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Tag: Kultur (page 1 of 2)

Ein bisschen Frieden zur WM

Wegen der großen Resonanz auf den Videobeitrag der Tottenham-Fans, die ihrer Liebsten ein Valentinstagsständchen bringen, nun der deutsche Beitrag aus der Puma-Hardchorus-Serie.

Eine Friedensbotschaft zur WM:

In diesem Sinne: Noch zweimal schlafen!

Und ein paar Bilder vom Jahrmarkt

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🙄 Und ein paar Fotos als Diashow vom Historischen Jahrmarkt in Kornelimünster (vom Sonntag)

Odyssee Europa Ruhr2010 – sehenswert! Diashow zur fünften und letzten Runde

Das Projekt: Odyssee Europa – eine bewegende Reise durch die Zwischenwelt. Schon beeindruckend, das Ruhrgebiet, die Metropole Ruhr, auf dieser Irrfahrt zu sechs Theatern an zwei Tagen zu erleben. Die Odyssee heute – und viele Impulse zum Nachdenken.

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Gut, da waren nicht alle sechs Stücke auf gleich gutem Niveau. Aber das Erlebnis, mit 400 Kulturfreaks zwei Tage lang auf unterschiedlichsten Wegen, auf dem Wasser, auf der Schiene, auf der Straße von Essen, nach Bochum, nach Oberhausen, nach Moers, nach Mülheim und schließlich nach Dortmund zu gelangen, ist einzigartig.

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Man lässt sich auf was ein. Auf ein Zusammenleben auf dem gemeinsamen Weg. Man lernt interessante Leute kennen, auch Leute wie Herrn Reinders übrigens. Der ist – Kulturhauptstadt-Ureinwohner! – als ehrenamtlicher Weggefährte dabei. Hilft, diesen Logistik-Marathon zu stemmen. Wie auch die Gastgeber, die ihre Gästezimmer für eine Nacht zur Verfügung stellen. Da entsteht nach erster Verunsicherung Nähe.

Die Diashow zur Odyssee Europa am 22./23. Mai

*** Zur Info: Ich habe die Odyssee Europa fotografisch begleitet. Vier Szenenbilder in der Diashow sind von der ruhr2010. Ich fände es großartig, ein solches Kulturprojekt, eine solche Odyssee, eine aufschlussreiche Irrfahrt wie diese, auch einmal in der Aachener Region zu erleben.

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Es war dies die fünfte und letzte Auflage der „Odyssee Europa“ – aber erstens gibt es noch so viele andere Kulturhauptstadt-Projekte, die sich lohnen. Und wer zweitens die Odyssee nachlesen und -schauen möchte, der findet auf der Homepage der Kulturhauptstadt dazu einiges.

Eine Irrfahrt durch den Pott

Kurze Meldung nur aus’m Pott. Sind auf Irrfahrt in der Zwischenwelt. Ruhr 2010, sehr aufregende Theatertour durch die Kulturhauptstadt. Ruhrgebiet, wie ich es noch nie erlebt habe.

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Dicht gedrängt im Bus von Bochum nach Herne, von da aufs Schiff über den Rhein-Herne-Kanal nach Gelsenkirchen, tja, eine Odyssee eben. Foto: ruhr2010

Später mehr. Hier kommt man nicht zum Schreiben. Weiß eigentlich gar nicht, wo ich gerade bin: Herne, Bottrop, Oberhausen, Lüdenscheid-Nord (also Dortmund?) Meld mich die Tage.

Auf alle Fälle dreht sich hier alles um die Kultur. Und auf unserer Tour geht es ums Theater. Sechs Häuser beschäftigen sich in Uraufführungen mit Odysseus. Deshalb die Odyssee durchs Revier, eine sensationell gut organisierte Irrfahrt.

Odysseus, feines Kerlchen übrigens, mein lieber Kokoschinski!

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„Areteia“ in Essen – eins der sechs Stücke zu Odysseus bei der Theater-Odyssee. Foto: ruhr2010

Nur das noch: Taxifahrer (Vollblut-Schalker!) fragt uns gestern Abend, wo wir herkommen. Aachen! „Oh, Aachen“, sagt er, „noch so’n Traditionsklub, der nich‘ mehr auffe Beine kommt. Wie Westfalia Herne, Preußen Münster oder Rot-Weiß Lüdenscheid!“

Er hat Lüdenscheid gesagt. Und ich kann nur sagen: Auch mit Bahn und Bus kommt man prima durchs Ruhrgebiet. Lüdenscheid! Herne! Völlig verwirrt, der Mann…

Romeo & Julia: DAS DA-Fans freuen sich auf die Neuinszenierung im Burghof

Romeo & Julia – gibt es eine mitreißendere Liebesgeschichte? Ein schrecklicheres, ein bewegenderes Stück Theaterliteratur?

