Das Aachen-Blog

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Revolution in der Spielanalyse: die multimediale 1D-Animation

Lasst uns ruhig schon mal während der WM ein neues High-Tech-Instrument auf 7uhr15.ac einführen, das in der kommenden Saison ständiger Begleiter der ebenso scharfzüngigen wie ballsicheren Alemannia-Begleitung durch das „Magische Zweieck“ sein könnte: die multimediale 1D-Animation brillant herausgespielter Tore.

polditor

Wir im Schleckheimer Medienkonzern stehen voller Respekt vor dem in nächtelanger Arbeit entwickelten Retrolook unserer gestochen scharfen Animation, feiern uns selbst wegen der schnörkellosen Grafiksprache, wegen des völlig neu erfundenen, sauber skizzierten Spielfelds, das das Abbild des realen Geschehens in wenigen präzisen Federstrichen und in einer gut lesbaren Handschrift erst möglich macht.

Klar, eindeutig, informativ, leicht verständlich: 8. Minute, Özil steil auf Müller, der läuft zwei, drei Schritte, dann der scharf geschlagene Haken, ein blind gespielter Pass in den Rückraum, und Poldi haut mit dem Frust einer ganzen FC-Saison im Nacken die Kugel in die Maschen.

Und der Kollege ruft noch: „Attention! Mark (Schwarzer, d. Red.), nimm die Knochen weg, er schießt sie dir in Flammen!“ Da rauscht die Kugel mit gefühlten 283 km/h auch schon in die Maschen!

Also, alles auf einen Blick in der neuen 1D-Grafik, abgerundet mit einem Resümee der besten Podolski-Worte während des Trainingslagers: „Gut trainiert, gut getroffen, rumms: drin.“

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*** 7uhr15.ac-Fanshop:

DER KNALLER IM ANGEBOT: Howies Evergreen „Hello again“ in der aktuellen Version als :DD 7uhr15-WM-Song: „Lass Schweini ran!“

Okay, wir einigen uns auf „Traumstart“

Fünf Screenshots sagen mehr als 1000 Worte. Ich kann eh vor lauter Rührung nichts schreiben.

Einigen wir uns auf Traumstart, okay?

az-webfazweltzeitkicker

*** Eins noch: Ich habe 3:0 getippt. Das war nicht präzise, ich weiß. Und ich habe vorausgesagt, dass Poldi, Miro und Cacau treffen. Auch das war nicht vollständig. Aber hallo?! Es gibt Leute, von denen ich glaubte, sie seien meine Freunde – und sie haben mich wegen des Tipps ausgelacht. Vor dem Spiel.

Inzwischen haben sie sich – mitunter reumütig und geradezu unterwürfig – gemeldet…

Fragen richtig beantworten und gewinnen: Wo kuckste? Unwattippste?

Wieso lange um den heißen Brei herumreden. Zwei Fragen, die alle vor dem Auftaktspiel der deutschen Elf stellen, stelle ich jetzt auch mal an meine jeckjetröteten 7uhr15-WM-Wahnsinnigen:

1. Wo kuckste?

2. Unwattippste?

Wenn ihr eure richtigen Antworten (von mir aus gerne mit Bild) entweder in die Kommentare packen oder mir schicken könntet an buettgens@gmx.de – dann würde ich sie hier im Blog ratzfatz noch vor dem Anpfiff veröffentlichen.

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen und werde bei jeder eintreffenden Antwort einen Stoß meiner Uwu-Seeler-Tröte erschallen lassen.

Freu mich auf Post!!!! Boh, bin ich aufgeregt…

*** Gewinnen: Unter allen Teilnehmern, die die beiden Fragen richtig beantworten, verlose ich Frank-Lampard-Panini-Bilder. Weil ich den mindestens so oft doppelt habe, wie in der Saison 75/76 Erich Beer von Hertha BSC.

Die ersten Mails sind da, danke!!!

Wo kuckste unwattippste?

„der_nachbar“ schreibt: Wir sitzen im Garten nebenan, Herr Büttgens. Wäre schön, wenn du heute mal die Alemannia-Fahne vom Piratenschiff gegen die deutsche austauschen würdest. Sonst gewinnen wir nicht 3:1.
(Anm. Bernd: Niemals! Aber das klappt auch so, wartet’s ab! Viel Spaß!)

images-1harry_s schreibt: Muss leider arbeiten, hab aber ein bisschen Stimmung dabei. Mühsames Auftakt-1:0

„cristiano“ schreibt: Auf’m Markt in Aachen, wird ein Fest! Jogis Jungs gewinnen locker 2:0.

images„helmutseinsohn“ schreibt: 1. bei uns im Schrebergarten in Zehlendorf, wir trinken Berliner Weisse, setzen unsere Helmut-Schön-Gedächtnismütze auf, tragen die hellblaue Adidas-Jacke, erinnern uns an alte Zeiten. 2. 2:1, wird ein schweres Spiel. P.S. Haste noch Erich Beers übrig?

