Das Aachen-Blog

Schlagwort: Aachen (Seite 10 von 51)

Der Hauch der großen weiten Welt weht durch die närrische Stadt

Sehe gerade mit einigem Erstaunen, dass der erste Monat des neuen Jahres schon wieder vorbei ist. Oes noch!

Die Zeit verfliegt. Das zeugt von reichlich Abwechslung im Leben, von Tempo, von vielen kleinen Momenten und Szenen, die aneinandergereiht einen bunten Film ergeben.

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Eine Szene will ich erzählen. Der freundliche Kollege von „Hürriyet“, dem türkischen Massenblatt, hat bei der AKV-Sitzung ein Schlaglicht geworfen. Während die Vier Amigos mit Cem Özdemir auf der Bühne stehen und den Saal rocken, sitzt er mit verschränkten Armen da und lächelt. Er kommt näher, stößt mich an und fragt: „Bekannte Leute in Aachen?“ Ich sage: „Och. Kann man so sagen.“ Und er: „Gute Jungs!“ Er notiert „dört kanka“ – was Vier Amigos heißen soll, wie er sagt.

Ich denke, hat man auch nicht alle Tage: Lob für eine Aachener Nummer direkt aus Istanbul! Wir trinken das eine oder andere Gläschen Wasser zusammen, puhlen Schokomarzipanpralinen aus Silber- und Goldpapier, ein netter Kollege aus Istanbul. Falsch, Hürriyet, Kölner Büro, stelle ich nach einiger Zeit fest. Er bestätigt diese Information.

Er fragt jetzt nach Name und Funktion von Werner Pfeil („Mann mit Federhut“). Ich sage: „AKV-Präsident!“ Er: „Ah, Chef!“ Ich: „So isses!“

Und wieder vergehen ein paar Minuten. Er hat Spaß an Profitlichs Kaiser Karl, amüsiert sich über Lennet Kann. Kann er auch nicht kennen, denke ich, weil ich ja inzwischen weiß ich, dass er noch nie bei einer Karnevalssitzung war. Und dann gehe ich aufs Ganze und frage den türkischen Kollegen vom weltweit erscheinenden Blatt: „Wo wohnen Sie?“

Und er sagt: „In Eilendorf.“

Für solche Momente bin ich dankbar. Istanbul – Köln – Aachen – Eilendorf! So einfach ist das. Und er kennt die Amigos nicht! Falsch, er kannte sie nicht. Jetzt kennt er sie ja. Dört kanka, eben.

Eine kleine Bildergeschichte und am Ende: Traditionsretter!

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Pause. In Aachen kein Mangel an nahrhafter Wegzehrung. Sagen wir es so: Du wirs‘ in dieser Stadt nich‘ verhungern! Brötchen auf die Faust und ab durch die Mitte.

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Und die Mitte ist hier: Sportpark Soers, wo die beiden starken Marken unserer Stadt Flagge zeigen: der CHIO und der Verein. Verein meines Herzens, wird er immer sein, ist er im Moment ganz besonders viel.

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Auf der anderen Seite der Krefelder Straße wehen seit Tagen andersfarbige Öcher Fahnen. Auch ein Verein mit Renommee. Hängen die Fahnen auf Halbmast? Ist was passiert? Oder war einfach nur die Leiter zu kurz?

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Und dann rein ins Stadion, Richtung Fan-Shop. Abrupteherzschlagerhöhung beim Blick nach links: Wie in der Silbermine im Phantasialand eine Kulisse, und was für eine! Block S, aue Tivoli. Träneneinschuss Auge links, weiter nach oben.

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Okay, Dauerkartenverlängerungsfrist seit Mittwoch abgelaufen. Auch ejal. Zwei normale Tagestickets stattdessen. Und dann die Überlebenskollektion: T-Shirt, Sticker, Mütze. Der schönste Öcher Adelstitel dieser Tage heißt so: Traditionsretter!

Barfuß im Schnee. Und Zorro und Supermann kommen mit dem Rollator.

Was ist los, steht unsere Stadt kopf? Sehe ich grüne Männchen? Ist das die Folge von dauerhaftem Sonnenlichtentzug? Am Alkohol kann es nicht liegen, erst recht nicht an der Hitze.

Mitten in Burtscheid kommen mir Supermann und Zorro entgegen. Das ist an sich schon ungewöhnlich. Aber beide mit Rollator?! Hallo! Bizarr. Jungs, was ist passiert, seitdem wir uns zuletzt sahen? Ist dieses Leben eigentlich ein Maskenball?

Abends an der Kreuzung Adenauer Allee/Trierer Straße tanzt eine ältere Frau im wallenden Mantel den Schneeflockentanz. Fröhlich beschwingt hüpft die Pina Bausch vom Madrider Ring über das glatte Trottoir. Meine ganze Rotphase lang. Und ich reibe mir die Augen. Was ist los in dieser Stadt?

Gestern Morgen stehe ich an der Bushaltestelle (ups, hätte beinahe geschrieben, dass ich am Bus stehe, was aber natürlich Unsinn ist, auch wenn man das so sagt) also, stehe an der Haltestelle und gegenüber ragt ein Mann mit rotem Rauschebart aus dem Schnee – barfuß! In der Voreifel, wintertags, die Atemsäule signalisiert Frost und er: nackte Füße.

Ich habe all das in wenigen Tagen mit eigenen Augen gesehen. Und mich beschleicht das Gefühl, dass da was nicht stimmt. Man kennt das, dieses Gefühl, wenn die Wahrnehmung ins Unwirkliche abzudriften scheint. Davon erlebe ich im Moment zu viel. Es macht mir Angst.

