Aachen. Mit großem Erfolg.

Jutta Kröhnert freut sich über die Resonanz und macht sich über den Bühnennachwuchs in Aachen keine Sorgen!

„Wenn es zwei Möglichkeiten gibt, ich wähle die dritte!“

Den 7uhr15-Fragebogen ordnet Jutta wie folgt ein:
„Der Fragenbogen – von dem ich eigentlich dachte, dass ich den in fünf Minuten beantworten kann, hat mich tatsächlich drei Tage lang beschäftigt. Weniger, weil ich so lange über die Formulierungen nachgedacht habe, sondern mehr, weil ich meistens nicht wusste, was denn nun die ehrliche Antwort ist. Ich stelle den letzten Punkt daher an den Anfang, da er so manches erklärt. Leute, die mich besser kennen, werden sagen, dass genau das einer meiner wesentlichen Charakterzüge ist (fürchte ich).
Also: Ich bin – quasi fast schon aus Prinzip – der Meinung, dass alles geht, wenn man es will. Wenn es zwei Möglichkeiten gibt, etwas zu tun, suche ich mir mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit eine dritte. Meistens funktioniert das perfekt, denn man hat so zumindest immer den Überraschungsmoment auf seiner Seite. Manchmal geht es auch schief, aber wenn man es richtig dreht, ist auch das dann wieder für etwas gut.“

Der Fragebogen selbst folgt auf Seite 2

Die allerallerallerletzte Chance – fein interpretiert vom Magischen Zweieck

Es ist die allerallerallerallerletzte Chance, doch noch die Kurve zu kriegen, um dann vielleicht doch noch den Relegationsplatz anzupeilen. Alemannia Aachen gegen den Karlsruher SC am Sonntag, kommet in Scharen! Denn ein Sieg gegen den KSC und ein Auswärtssieg beim hoffentlich dann komplett nach oben und unten gesicherten TSV 1860 München – und es ginge noch was.

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Wie oft hat gerade das Magische Zweieck hier auf dem Heimatblog die Hoffnung beschrie(b)en? Die gute Laune hat selten gelitten, klar, auch Galgenhumor ist eine Form von glücklichem Überleben.

Nun also das 17. und letzte Heimspiel einer Katastrophensaison, folglich auch das letzte Magische Zweieck als Podcast. Die Hoffnung stirbt zuletzt, ein ebenso schönes Motto wie die Öcher Grundhaltung, dat se os net kapott krijje. Wir zucken noch! Deshalb auch das: #niemalsdritteliga

:DD Und hier geht’s zum vielleicht gar nicht letzten Podcast für diese Saison – im Relegationsfalle könnten glatt noch zwei folgen!

Und denkt dran: Auch der KSC wackelt. Da geht was!

Bei Carlo Blatz läuft es rund – hoch über der Stadt im Drehturm Belvedere

Carlo Blatz dreht das Ding jetzt selbst. Und es läuft rund dabei. Gemeinsam mit Investor Jochen Hermanns, dem Sohn des Aachener Projektentwicklers Norbert Hermanns, hat er das Öcher Wahrzeichen, den Drehturm Belvedere, gekauft und bringt ihn wieder auf Touren.

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carloneuWer ist dieser Carlo Blatz? International und national ist er in der Internet-Branche ein ausgesprochen bekannter Unternehmer. Gefragt als Redner, als Dienstleister, als Experte, verbunden mit renommierten Firmen von Nike bis zur Telekom.

Der 34-Jährige, der aus Berlin stammt, ist schon seit 15 Jahren selbstständig – und der Drehturm war immer die Adresse. Seine Mutter Karina Radach hat sich mit ihrer Werbeagentur Power+Radach in Aachen einen Namen gemacht. Heute leitet Carlo diese Firma mit Bernd Steinbrecher.

Das andere Standbein von Carlo Blatz: die Interactive Pioneers, über 40 pragmatische Kreative und Entwickler, die in Aachen und Hamburg interaktive Technologie für Kunden maßschneidern und deren Kopf er ist.

„Mach’s mit Power – oder lass‘ es!“ Dieser Slogan treibt Carlo Blatz an. Grund genug, diesen tatenreichen und sympathischen Unternehmer, den in Aachen viel zu wenig Leute kennen, einmal im Video-Porträt vorzustellen. Und zwar dort, wo er große Herausforderungen meistert – in der Herausforderung Nummer 1, dem Drehturm Belvedere.

Der alte Wassertank soll raus, vier Büroetagen sollen eingezogen werden, jede zweite Außenwand wird durch Glas ersetzt. Was dem alten Turm neuen Glanz verleihen soll. Derzeit werden die Mieter von morgen gesucht.

Fertig ist die Gastronomie. Der stadtbekannte Gastronom Maurice de Boer (Ratskeller) eröffnet in dieser Woche das Restaurant im Parterre des Turms, sonntags gibt es auch Brunch auf der oberen Drehetage.

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*** Lesenswert, die Berichte über das Projekt in den Aachener Tageszeitungen:

Hohe Fensterriegel geben Drehturm neues Gesicht (Aachener Zeitung)

Spitzenkoch Maurice de Boer lässt den Drehturm kreisen (Aachener Zeitung, beide Texte von Robert Esser)

Hochfliegende Pläne für den alten Drehturm (Aachener Nachrichten, Heiner Hautermans)

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Willi Landgraf, bitte kommen! Das Magische Zweieck greift zum Äußersten.

:DD Steht auf, wenn Ihr Aachener seid – und klicket hier und höret dieses berührende Podcast!

Heute, Freunde des kultivierten Abstiegskampfes, gilt es. Die Eintracht aus Frankfurt kommt an den Aachener Tivoli (Sport1, 20.15 Uhr), und wenn sie nach Hause fährt, dann ist sie noch immer nicht aufgestiegen!

