Das Aachen-Blog

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Engelsaugen aus Schleckheim und Haferflockenplätzchen aus Brand

Adventszeit, liebe Freunde des Heimatblogs, ist die Zeit der Weihnachtsbäckerei. Auch wer nicht gerne quirlt, knetet, aussticht, überhaupt backt, riecht doch umso lieber, wenn sich die Stube mit diesem süßen Duft frisch von Meisterinnen- oder Meisterhand jefrickelter Plätzchen füllt.

Wir starteten vor Tagen einen kleinen Aufruf und baten um Lieblingsrezepte – und nun wollen wir auch gleich loslegen, weil dem einen oder der anderen schon das Wasser im Munde zusammenläuft. Hier kommen unsere Backvorschläge mit Hmmmleckergarantie:

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Ursula aus Schleckheim schlägt vor:

Engelsaugen

Für etwa 75 (!) Stück brauchen wir: 1 unbehandelte Zitrone; 300 Gramm Mehl; 100 Gramm Zucker; 1 Prise Salz; 1 Ei; 200 Gramm kalte Butter; Puderzucker für oben drauf.
Für die Füllung: etwa 200 Gramm rote Marmelade

– die Zitrone waschen, Schale auf Küchenreibe reiben (wie der Name schon sagt).
– Mehl und Zitronenschale vermischen und auf die Arbeitsplatte häufen.
– in die Mitte mit einem Esslöffel eine Mulde drücken
– Zucker, Salz und Ei ebenfalls in die Mulde geben. Die kalte Butter in kleinen Stückchen rundherum auf das Mehl legen.
– alle Zutaten zuerst mit einem Messer durchhacken (ruhig, Kinder, ruhig, die Mama backt nur, keine Sorge um Papa!), bis der Teig schön krümelig ist.
– dann mit den Händen zu einem Teig kneten, aber nicht zu lange – sonst wird der Teig weich und klebrig und der Kaffee in der Zwischenzeit kalt.
– den Teig zu einer Kugel formen, in Klarsichtfolie wickeln und etwa eine Stunde lang kühl stellen. Pause.
– Backofen auf 175 Grad (Umluft 160) vorheizen, Backpapier auf Backblech
– gekühlten Teig mit Händen zu kirschgroßen Kugeln rollen, Kugeln aufs Blech setzen.
– mit Kochlöffelstiel in jede Kugel eine tiefe Delle drücken, da kommt die Marmelade rein. Richtig geraten!
– Engelsaugen auf der mittleren Schiene im Backofen etwa zehn Minuten lang backen.
– Puderzucker am Ende nicht vergessen!

kekse
Ursula hat uns auch ein Bild geschickt. Engelsaugen sind die hellen Plätzchen mit dem Marmeladenklecks. Wie man aus Schokokipferl-Teig auch Schokokanonenkugeln macht, will sie uns ein andermal erzählen.

Jürgen aus Brand hat noch einen weiteren leckeren Vorschlag:

Haferflockenplätzchen

Die Zutaten: 250 Gramm Butter; 250 Gramm Zucker; 2 Päckchen Vanillinzucker; 1 Ei; 250 Gramm kernige Haferflocken; 100 Gramm Mehl

Und so werden Plätzchen daraus:
– Butter, Zucker, Vanillezucker mit dem Mixer schaumig rühren.
– Ei hinzufügen. Haferflocken und Mehl unterheben.
– mit einem Esslöffel Haufen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech
geben.
– Abstand halten, denn die Dinger laufen auseinander.

– Backofen 150°C Heißluft (vorgeheizt), Backzeit ca. 25 Minuten.

Einfach und suuuper lecker. Sagt Jürgen. Der weiß Bescheid. Merssi, Jong!

Weiterhin sammeln wir fleißig Eure Rezepte für knusprige und zuckersüße Weihnachtsplätzchen. Schickt sie einfach an buettgens@gmx.de !!!!

