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Tag: heimatblog (page 2 of 6)

Ein Jahr nach dem Baumschmücken

Ein Jahr ist es nun her, dass Heinz Grosjean und Willi Hermanns zusammen den Baum jeschmückt haben. Beleg für dieses fulminante Ereignis und eine kleine Erinnerung an diesen Abend nun hier:

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=3OV9m9zMasw]

Jetzt können die Freundinnen und Freunde von 7uhr15.ac seit Beginn der Azvenzzeit den beiden quasi heimlich dabei zuhören, wie sie ihre Azvenzkaffees zelebrieren – und über die wirklich wichtigen Dinge sprechen.

*** Deshalb der Hinweis: Sonntag, drittes Kerzjen, garantiert und exklusiv nur hier:

Heinz und Willi essen ein Schnittchen und sprechen auch über et Sijrid!

Heinz und Willi zünden die zweite Kerze an und sprechen überm Weihnachtsmark‘

Und heute brennt das zweite Kerzjen aufm Azvenzkranz. Heinz Grosjean und Willi Hermanns sind vor ein paar Minuten vom Weihnachtsmark‘ heimgekommen und haben wieder große Sachen erlebt. Und vor allem: Sie sind wieder schwer beeindruckt von Oche, von de Jlühweinbuden – und auch ein bissjen von sich selbst.

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Zweiter Advent, beim Kaffee geht es nun um internationales Flair, um unbeschreibliche Touristen-Schicksale, um verschenkte Schangsen im Stadtmarketing und um eine unfassbare Erkenntnis: Heinz hat einen Mijrationshinterjrund!

:DD ABER HÖRT SELBS‘: Heinz und Willi freuen sich aufs Fes‘ – Teil 2! Einfach hier klicken.

Das sind alle Folgen – zum Nachhören:

1. Azvenzkerzjen: :DD Heinz und Willi trinken eine Tasse Kaffee und lesen sich Gedichte vor.

2. Azvenzkerzjen: :DD Heinz und Willi zünden die zweite Kerze an und sprechen überm Weihnachtsmark‘

3. Azvenzkerzjen: :DD Heinz und Willi schmücken dr Baum – und dann jeht et auf einmal um et Sijrid

4. Azvenzkerzjen: :DD Heinz und Willi zünden et vierte Kerzjen an, dann kommt dr Paul. Jesang!

*** Und weil es nun quasi ein Jahr her ist, dass Heinz und Willi ihren Weihnachtsbaum in Teuven (Os’beljien) geschmückt haben, auf den nächsten Seiten noch mal die Bildergalerie zu diesem Spaß!

Weiter auf Seite 2

Die Amigos und der Nikolaus

Aus gegebenem Anlass – guckt mal bitte auf den Kalender! – heute ein kleiner Griff ins 7uhr15-Archiv, Abteilung „besondere Öcher Schätzchen“. Und voilà:

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Wer nämlich denkt, dass die beliebteste Gesangsformation, die schönste Boygroup des kaiserlichen Städtchens, also die Vier Amigos, nur Jeckerei im Kopf haben, der irrt aber gewaltig! Denn Dietmar Ritterbecks, Uwe Brandt, René Brandt und Stefan Beuel (Foto von links) können auch Advent und Weihnachten!

Ein wirklich feines Stück vertonter Öcher Lyrik haben die Amigos vor zwei Jahren exklusiv für das Heimatblog 7uhr15.ac eingesungen. Zur Melodie der alten Weise „Lasst uns froh und munter sein“ singen sie den Text des Heimatdichters Hein Engelhardt, „Dr Nikla“. Passend zum heutigen Tag.

:DD Hier klicken, reinhören, mitsummen, mitsingen. Die Amigos singen „Dr Nikla“

*** UND NICHT VERPASSEN: HEINZ UND WILLI AM SONNTAG! NUR HIER IM HEIMATBLOG.

Den Text zum Lied gibt es auf Seite 2

Heinz und Willi trinken eine Tasse Kaffee, essen Printen und lesen sich Jedichte vor

Sie hatten es sich vor gut einem Jahr, als sie „jemeinsam de Kurelen an dr Baum jehängt haben“, in die Hand versprochen: Nächstes Jahr sehen wir uns wohl wat döcker! Also öfter; für die Zugereisten.

Gesagt, getan, tatsächlich werden Heinz Grosjean und Willi Hermanns nun – so der Plan – als echte Öcher Kameraden die Azvenzsonntagsnachmittage jemeinsam verbringen.