Vor 16 Jahren hat das DAS DA Theater schon einmal auf der Burg Frankenberg unter sternenklarem Firmament in lauschigen Sommernächten die Shakespeare-Tragödie erzählt. In diesem Sommer wird es eine Neuinszenierung an gleicher Stelle geben. Romeo und Julia – nein, ans Ende mag man gar nicht denken. So schauerlich.

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Tom Hirtz steckt mit seinem Ensemble in der Probenarbeit. Zu stemmen ist ein wuchtiges Stück Weltliteratur, das die bedingungslose Liebe eines jungen Paares schildert, das keine Beschränkungen kennt, das keinen Kompromiss akzeptiert. Unbedingt ist die Zuneigung, die Romeo und Julia verbindet. Doch unbedingt ist auch die Ablehnung, die ihre beide Familien trennt.

So stehen die Regeln der Clans (Montagues und Capulets, wissen die Shakespeare-Kenner!) gegen die Regeln der Herzen, und jede Begegnung darf nur heimlich geschehen.

Dann wird Mercutio getötet, ein Freund Romeos. Und Romeo rächt den Mord blutig, ach, alles in allem lässt der gute Shakespeare nichts aus, was ein Stück packend und mitreißend macht.

Premiere feiert das Stück am 17. Juni im Innenhof der Burg Frankenberg. Weitere Vorstellungen finden täglich außer montags bis zum 1. August statt.
Die Karten sind ab sofort im Theaterbüro (Telefon 0241/161688) und im Buchladen Pontstraße 39 (Telefon 0241/28008) erhältlich.

*** Weitere Infos: www.dasda.de

Axel Deubner – der Andersdenker

Es ist ein Geburtstagsgruß, der nur nachträglich gesendet werden kann. Aber er kommt von Herzen.

Axel Deubner, Unternehmer in unserer Stadt und kein gewöhnlicher – das sei verraten – ist in diesen Tagen 65 Jahre alt geworden.

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Ich hatte das Vergnügen, mit ihm zu sprechen. Treffpunkt war seine Firma, in der sich alles um Werkzeug, Baubedarf und Baumaschinen dreht, in der aber nicht alles zu kaufen, sondern vieles auch nur zu bewundern ist, weil es hohen musealen Wert hat.

Deubner sammelt Erinnerungen, er hält Geschichte fest, zuletzt auch – sehr beeindruckend – in einer Dokumentation der Aachener Nachkriegssituation, ein kleines Bildbändchen mit dem Titel „Trümmerbahnen und Trümmerverwertung“, das nicht nur die Anfänge des väterlichen Betriebs erläutert.

Sie merken schon, Deubner ist ein Andersdenker. Er wird auch nicht aufhören zu arbeiten mit seinen 65, er macht weiter, weil er der Ansicht ist, dass seine Generation weitermachen sollte. Weil die Demographie ist, wie sie ist. Weil es viel zu tun gibt. Und weil es schlichtweg sinnvoller ist, sich zu engagieren und mit anzupacken „als sich dem geistigen Verfall hinzugeben“. Ja, so etwas sagt Deubner auch.

*** Am Samstag wird er das in einem langen Interview in der Aachener Zeitung (Druckausgabe) alles erklären.

Bemerkenswert ist aber auch die Art, wie Deubner an diesem Wochenende seinen Geburtstag feiert. Seine Leute haben die Halle zu größeren Teilen leergeräumt und eine Bühnenfläche eingerichtet. Die Halle wird zum Theater, und Künstler aus der Region werden auftreten. Das Stadttheater ist am Start, das DAS DA Theater, das Willem-Breuker-Kollektief, auch die eigenen Mitarbeiter gehen auf die Bühne.

Um Deubner zu ehren, dem Publikum zu gefallen und für den guten Zweck. Denn Axel Deubner verzichtet auf Geschenke und bittet vielmehr um eine Spende für zwei ausgewählte Projekte des Sozialwerks Aachener Christen.