Das Magische Zweieck sieht die Aachener auf vorweihnachtlichem Beutezug

Die einen mögen es in diesen Tagen vor dem Fest eher gemütlich, besinnlich. Das Magische Zweieck, die knallhart analysierende Doppelspitze in Sachen Alemannia Aachen, erkennt an der Krefelder Straße einen eindeutigen Trend zum lautstarken Jubel und einem nicht mehr zu stoppenden, aggressiv über Rechts und Links vorgetragenen Beutezug.

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Die Kartoffelkäfer freuen sich am Sonntag (13.30 Uhr, alle kommen!) am Tivoli auf die Löwen aus München – ratet mal, wer da gewinnt!

Das Zweieck hat eine Straßenumfrage rund um die sich aufrappelnde Alemannia gestartet. Und Oli stellt vor dem vorletzten Heimspiel des Jahres eine abenteuerliche Rechnung auf, an deren Ende Düsseldorf noch überholt wird. Wogegen kein Öcher einen Einwand erheben würde.

:DD Öffnet das zweite Türchen des Adventskalenders und höret den weisen alten Männern zu! Hier klicken.

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*** Mehr hören, lesen und sehen:

Alle Folgen des Magischen Zweiecks gibt es hier – einfach klicken!

Der Öcher Adventskalender startet mit dem Meisterdichter Hein Engelhardt

Achtung, fertig, los…

Stopp! So wollen wir mal gar nicht in den Adventskalender starten. Hektik und Stress verbreiten andere viel besser, da sollten wir uns nicht anstecken lassen. Hier auf dem Heimatblog soll es nun heute und in den kommenden 23 Tagen bis zum Fest die tägliche Insel zum Landen und Wohlfühlen, zum Dabeijemütlichntässchenkaffeetrinkenundnprintchenessen geben.

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Adventskalender im Aachen-Blog. Das hat natürlich viel mit des Kaisers Städtchen und den Öchern zu tun. Mit den Menschen, ihren Geschichten und auch mit ihrer Sprache, die so viel Heimeligkeit und Entschleunigung in sich trägt. Wir werden zusammen lesen, lachen, hören, backen, singen, vielleicht auch ein bisschen weinen.

Kein Wunder also, dass der Altmeister des Öcher Platts, der – ich sag‘ das jetzt mal so – wortgewaltigste, tiefgründigste und einfühlsamste unter den Heimatdichtern den Anfang macht. Richtig geraten: Hein Engelhardt.

:DD Hört mal rein, Hein Engelhardt: Vöör die Dag – hier klicken!

hein

Hein Engelhardt erinnert sich an die Adventszeit seiner Kindertage, an die Vorfreude aufs Fest, an die gemütliche Stimmung daheim, wo noch gemeinsam gesungen und gelesen wurde. Und er wünscht uns allen, dass wir wieder „met Hazz“, mit Herz diese schöne Zeit im Wortsinn erleben.

Das Gedicht „Vöör die Dag“ von Hein Engelhardt gibt es als Text auf Seite 2

Gedichte und Keksrezepte gesucht!

Heute also nun zwei kleine Bitten, die drei Tage nach dem ersten Kerzchen und einen Tag vor dem ersten Türchen hinausgehen ins beschauliche 7uhr15-Land.
Ich suche für den Heimatblog-Adventskalender:

1. die besten Weihnachtsplätzchen-Rezepte!

2. die begabtesten Dichter in der heimischen Sprache.
Und so seid ihr dabei:

ENTWEDER
1. Aufgabe
: Schickt mir einfach euer Lieblingsrezept für eine Kekssorte, Plätzjen, wie der Öcher sagt! Bitte die vollständige Rezeptur und Gebrauchsanleitung notieren. Wenn es eine nette Geschichte zum Plätzchen gibt: gerne! So was lesen wir hier auf „Viertel nach Sieben“, wie meine Mutter sagt, mit Begeisterung.
Also, meine Oma zum Beispiel buk (wie sie immer sagte), buk also so was von großartigen Butterkeksen. Also BUTTERkekse mit BUTTER drin. Ihr wisst, was ich meine…