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Heinz (rechts) und Willi trinken eine Tasse Kaffee, essen eine (orjinal Öcher) Printe – und erzählen sich was.

Nun leben die Öcher Jonge, die sich kürzlich erst als Zeichen ihrer innigen Freundschaft vom niederländischen Existenzialisten Rick van de Punte in Öl haben malen lassen, eijentlich ja sehr zurückgezogen: der eine in der Sedanstraße 14, der andere in der Steinkaulstraße 33.

Und noch eijentlicher ist ihr Leben nicht wirklich aufrejend: Heinz arbeitet im Katasteramt der Stadt Aachen (Buchstabe K) und Willi bei der Friedhofsgärtnerei Jilleßen, Inhaber Hans-Dieter Jilleßen. Es lohnt sich dennoch, mal kurz reinzuhören!

Dem Heimatblog ist es nun in einer tollkühnen Aktion gelungen, Ohrenzeuge dieser Begegnung zu sein. Jeheim! Zu hören sind nun die neuesten schönen Azvenz-Ameröllchen (NSA) von Heinz und Willi.

:DD UND WER DIE ERSTE FOLGE HÖREN WILL, DER KLICKT JETZ‘ EINFACH HIER DRAUF! ALLEDA!

Das sind alle Folgen – zum Nachhören:

1. Azvenzkerzjen: :DD Heinz und Willi trinken eine Tasse Kaffee und lesen sich Gedichte vor.

2. Azvenzkerzjen: :DD Heinz und Willi zünden die zweite Kerze an und sprechen überm Weihnachtsmark‘

3. Azvenzkerzjen: :DD Heinz und Willi schmücken dr Baum – und dann jeht et auf einmal um et Sijrid

4. Azvenzkerzjen: :DD Heinz und Willi zünden et vierte Kerzjen an, dann kommt dr Paul. Jesang!

Und diesmal spielt „Knolliwood“ London. „Saphirblau“ kommt im August ins Kino.

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Kornelimünster ist immer eine Reise wert, auch an schmuddeligen Novembersonntagen. Doch wird zurzeit noch ein bisschen mehr geboten von Historie, Histörchen und prächtiger Kulisse.
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Und das ist im Wortsinn zu verstehen, denn Kornelimünster ist in diesen Tagen mal wieder „Knolliwood“! „Achtung, Filmarbeiten“ heißt es am Benediktusplatz und Korneliusmarkt, der Clou: „Knolle“ bietet die perfekte Kulisse für das London des Jahres 1912, inklusive der englischen Reklame und detailgetreuen Requisiten und Kostüme. Gestern waren rund 60 Komparsen bei einer großen Marktszene auszustatten.
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Schon der erste Teil der „Liebe geht durch alle Zeiten“-Kino-Trilogie („Rubinrot“) hatte im Winter 2012 wesentliche Spielszenen in Aachen. „Die Stadt bietet sich als Drehort wunderbar an, da wir hier die richtigen Kulissen für unsere Zeitreise haben“, sagte Philipp Bundweg, einer der Produzenten, vor Tagen meinen Kollegen von AZ und AN.

So auch diesmal. Am „Franz“, direkt im Schatten des Marschiertors, wurde schon eine London-Szene aus dem Jahr 1955 abgedreht, jetzt dreht sich alles bei den „Saphirblau“-Aufnahmen um Kornelimünster, beziehungsweise in Kornelimünster.

Zum Film

In dem Film ist Gwendolyn (Maria Ehrich) mit einem Zeitreise-Gen ausgestattet und unternimmt gemeinsam mit dem attraktiven Gideon (Jannis Niewöhner) Reisen quer durch die Jahrhunderte. Die jungen Kinogänger sind hin und weg! Der zweite Teil, der nicht nur in Aachen, sondern auch in Thüringen in Mühlhausen, Waltershausen und auf der Wartburg, in Köln, in Bayern sowie in Berlin, Potsdam und London gedreht wird, soll im August in die Kinos kommen. Auch Veronika Ferres ist mit von der Partie.

In Kornelimünster wird noch die ganze Woche (bis 29. November) gedreht.

Heini, adie! Ming Hazzenssproech

Am Montag verabschiedete sich Aachen von Heini Mercks. Der Altmeister der Öcher Büttenredner ist tot. Hier im Heimatblog gibt es aus dem reichen Fundus der Familie Cosler ein Gedicht von Heini Mercks, eine Liebeserklärung an Aachen, vor allem an das Öcher Platt. Unbeschreiblich schön.