Was bedeutet, dass die Alemannia auch nicht absteigen wird. Denn nach dem Sieg gegen die Eintracht kommt es zur Mutter aller Abstiegsschlachten am kommenden Sonntag gegen Karlsruhe und so weiter und so weiter!

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Das Magische Zweieck hat heute in aller Herrgottsfrühe im 7uhr15-Medienkonzern in Schleckheim die aktuelle Ausgabe seines beliebten Hörspiels eingesprochen – und trotz der frühen Stunde sind die Gedanken erstaunlich klar und die verbalen Doppelpässe bewundernswert präzise. Dabei langen Oli und Bernd in die Trickkiste, wie das nur dem Fußball im Allgemeinen und der Alemannia im Speziellen Verfallene tun können, sie greifen sogar zum Äußersten, zitieren Lukas Podolski und Kevin Großkreutz!

Wunderbare Entdeckung kurz vor Anpfiff: Willi Landgraf, die Legende, meldet sich via 11Freunde zu Wort und gibt aus der Ferne ein Interview zur Lage bei Alemannia Aachen. Bekenntnis des Schalker U15-Trainers: „Ich war noch nie im neuen Tivoli.“ Und dann typisch Willi: „Nein, im Ernst. Es hat mich bisher einfach noch nicht hingezogen. Ich kann gar nicht beschreiben, warum das so ist, aber – es ist nunmal so. Aber wenn Erik mich anruft und mir sagt, dass ich mich als Glücksbringer mit auf die Bank setzen soll, dann mache ich das!“

Dann kann man doch nur laut rufen: „Komm, Willi, lass jucken!“ Wir brauchen jeden Mann! Alle Mann! Damit das hier klappt: #niemalsdritteliga. Weil ja – Fußballphilosophie – nicht sein darf, was nicht sein darf!

„Vier Blumen, bitte. Ejal welche!“

Immer wieder erstaunlich zu sehen, mit welch unterschiedlich großer Begeisterung Karl Kaisers Kinder der aufblühenden Gartensaison entgegenblicken. Ja, -fiebern.

Gestern in einem der führenden Fachgeschäfte für Kraut und Blüten erfreuten sich die einen an allem Floralen, das so keck den Kopf über die Pflanzerde steckt, debattierten über die Schönheit der Jeranie an sich und des Fleißijen Lieschens im Besonderen. Während andere fluchten, „dat dat jetz‘ auch wieder anfäng'“.
Wir sprechen also von jenen, denen der aufziehende Lenz mit seinem sich zart andeutenden Blütenflor „abersowatvonaufdrjeistjeht“.

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Und so ist es nicht verwunderlich, dass ein älterer Herr, als er denn – in seiner komplett positiven Ausstrahlung – an der Reihe war, auf die Frage, was es denn sein soll, knapp antwortete: „Vier Blumen, bitte!“ Kurze Pause, die Gärtnerin hakte nach: „Wie, vier Blumen?“ Prompte Antwort: „Ejal welche!“

Durch intensives Nachfragen stellte sich heraus, dass es sich im vorliegenden missmutigen Falle wohl um einen Innenstadtmehrfamilienhausbewohner nebst Balkon mit Blumenkästen handelte, den seine Frau am Morgen mit besagtem Auftrag losgeschickt hatte. Was ihm offensichtlich sehr behagte.

„Sonniger Standort oder halbschattig?“ – „Keine Ahnung.“ – „Jeranien oder Petunien?“ – „Ejal.“ – „Rot oder jelb oder rosa?“ – „Nein, bloß nich‘ rosa.“ – „Also rot oder jelb?“ – „Ejal.“

Und so nahm er, was ihm gegeben wurde. Hauptsache vier. Hauptsache Blumen.

Den Umstehenden spielte der zauberhafte Dialog ein Lächeln in die Gesichter, die Sonne schaute neugierig hinter den Wolken heraus, der Mann zahlte, packte seine Blumen (am Ende waren es tatsächlich Jeranien) ein und grüßte zum Abschied: „Schö, bis nächstes Jahr!“

Weiter, immer weiter! Das Magische Zweieck glaubt daran: #niemalsdritteliga

Das Magische Zweieck hier auf dem Heimatblog kennt keine Gnade. Weiter, immer weiter, Olli Kahn hat’s gesagt, und der ist immer noch ein ganz Großer.

Weiter, immer weiter – und schön dem Motto folgen: #niemalsdritteliga

alemanniaeiWer die Aachener Alemannia am Sonntag in Ingolstadt gesehen hat, versteht, dass die Hoffnung nie stirbt, die Zweite Liga zu halten. Gut, es wird nur über die Relegation gehen, aber diese Fähre zum Festland, zum rettenden Ufer sollten die Schwarz-Gelben noch kriegen. Der VfL Bochum schwächelt, das ist die Chance, spät, aber wohl nicht zu spät noch einmal zuzuschlagen. Mittwochabend, Tivoli.

Davon sind nicht nur Manager Erik Meijer und der neue Trainer Ralf Aussem, der mit einigen verblüffenden Rochaden dem müden Haufen wieder Leben eingepustet hat, überzeugt. Die Mannschaft glaubt auch dran – und erst recht das Magische Zweieck!

Zumal der Osterhase ein Ei gebracht hat, gelb war’s und ein schöner Spruch stand drauf: Alemannia Aachen wird niemals untergehen! Aber das nur am Rande.

Und hier geht’s zum ultimativen Magischen Zweieck vor dem Spiel gegen Bochum, reinhören, aufstehen, ab zum Tivoli!

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Nichtabstiegshelden – man muss nur fest dran glauben!