ODER
2. Aufgabe:
Das ist eine kleine Herausforderung, aber ein Riesenspaß für alle, die in ihrer Heimatsprache auch dichten können. Geht in den Hobbykeller, reimt, leimt, sägt und fegt Worte zusammen und schickt sie mir. Aber: In dem Gedicht – und das ist der Schwierigkeitsgrad! – müssen die folgenden Wörter auftauchen:
et Chresskenk; Hantiir; dr Boum; de Keäze und dr Kreppeeäsel
Wenn’s Aachener Deutsch mit Streifen ist, spielt das auch keine Rolle.

*** Macht mit:
Eure Rezepte und/oder eure Gedichte schickt ihr bitte an buettgens@gmx.de – ihr werdet sie dann im Adventskalender hier auf 7uhr15.ac wiederfinden.
Aus allen Einsendungen losen wir zwei Gewinner aus, denen jeweils ein feines Tütchen Schoko-Nuss-Printen ins Haus segelt.

Die Weihnachtsgeschichte in Öcher Platt

Weihnachten, Chreßmes oder Chreßfess wie der Öcher sagt. Oes, at wier Chreßmes!

Und wie schön haben wir es in diesem Jahr: Weiße Weihnachten! So oft gewünscht, bitteschön, da is et!

Ich freue mich wie jeck über das Wetter, den Winter, die weiße Weihnacht. Auch wenn’s doch ein paar Einschränkungen gibt, der Wagen mal vor der Tür stehen bleibt und einschneit – so ist das doch urgemütlich. Neudeutsch könnte man von einer Entschleunigung sprechen.

Also, wir machen uns jetzt mal ein Tässchen Kaffee, holen de Printen eraus und freuen uns über diese „funkelnde Lichterzeit der Erwartung“.

Alleda, der Hellije Ovvend – der Öcher sätt Chreßovvend – es doe. Än överall op de Welt weäd et Evangjeliom van et Chreßkengche verzahlt.

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Diese Geschichte wird in allen Sprachen weitergegeben. Zusammen mit meinem lieben Freund Uwe Brandt möchte ich – wie schon im Vorjahr – diese wunderbarste aller Geschichten heute an dieser Stelle in unserer Sprache zum Besten geben.

***: Jetzt kommt’s:

:DD Hier klickt Ihr die Öcher Weihnachtsgeschichte.

Allen da draußen an den Empfangsgeräten wünsche ich ein frohes, geruhsames, erholsames Weihnachtsfest! E jlöcksellig Chreßfess!

schneeholz

Podcast: Ja, so kann man et auch sehen! Wir freuen uns auf den Advent

Und los geht’s, der Weihnachtsmarkt ist wieder da, flehentlich erwartet, proppevoll gleich zum Auftakt, Weihnachtsreibekuchen, Weihnachtsfritten mit Weihnachtsmajonaise, Jlühwein, auf dass nicht nur die Christbaumkugeln blinken. Eben der janze Brösel, sorry, die ganze Herrlichkeit des aufziehenden vorweihnachtlichen Treibens rückt ran.

Was mitten in der Stadt anfängt, schwappt Stückchen für Stückchen – quasi überspringend – in die heimeligen Heime der Aachener Menschen.

niki
Raus aus dem Regal, Nikolaus, jetzt gibt’s Arbeit!

Bei uns zum Beispiel ist das so. Was jetzt mit einem Mal wieder alles getan werden muss! De Bollen polieren, Moosbüchel aus dem Wald rauben, die Lichterketten reparieren und hängen, weil: Viel Zeit bis Weihnachten bleibt nicht mehr! Und so stellt sich nicht nur die Frage: „Wo es dr Kreppeeäsel?“

:DD Dazu das hier zu klickende Podcast aus der beliebten Reihe „Ja jut, so kann man et auch sehen!“

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:DD Teil 1 der Serie gibt’s hier: Auf dem Romantik-Pfad mit meiner Frau