Worum es bei den Projekten geht: SEITE 2

„Alte Freunde“ – emotional hilflos

Wenn ich die Stückbeschreibung lese, wächst die Vorfreude auf die Premiere am morgigen Freitag im Grenzlandtheater. Weil das Thema so naheliegt, weil’s mich betrifft, betreffen könnte. Weil es am Ende ein Spieglein in der Kulisse gibt, in dem ich mich selbst entdecke?! Naja, abwarten.

Männer, Mitte 40, alte Freunde. Wunderbar.

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Drei von vier Männern Mitte 40: Frank Watzke, Tim Riedel, Heinz Simon Keller. Sieht irgendwie vertraut aus, was die „Alten Freunde“ im Grenzlandtheater angeht. Foto: Kerstin Heinrichs-Brandt

*** Und darum geht es in der Komödie der niederländischen Autorin Maria Goos: Vier Männer Mitte 40, seit langem Freunde, müssen feststellen, dass ihre Lebensentwürfe ins Wanken geraten. Sie erneuern ihren Treueschwur aus Studienzeiten und versprechen einander, sich immer zu helfen.

Doch als es ernst wird, ist sich jeder selbst der Nächste: Joep, ein ehrgeiziger Abgeordneter mit Aussichten auf einen Ministerposten, Pieter, der als Kulturbeamter ein paar Bilder illegal verkauft hat. Wer helfen könnte ist Top-Anwalt Tom, doch der hat ein Kokain-Problem. Und Vierter im Bunde ist der Theaterregisseur Maarten, der gerade an einem Stück probt, in dem die 18-jährige Tochter von Joep eine Hauptrolle spielt…

Turbulent, schnell, dem Leben entnommen. Die Moral von der Geschicht‘ klingt auf alle Fälle für uns Kerle Mitte 40 bitter: männlicher Selbstbetrug, Ehrgeiz und emotionale Hilflosigkeit! Und das erklärt uns ausgerechnet eine Holländerin…

Die Leute vom Grenzlandtheater versprechen, dass es witzig, ehrlich, tiefgründig wird. Ich freue mich drauf. Und hoffentlich übermannt mich am Ende nicht besagte emotionale Hilflosigkeit.

Schöner Begriff, sollte man sich merken: emotional hilflos. Also, da fallen mir ein paar alte Freunde ein…

*** Termine und Infos: www.grenzlandtheater.de
In der Regie von Ulrich Wiggers spielen Heinz Simon Keller, Tim Riedel, Michael Schwager, Frank Watzke und Juliane Maria Wolff; Bühnenbild: Walter Schwab; Kostüme: Heike M. Schmidt

Mensch, Bosch!

Mensch, Marcus Bosch! Jetzt mal im Ernst:

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Marcus Bosch (Foto: Homepage/© Ulf Krentz)

Wohin? Nach Nürnberg?!

Spielen die so Violine, wie sie Fußball spielen?

Klingen die Bläser, wie die Lebkuchen schmecken?

Hallo!

Okay. Auch wenn’s sehr schade ist: jute Reise! Und Chapeau!

Und toitoitoi!

Aber kommen Se nicht nach Hause weinen…

***Mehr lesen:
Aachens GMD Bosch zieht es nach Nürnberg (az-web.de)

Teil 1: Der Maler Hans von Aachen – Alice erzählt Leonie von seinem bunten Leben

Ganz schön aufregend und spannend so eine Gemäldeausstellung. Das hätte sich Leonie (11) auch nicht vorstellen können.

Sie hat sich im Aachener Suermondt-Ludwig-Museum mit Alice Taatgen getroffen. Die junge Niederländerin gehört zum Team der Ausstellungsmacher um Museumschef Peter van den Brink und Kurator Thomas Fusenig. Und sie weiß von daher alles über den Maler Hans von Aachen, den Hofkünstler in Europa, den Meister der späten Renaissance (wird später erklärt!).

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Alice Taatgen, als junge Kuratorin im Team der Ausstellungsmacher des Suermondt-Ludwig-Museums, führt Leonie durch die Gemäldeschau von Hans von Aachen (und der grinst vom Bild).

Hans von Aachen. In Aachen zu sehen! Und das knapp 400 Jahre nach seinem Tod. Leonie stellt Alice viele Fragen. Über Hans von Aachen – warum heißt er eigentlich so? Und war er jemals Aachen? Wann genau hat er gelebt? Und wo war er überall in Europa? Nur so viel – dieser Maler ist richtig weit gereist, hat für reiche Kaufleute und Herzöge, vor allem aber für Kaiser Rudolf II. in Prag gemalt.