„harald“ schreibt: Mit Freunden zu Hause, Poldi schießt beide Tore zum 2:0.

hanutabernd (zzt. Durban) schreibt: „Ich guck‘ von der Bank aus – zwischen Müller-Wohlfahrt und Wiese. Hoffentlich steht mir der Jogi nicht die ganze Zeit im Bild. Und ich tippe 3:0 – (Klose, Cacau, Podolski).“

WM-Kolumne: Therapeutisches Schreiben

Die WM wirft ihre Schatten voraus: Der jelbe Schein liegt bereits fertig ausgefüllt auf der Kommode im Flur, muss nur noch in der Firma abgegeben werden: Vier’nhalb Wochen Pause wegen akuter Leistungszerrung und wirklich massiver Fieberschübe. Oes noch! Wir sehen uns Mitte Juli wieder, wa Chef!

Das wird ein Stress, das geregelte Leben macht Pause, man kommt zu nichts mehr. Von daher, Chef, sei mir nicht böse, wenn ich danach aussehe, wie die bestfrisierten Männer der WM-Endrunde:

frisuren
Ene Verein schönn Köpp: Gervinho (Elfenbeinküste), Nicolas N’Koulou (Kamerun), Martin Demichelis (Argentinien), Carles Puyol (Ihr-werdet-nie-Weltmeister-Spanien, von links)

Ehrlich, ich freu mich drauf: Herrlich, Fläschchen Bier, Tütchen Chips; als Ökovariante ne Bionade und lecker Jemüse zum Dippen in Bärlauchnussquark… Mein Nachbar von gegenüber wird grillen, was nicht schnell genug vom Rost runter ist. Und dann: Alle Mann ab vorm Fernseher!

Oes noch, dat weäd schönn!

Gestatten Sie mir noch ein persönliches Wort: Ich merke, wie mir diese sympathische junge Mannschaft, der ich noch vor Wochenfrist bescheinigt hatte, dass es auch nicht schlimm sein würde, wenn Sie den Airbus verpassen täte, wie mir diese Mannschaft ans Herz wächst. Und vor allem bin ich ein großer Schweinsteiger-Fan. Erwähnte ich das schon mal? Und dass Deutschland ’ne Turniermannschaft ist!?

*** Also: 7uhr15 goes overgoing (südafr. für vorübergehend) WM-Kanal. Kann sowieso nicht mehr an viel anderes denken. Da bietet es sich förmlich an, auch darüber zu schreiben. Therapeutisches Schreiben, nennt man das.

Noch dreimal schlafen!!!

„Oes noch!“ – die WM-Kolumne

Oes noch! Nein, das ist kein südafrikanischer Begriff für Zapperlot oder Saukäs. „Oes noch!“ ist ein Ton, der tief aus dem Herzen eines Öchers kommt.

So wie der Südafrikaner sein Nationalteam aus inniger Ergriffenheit lautmalerisch liebevoll „Bafana Bafana“ ruft, so entspringt ein gesalzenes „Oes noch!“ dem Inneren des Öcher Fußballers, quasi als „Bäuerchen“ der Seele, wenn ihm ein anderer Öcher Fußballer in die Knochen grätscht. „Oes noch, has‘ du ene Eck aav?!“ Also so zum Beispiel:

Oes

„Oes noch!“ verstärkt aber auch durchaus eine Aussage, die (Vor-)Freude verheißt. Aussagen wie diese: „Oes noch, wat freu‘ ich mich op Südafrika!“ Was nicht heißt, dass der Öcher sich jetzt auf den Weg nach Johannesburg, Durban oder Bloemfontein machen würde. Nein, die Freude auf Südafrika ist die Vorfreude auf 64 packende Fußballspiele vor dem Fernseher und vor allem auf die ganze Fachsimpelei davor und danach.

Oes noch! Auf alle Fälle werde ich mir gestatten, die Berichterstattung auf 7uhr15.ac nun zu größeren Teilen meiner Neigung anzupassen. Ich werde mich also in den kommenden Wochen dem Mainstream folgend überwiegend – präziser: voll und ganz – der Fußball-Weltmeisterschaft widmen. Sollte Ihnen das nicht passen, können Sie mir gerne einen Kommentar reinwürgen. Es wird mich allerdings nicht von meinem Entschluss abhalten.

Zur Einstimmung singen wir jetzt ein Lied zusammen, habe ich mir so ausgedacht. Ein Lied von der innigen Verbundenheit, wie es nur kernige Fußballfans singen. Einige Fans von den Tottenham Hotspurs erklärten so in der Puma-Hardchorus-Serie zum diesjährigen Valentinstag ihrer Liebsten, was im Leben Leidenschaft heißt (Truly, madly, deeply/Savage Garden).

In diesem Sinne: Noch viermal schlafen!

Oes noch, ich freu mich! Sie, du, er, sie, es, ihr auch?