Ming Hazzenssproech

De ieschte Wöet, die ich vernomme,
die uus der Moddermonk sönd komme,
wore – Frönnde, dat es wohr –
Wöet uus Öcher Moddersproech;
ich kuuent noch net richtig jooeh,
wahl at Öcher Platt verstooeh,
wenn de Modder saat: Kick an,
doe deä klenge Boxemann!
Ov se menket: Bes schönn brav
än weisch dich ens et Müllche av!

 

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Wie spieder es de Schuelzitt komme,
frueh woere de Jonge, luese än domme,
dr Jupp, dr Pitt, dr Nöll ov dr Klöß
der Liehrer dumoels, deä heisch „dr Vöß“ –
alles menket et wör doch net wohr,
mär deä Liehrer, deä sproech Öcher Sproech.

Wie de Schuel woer langs än de Liehr jeng an,
fong ich äls Meäster ‘ne joue Mann,
deä hau – wie mer sätt – Hor open Zong,
wor ävvel sööns ene echt Öcher Jong;
der hielen Dag woed lösteg jesonge,
än mänch Aventürche es zesaame jelonge.

Da ben ich ouch op der Danz ens jejange
än bleäv tereck pamp an e Mäddche hange:
et wor uus et Wiimelsjäißje et Neß,
mer weäß jo, wie dat dann esue es:
Vür hant os die Saach net lang övverlaat
än ope Standesamt jau „Jooe, jooe!“ jesaat.
Dat koem, weil bei os jät Merakel doeg:
Än dat wor os leiv Öcher Hazzens-Sproech.

Ich han se gesprauche äls Kenk, Jong än Mann
än spreich sue döcks platt, wie ich evvens mär kann.
Wenn mer mich at ens derför uusjelaaht,
da han an die Jrielächere ich jesaat:
Laacht mär, an die Sproech kann jenge kratze,
dat es ming Sproech, än die köönt va Hazze.

Än wenn ich mich spieder dernier ens moß leäje,
än der Duedemann mich op sing Schöpp hat kreäje,
da wöi ich et leivste för et leiste noch hüre
e paar Wöet Öcher Platt! – Jenge därf mich da stüre!
Ömjen Hazz hat ühr da vletz Leäd,
ühr leägt mich doch secher en Öcher Eäd,
stött al kriischens da an mi Jraav,
saat net: Heini, Adie! – Satt: Hei litt ene Öcher!
Än: Oche Alaaf!

„Et is nix mehr eso, wie et emal war.“ Oder: Wir proben den Martinszug

„Et is nix mehr eso, wie et emal war“, sagte mein Opa oft und schüttelte, von einer Spur Verzweiflung geplagt, den Kopf. Wir reden über die 70er und frühen 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Und wir Kinder guckten uns an und lachten: dr Opa!

Mit fortschreitendem Alter stelle ich nun fest, dass sich die Anlässe, bei denen ich mich selbst kopfschüttelnd erlebe, häufen.

Als wir dieser Tage um die Mittagszeit im Nachbardorf mit ein paar ortsansässigen Menschen vor der Ladentheke des Bäckers unseres Vertrauens standen und gerade eh weder Printe noch Brot kaufen konnten, weil die Registrierkasse ausgefallen war und die Verkäuferin „deswejen mal mit Aachen telefonieren“ musste, kam das Gespräch – wohl durch ein Weggemännchen in der Auslage inspiriert – auf Bräuche. (Langer Satz, ich weiß, gehört aber alles irgendwie zusammen ;-))

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Und, Achtung, prompt sagte die Älteste: „Et is sowieso nix mehr eso, wie et emal war.“ Sie belegte die kühne These mit dem Hinweis auf den „Martinszug, der auch schon immer früher jeht“. Die überrascht Nachfragenden („Wie?“ „Wie jetz‘?“ „Wie kommste dadrauf?“) erfuhren, dass „jestern Abend bei uns der Martinszug jejangen is, jestern Abend! Datmusstedichemalüberlejen, zwei Tage nach Allerheilijen!“ Die Umstehenden staunten, lachten oder murmelten Worte wie „unwahrscheinlich“, „sehr unwahrscheinlich“ oder „totaler Quatsch“.

Der Witzigste in der Runde spekulierte, es habe sich möglicherweise um eine „öffentliche Probe für den Zug“ gehandelt, eine Art Vorglühen und gab pantomimisch einen kleinen Jungen mit Laterne. Ein anderer (Achtung, Insider, freiwillige Feuerwehr, also Martinsfeuer, Sturm, Funkenschlag, Großeinsatz und so!) wusste, dass der traditionsreiche Umzug „selbstverständlich auch in diesem Jahr am 11.11.“ stattfinde.