Wenn jetzt noch ein grünes Männchen den AKV-Orden kriegen würde, dann wäre es vermutlich vollends um mich geschehen…

Was wird sein, wenn die Alemannia-Bolle wieder an den Baum kommt?

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Und ab in die Weihnachtskiste! Auf ein Wiedersehen beim nächsten Fest.

Ich denke darüber nach, was wohl bis dahin passiert sein wird mit dem Verein.

Insolvent? Kreisliga? Vierte Liga? Oder am Ende doch noch die Drittklassigkeit gerettet? Weil es sportlich gut läuft – und der Weiße Ritter ins Stadion reitet und die benötigten Dukaten sprudeln lässt.

Ach, Alemannia, ein frommer Wunsch zum Neuen Jahr sei dem Träumer noch gestattet: Lass uns doch mal wieder jubeln und Spaß an Dir haben!

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Freuen wir uns fürs Erste mal auf die Benefizpartie am Sonntag gegen den FC Bayern. Keine Ahnung, wer das Bild geschossen hat, schön ist es trotzdem, wie Jupp Heynckes, Thomas Müller, Bastian Schweinsteiger und Tom Starke das Öcher Rettungsshirt präsentieren.

Kleine Aufgabe für Diplom-Öcher

Kleine Aufgabe für alle Freunde des Aachen-Blogs – und zwar am Tag vor der Verleihung des Thouet-Mundartpreises an Ina Groebner. Da wir uns ja für dieses Jahr einmal mehr die Pflege der Heimatsprache vorgenommen haben, gilt es nun, mal das eine oder andere Wort der Heimatsprache in den Alltag einzubringen. Quasi als Vorbereitung.

Deshalb die Aufgabe: Sorgt bitte dafür, dass Ihr im Laufe der kommenden Woche die folgenden Wörter irgendwann mal im Gespräch unterbringt. Ich hab‘ auch extra drei schöne rausgesucht:

1) Kloneman – Clown, Jeck
2) Hazzblättche – Herzblatt
3) Landau – Gegend, Landschaft (so im Sinne von „Jeng Landau sue schönn wie Oche ajjen Pau!“)

Für Diplomanwärter noch zwei Wörter, die Extrastreberpünktchen bringen:
*a) Makrittel – Schlitzohr (wo auch immer das Wort unterzubringen ist)
*b) Fettpansch – Dickwanst (aber bitte leise!)

Von dieser Stelle schon mal so viel: Vööl Pläsier, lejjv Ina, än loss dich fiere, Mäddche!

Weihnachtsevangelium in Öcher Platt

Und so öffnen auch wir Öcher – warteklemmteinbisschensojetztaber – das 24. Türchen am Adventskalender. Und siehe da: Eine der wenigen Traditionen, die es auf dem Aachen-Blog 7uhr15.ac gibt, verbirgt sich dahinter. Die Weihnachtsgeschichte, das Evangelium nach Lukas, das der Heimatdichter Hans Kals so meisterhaft übersetzt hat, taucht auch in diesem Jahr am 24. Dezember wieder auf.

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Mit meinem Freund Uwe Brandt habe ich die schönste aller Geschichten vor drei Jahren eingesprochen, sie läuft also nun zum vierten Mal – und das gilt in Aachen schon als Tradition!

Ich wünsche allen Freundinnen und Freunden des Aachen-Blogs e jlöckselig Chressfess, fiert schönn, kloppt üch net än maaht nüüs kapott!

Und jetzt hier klicken, weil es dann so herrlich weihnachtlich im Öcher Herzchen wird!

Ach, wie schön war das denn: „Oes, du Fröhliche!“ in Teuven. Heute die Fotos.

Heinz und Willi kehren also mit Tränen in den Augen aus Teuven heim nach Aachen. Tränen der Freude und des Glücks. „Oes, du Fröhliche!“ – für uns war es ein Fes‘ vor dem Fes‘!

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Uwe Brandt und ich, also wir zwei, bedanken uns bei über 400 Öchern, die uns an zwei wundervollen Abenden ins kleine ostbelgische Örtchen Teuven gefolgt sind, um eine etwas andere Weihnachtsfeier mitzuerleben.

Wir bedanken uns für die unfassbar schönen Reaktionen während der Show, für so viel Applaus und für die schönen Gespräche beim Bier. Und wir sagen noch mal all unseren Mitstreitern völmoels merssi! Ohne Euch, Ihr wisst schon…

Ein ganz spezieller Dank geht an unsere Bühnengäste, an den wunderbaren Manfred Leuchter, der uns alle mit seinem Akkordeon verzaubert und uns mit seinen Auftritten beschenkt hat. An „den echten“ Michael Nobis, der uns nicht nur mit seinen köstlichen Printen die Abende versüßt hat. Wir haben auch viel über die Printe an sich gelernt.

Und an René Brandt, der uns und das Publikum mit seinem Paul Pooetz nicht nur als Sänger, sondern auch als Komödiant umgehauen hat. Und der auch mit Ägid Lennartz, Heinrich Fries und Boris Bansbach unsere fabelhafte Band war – „die Drei“.

Der Erlös unserer beiden Abende im exquisiten Saal Patria des Café Modern in Teuven geht an das Obdachlosenprojekt „Café Plattform“ in Aachen.

*** EINIGE VIDEOIMPRESSIONEN folgen am Mittwoch – und nur hier!

*** Die Besprechungen in den Zeitungen gibt es hier:
Aachener Zeitung: Ein Abend wie Weihnachten!
Aachener Nachrichten: Schöne Abende voller Aachen-Nostalgie

***Hier gibt es auf den folgenden Seiten die BILDERGALERIE zur Show, Andreas Steindl hat sie uns geschenkt. Weiter auf Seite 2