Es war ein Abend, der nachwirkt. Das war ein Abend, wie es ihn vielleicht in dieser Form nur in Aachen geben kann. So viel Wir-Gefühl, so viel Identifikation mit der Stadt und ihren Menschen, so viel Dankbarkeit und auch Verbundenheit zu einem Mann, der 20 Jahre lang mit Herz, Zuneigung, taktischem Vermögen, Integrationskraft, Bürgernähe, Engagement, Geschick und Wärme die Stadt geprägt hat. In einem Amt, das alles andere als leicht zu handhaben ist – zwischen Kleingartenverein und Karlspreis, zwischen Innovationskongress und AKV.
Schön, wer an einem solchen Abend unter Uwe Brandts feiner Regie alles mitmacht! Die Penn mit 150 Mann (!), Jürgen Beckers, Heini Mercks, Jupp Ebert, die Rathauswache, Hein Engelhardt, die Wheels, Gitta Haller, Ägid Lennartz, die Vier Amigos, Erik Meijer und hömmele Öcher auf der Videoleinwand, der Circus Roncalli mit Jacqueline Alvarez, Heribert Leuchter, der designierte OB Marcel Philipp – und über Telefonleitung der irische Karlspreisträger von 2004, Pat Cox, der Linden verbal um den Hals fällt und vom aktuellen Ja der Iren zu Europa triumphierend übersprudelt.
Und vor der Bühne die Öcher. Singend, tanzend, krieschend, strahlend. Marcel Philipp hat versprochen, dass er auch mit den Aachenern feiern will, dass er dieses Gefühl für die Stadt fördern möchte, den Öcher Vermaach.
Und doch deäht et wieh, dat der Aue jeäht. Wie gesagt, auf der Bühne ist es am Ende ein wohlig-warmes und doch so melancholisches Gefühl. Alle singen mit, und die weißen Taschentücher zucken auf und ab.
***Mehr lesen:
3000 Öcher sagen „Tschö an der Mann“ schreibt Oliver Schmetz in der Aachener Zeitung (Druckausgabe vom Montag)
Am Ende war der Jürgen den Tränen nah, so ist der Bericht überschrieben, den Jan Mönch für die Aachener Nachrichten (Montagausgabe) verfasst hat.
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