Wieder ein anderer rief – er konnte sich kaum halten vor Lachen, so lustig fand er schon jetzt, was er gleich sagen würde: „Vielleicht war es ja auch die Fronleichnamsprozession.“ Stille, was für ein Rohrkrepierer!

Zwischenzeitlich erkundigte sich ein junger Mann nach dem Zustand der Registrierkasse und was man „denn in Aachen dazu zu sagen“ hätte und verwies darauf, „dass ich nur Mittagspause und nicht Urlaub hab'“. Darüber wiederum konnten einige lachen.

Es half nichts, das Geschäft hinter der Theke stockte weiter, eine ältere Kundin betonte vor der Theke in gestochen scharfem Hochdeutsch, „dass es so etwas früher nicht gegeben hätte“, und der Komiker mit der Fronleichnamsprozession fing jetzt tatsächlich mit Alemannia Aachen an.

Im wahrsten Wortsinn kam mir schlagartig mein Opa wieder in den Sinn, dieses Kuddelmuddel aus Martinszug, Registrierkassenstau und Alemannia leitete die spontane Flucht aus der Bäckerei ein.

Die Welt ist aus den Fugen, dachte ich noch, schaltete das Autoradio ein und erfuhr dort, dass in einem Kindergarten in Ober-Eschbach das Martinsfest ab sofort „Sonne, Mond und Sterne“-Feier heißt.

Sag ich doch: „Et is nix mehr eso, wie et emal war.“ Rabimmelrabammelrabumm.

Und jeden Morgen die Hoffnung, dass die Ampel rechtzeitig umspringt…

Heute Morgen geht er wieder ab wie die Rakete. Fliegt aus dem Haus, die Türe knallt ins Schloss, er zündet den Turbo, ein kurzer Blick nach links, die Dorfstraße hoch Richtung Eifel, okay, das schafft er. Die Umhängetasche, zu der die jungen Leute heute Schultasche sagen, fliegt – flott um die Schulter geworfen – die langgestreckte Gerade runter Richtung Friedhof durch die Luft hinter ihrem sprintenden Träger her.

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Der Schulbus, mit dem der junge Mann – nennen wir ihn einfach Ole – jeden Morgen diesen Wettlauf bis zur Haltestelle austrägt, rollt indes näher und näher. Jetzt kommt der entscheidende Moment des Morgens, unser Dorfmeister im Sprint passiert die Fußgängerampel, die rüber zum Kindergarten führt, sticht im vollen Galopp mit dem rechten Zeigefinger den Taster bis zum Anschlag und legt noch ein Schippe drauf.

Die Älteren im Ort glauben, dass Ole für Olympia trainiert. Die Wahrheit ist banaler: Er reizt seinen Aufenthalt am Frühstückstisch immer bis auf die letzte Sekunde aus und hat dann einen Turbostress, den Bus zu kriegen. Erst wenn Ole den roten Diesel vom Küchenfenster aus im Dunst des frühen Morgens nahen sieht, kommt er in die Hufe. Auf die Plätze, fertig, los…

Heute geht alles glatt: Kaum dass der Bus sich der Fußgängerampel nähert, springt die auf Rot. Perfektes Timing! Applaus wäre angebracht. Doch so wach wie Ole sind die meisten um diese Uhrzeit noch nicht. Diese Zwangspause schafft unserem jungen Schulbussprinter auf alle Fälle den nötigen Vorsprung, den er braucht, um das Rennen zur Haltestelle zu gewinnen.

Hinweise darauf, dass er sich diesen Stress jeden Morgen durch fünf Minuten früheres Aufstehen, Duschen, Anziehen und Frühstücken ersparen könnte, prallen am Kurzstreckenkönig ab. Sagt sein Vater. Es gibt Freunde, die behaupten, er bräuchte diesen Kick am Morgen, um gut in den Tag zu kommen.

Und dann gibt es ja immer noch Papa und das Auto. Für den Fall, dass die verdammte Fußgängerampel mal zu spät umspringt. Mitdembusumdiewetterennen ist wie das richtige Leben – kannst nich‘ immer gewinnen, Alter!

Wo ist die Wandergruppe gelandet?

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Aus der Serie „Wann wird’s mal wieder richtig Frühling?“ heute: eine kleine Wanderung in der Region – mit einem ganz besonderen Zielort. Wo ist die Wandergruppe gelandet?

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Winter. Schnappschuss. Kälte.

holz

Winter. Immer noch Winter. Und kaum noch Holz vor der Hütte!