Über Hans, über den Kaiser, über dessen Freundin Anna, über die Kunst des Malens, über die Dunkelheit im Museum und über die schlechten Zähne des lustigen Malers erfährt Leonie von Alice, der Kuratorin, so viel, dass aus den Tonaufnahmen nun eine kleine Serie entsteht.

In drei Teilen werden jeweils zwei Podcasts (also so eine Art Radiobeitrag oder „Hans von Aachen für die Ohren“) hier im Aachen-Blog veröffentlicht.

*** Und hier geht es zu Podcast 1 und 2. Und um diese drei Leute geht es heute:

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Um Kaiser Rudolf II. (um 1600), Anna, die Erzherzogin (1604) und um Hans von Aachen, den Maler (um 1574, Doppelselbstbildnis/ von links; Fotorechte: © Kunsthistorisches Museum Wien, Olomouc Museum of Art ©Zdenek Sodoma )

1. :DD Wer war eigentlich Hans von Aachen? Wann hat er gelebt, wen hat er gemalt? Warum ist es im Museum so dunkel? Und, hallo, wie traurig guckt denn der Kaiser!

2. :DD Der Kaiser soll heiraten: Hans bekommt den großartigen Auftrag, die schönsten Frauen Europas zu malen! Auch Anna ist dabei. Ob sie die Kaiserin wird?

*** SEITE 2 – mehr zur Ausstellung: Auf der zweiten Seite gibt es pro Serienteil fünf interessante Infos zu Hans und der Ausstellung in Aachen, die noch bis zum 13. Juni zu sehen ist. Cooler Tipp inklusive!

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„Scetches“ begeistern in Kornelimünster Podcast: Glückliche Zuhörer und Musiker

Kann sein, dass es noch schönere Arten gibt, den ersten Montagabend des soeben angebrochenen Frühlings zu verbringen. Allein, mir fällt keine ein…

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Die „Scetches“ in Kornelimünster: Beste Stimmung im Zelt. Foto: Bernd Büttgens

Denn das Konzert, das gestern Abend das Zirkuszelt auf dem Schulhof der Grundschule Kornelimünster zu einem ganz besonderen Ort machte, verdient mehr als Erwähnung.

Die vor 20 Jahren im Indeort gegründete Band „Scetches“, diese feine Jazz-Formation aus professionellen Einzelkönnern, die schon vor 20 Jahren so wunderbar harmonierten, hat sich gestern Abend nach vielen, vielen Jahren der getrennten Wege zu einem wohl einmaligen Reunion-Konzert getroffen.

Der Jazztrompeter Christoph Titz, Kopf der Formation, hat gemeinsam mit Werner Lauscher (Bass), Marc Lehan (Schlagzeug), Michel Bisceglia (Keyboards) und Roland Peil (Percussion) alle Register gezogen. Erinnerungen an die Scetches-Alben „Different Places“, „Don’t Ask Just Play“ und „Power To The People“ wurden geweckt, aber auch die in der Probenarbeit gemeinsam einstudierten aktuellen Arbeiten einzelner Bandmitglieder hatten einen feinen Klang. Jazz vom Feinsten, melodisch, kraftvoll, der Jahreszeit, dem Anlass, dem Ort angemessen.

Viel Applaus gab es für dieses besondere Konzert von jenen, die gestern im prächtig gefüllten Zirkuszelt im Abteigarten zugegen waren.

*** Für die Ohren: Der modernen Technik sei Dank, können aber auch all jene, die es nicht geschafft haben und sich womöglich gerade jetzt deswegen ärgern, dann doch noch eine Hörprobe mitnehmen.

:DD Scetches, Kornelimünster, 22. März, kleine Konzertreportage mit Reaktionen (inklusive Titz/Lauscher)

:DD Ausschnitte aus dem Konzert (5:50)

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Die „Scetches“, wiedervereint: Werner Lauscher, Marc Lehan, Roland Peil, Christoph Titz und Michel Biscaglia (von links). Foto: Andreas Steindl
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*** Zur Info: Das Programm im Zirkuszelt, veranstaltet vom Förderverein der Katholischen Grundschule Kornelimünster, geht weiter:

Dienstag, 23. März, 20.30 Uhr, Konzert des „Chornelimünsters“.

Mittwoch, 24. März, 19 Uhr, in Kooperation mit der Kulturinitiative Kornelimünster (KIK), ein Comedy-Abend mit dem Duo „Naseweiss“.

Donnerstag, 25. März, 18.30 Uhr, Konzert „Indemusik Orchester“.

Karten an der Abendkasse.

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